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Alaska Airlines: Boeing 737 MAX 9 verliert großes Rumpfteil im Flug

Eine Boeing 737 MAX 9 hat während des Fluges einen dramatischen Kabinenschaden im Flug erlitten und verlor eine deaktivierte Nottür.
/ Andreas Donath
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Alaska Airlines' Boeing 737 MAX 9 (Bild: Alaska Airlines)
Alaska Airlines' Boeing 737 MAX 9 Bild: Alaska Airlines

Alaska Airlines hat beschlossen, ihre gesamte Flotte von 65 Maschinen der Boeing 737 MAX 9(öffnet im neuen Fenster) zu Kontroll- und Wartungszwecken vorübergehend stillzulegen. Dies geschah, nachdem eines der Flugzeuge am Freitag während des Fluges einen dramatischen Kabinenschaden erlitten hatte, der eine Notlandung erzwang.

Am 5. Januar startete der Alaska-Airlines-Flug 1282 mit 171 Passagieren und 6 Besatzungsmitgliedern an Bord vom Portland International Airport in Richtung Ontario, Kalifornien. Kurz nach dem Start gegen 17:06 Uhr Ortszeit kam es zu einem plötzlichen Druckabfall im Flugzeug, als eine Platte im hinteren Teil der Kabine herausflog. Fotos(öffnet im neuen Fenster) zeigen ein fehlendes Fenster und eine fehlende Seitenwandverkleidung. In der Kabine fielen automatisch die Sauerstoffmasken herunter. Mit aufgesetzten Sauerstoffmasken kehrten die Piloten nach Portland zurück(öffnet im neuen Fenster) und landeten um 17:26 Uhr sicher.

Vorsorgliches Grounding der MAX-9-Flotte

Als Reaktion auf diesen alarmierenden Vorfall kündigte Ben Minicucci, CEO von Alaska Airlines, an, dass das Unternehmen den Betrieb aller 737-MAX-9-Jets vorübergehend einstellen werde. Er erklärte, dass die Flugzeuge erst dann wieder in Betrieb genommen werden, wenn in den kommenden Tagen umfassende Wartungs- und Sicherheitsinspektionen durchgeführt sein werden. Minicucci bezeichnete das Flugverbot als eine Vorsichtsmaßnahme.

Die MAX 9 wurde erst Ende Oktober 2023 in die Flotte von Alaska aufgenommen und Anfang November von der FAA zugelassen. Sie verfügt über eine optionale Tür in der Mitte der Kabine, die in den Flugzeugen von Alaska dauerhaft deaktiviert war.

Lob für den Umgang der Crew mit dem Notfall

Luftfahrtexperten lobten gegenüber dem Guardian(öffnet im neuen Fenster) die Piloten und die Besatzung für ihren professionellen Umgang mit der Situation und die sichere Landung des Flugzeugs. Der Vorfall hat gezeigt, wie wichtig es ist, dass die Passagiere während des gesamten Fluges angeschnallt bleiben.

Der beunruhigende Vorfall ereignete sich nur wenige Tage, nachdem Boeing die Fluggesellschaften gewarnt hatte, die MAX-Flugzeuge auf ein mögliches Problem mit der Rudersteuerung zu überprüfen.

Mittlerweile bleibt die gesamte MAX 9-Flotte in den USA, der EU und der Türkei nach einem Bericht von CNN(öffnet im neuen Fenster) vorerst am Boden.

Boeing war in den vergangenen Jahren von technischen sowie Qualitätsproblemen geplagt. Der Flugzeughersteller hat eine Reihe von Zwischenfällen erlebt , die zu Tragödien, Flugverboten und anhaltenden Sicherheitsbedenken geführt haben.


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