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Aktionsplan: Staatliche Milliardeninvestition in KI geplant

Das Bundesforschungsministerium will mindestens 1,6 Milliarden Euro in künstliche Intelligenz (KI) investieren.
/ Andreas Donath
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Bettina Stark-Watzinger, Bundesministerin für Bildung und Forschung (Bild: Bundesregierung/Guido Bergmann)
Bettina Stark-Watzinger, Bundesministerin für Bildung und Forschung Bild: Bundesregierung/Guido Bergmann

Die Bundesministerin für Bildung und Forschung, Bettina Stark-Watzinger (FDP), hat eine Initiative der Bundesregierung im Bereich künstlicher Intelligenz angekündigt(öffnet im neuen Fenster) . Das Geld soll in Forschung und Computerinfrastruktur im Zusammenhang mit KI fließen.

Stark-Watzinger will mit einem Aktionsplan Künstliche Intelligenz das Engagement der Bundesregierung vorantreiben. Der Plan solle nächste Woche auf einer Kabinettsklausur in Meseberg präsentiert und im September 2023 veröffentlicht werden, sagte die FDP-Politikerin. Ihr Ministerium werde in dieser Legislaturperiode mehr als 1,6 Milliarden Euro in KI investieren.

"KI ist eine Schlüsseltechnologie und ähnlich wie die Elektrizität Ausgangspunkt für zahlreiche Entwicklungen, Innovationen und Produkte" , sagte Stark-Watzinger. Sie sprach von enormen Chancen für Wissenschaft, Wirtschaft und Wohlstand. Der Aktionsplan solle "das Engagement in diesem Bereich auf die nächste Stufe heben" . Ziel seien Anreize, damit Deutschland und Europa im Bereich KI führend würden.

Laut Bundesministerium gehören Infrastrukturausbau, bessere Bedingungen für Start-ups und mehr KI-Forschung ebenfalls zu den Zielen der Initiative.

Der Bitkom-Verband begrüßte den KI-Aktionsplan(öffnet im neuen Fenster) des BMBF. Deutschland sei in der KI-Forschung bereits gut aufgestellt, und es sei richtig, diese weiter auszubauen. Wie die Initiative des Ministeriums in die Gesamtstrategie der Bundesregierung eingebettet werden solle, bleibe aber offen. Hier bestehe der größte Handlungsbedarf: Der Transfer von der Forschung in die Wirtschaft sei eine Schwachstelle Deutschlands. Nur 15 Prozent der Unternehmen setzten KI ein, nur 2 Prozent sähen Deutschland als führende KI-Nation.

Es reiche nicht, einzelne Leuchttürme und Start-ups zu haben, erklärte der Bitkom. KI müsse breit in der Wirtschaft ankommen, und Deutschland müsse bei KI-Anbietern vorne mitspielen. Ob diese Ziele mit dem Aktionsplan erreicht würden, müsse sich zeigen. An Absichtserklärungen habe es auch zuvor nicht gemangelt.

Die Politik fördere KI, behindere sie aber auch, etwa durch restriktive Regeln für nicht-sensible Daten, kritisierte der Verband. Wenn Milliarden in KI investiert, ihr aber die Daten entzogen würden, komme man nicht voran.


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