Aktionäre: Vodafone gelingt die Übernahme von Kabel Deutschland

Vodafone hat die geforderte Zahl an Aktien von Kabel Deutschland kaufen können. Die zusätzliche Infrastruktur soll mehr Kapazität auch im Mobilfunknetz bringen, die Basisstationen schneller machen und Kunden vor Ausfällen im Fest- und Mobilfunknetz schützen.

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Technik bei Kabel Deutschland
Technik bei Kabel Deutschland (Bild: Lisi Niesner/Reuters)

Vodafone ist die Übernahme von Kabel Deutschland gelungen. Wie der Konzern mitteilte, wurden 75 Prozent der Aktien des TV-Kabelnetzbetreibers zum Kauf angeboten. Pro Anteilsschein hatte der Mobilfunkbetreiber 87 Euro und eine Dividende von 2,50 Euro geboten.

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Die Übernahme von Kabel Deutschland kostet rund 7,7 Milliarden Euro. Inklusive Schulden müssen über 10 Milliarden Euro gezahlt werden. Einige Kabel-Deutschland-Aktionäre wollten der Übernahme durch Vodafone nicht zustimmen, was sie noch hätte zum Scheitern bringen können. Vodafone erklärte jedoch am 9. September 2013: "Alle Angebote und Bedingungen bleiben unverändert und werden nicht angepasst."

"Vodafone wird die endgültige Annahmequote am 16. September 2013 veröffentlichen. Aktionäre, die das Angebot nicht innerhalb der Annahmefrist angenommen haben, können das Angebot noch innerhalb der weiteren Annahmefrist annehmen", erklärte Vodafone.

Die EU-Kartellbehörde muss der Übernahme jedoch noch zustimmen. Vodafone hatte die Übernahme bei der Europäischen Kommission in Brüssel angemeldet, weil die Umsätze der beteiligten Konzerne die EU-Aufgreifschwellen überschreiten. Das Bundeskartellamt sieht die Übernahme als "eher komplementären Zusammenschluss" und überlässt die Prüfung der EU.

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Vodafone hatte erklärt: Die Kabel-Deutschland-Übernahme wird auch im Mobilfunk für weitere Verbesserungen sorgen. Die zusätzliche Infrastruktur bringt mehr Kapazität im Netz, macht Basisstationen schneller und wird Kunden künftig besser vor Ausfällen im Fest- und Mobilfunknetz schützen. Laut Unternehmenskreisen steht bereits fest, dass der Kabelnetzbetreiber die gesamten Festnetzaktivitäten von Vodafone verantworten wird.

Nachtrag vom 13. September 2013, 17:44 Uhr

Vodafone hat Kritik zurückgewiesen, Kabel Deutschland zu teuer zu kaufen. "Insgesamt haben Kabelunternehmen im vergangenen Jahr eine Rallye hingelegt, da ist Kabel Deutschland in bester Gesellschaft", sagte Deutschlandchef Jens Schulte-Bockum der Frankfurter Allgemeinen Zeitung. "Richtig ist, dass wir das Kabelthema schon länger im Auge haben. Aber die Überzeugung ist im Laufe der Zeit gewachsen, dass Kabelinfrastrukturen deutlich potenzialträchtiger sind als zunächst erwartet", fügte er hinzu. Die Kritik entzündete sich an der Tatsache, dass schon Schulte-Bockums Vorgänger Joussen an Kabel Deutschland interessiert war, damit aber am vorsichtigen Konzernchef Vittorio Colao scheiterte. Der Kabel-Preis summiert sich nun inklusive der Schulden auf 10,7 Milliarden Euro.

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