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Aktienmarkt und Politik:
Wie Rhetorik aus dem Weißen Haus Börsenkurse beeinflusst

Was passiert, wenn das Weiße Haus Unternehmen nennt? Eine Analyse von 4.500 Nennungen zeigt überraschende Gewinner, Verlierer und späte Kursreaktionen.
/ Oliver Jessner
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Der aktuelle US-Präsident Donald Trump kann auf das Geschehen an der Börse eingreifen. (Bild: Getty Images/Montage: Golem)
Der aktuelle US-Präsident Donald Trump kann auf das Geschehen an der Börse eingreifen. Bild: Getty Images/Montage: Golem

Kann ein Satz aus dem Weißen Haus Börsenkurse bewegen? Die Antwort scheint naheliegend – schließlich verfolgen Investoren jede Äußerung des US-Präsidenten. Doch eine Auswertung von mehr als 400 offiziellen White-House-Streams liefert ein deutlich komplizierteres Bild. Die auffälligsten Marktreaktionen treten oft erst Tage später auf – und nicht selten genau entgegen dem politischen Tonfall.

Micron Technology ist dafür ein gutes Beispiel. Am Tag der Erwähnung in einem offiziellen White-House-Stream entwickelte sich die Aktie zunächst kaum anders als der Nasdaq Composite. Fünf Handelstage später lag sie jedoch 36 Prozentpunkte vor dem Vergleichsindex. Mattel wiederum wurde im Zusammenhang mit Strafzöllen genannt – und gehörte trotzdem später zu den Gewinnern. Solche Fälle zeigen, wie wenig sich politische Rhetorik an der Börse auf eine einfache Formel reduzieren lässt.

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