Aktienkurs und KI: Alphabet, Amazon, Microsoft legen um 1,4 Billionen Dollar zu
Die drei größten Hyperscaler Amazon, Microsoft und Alphabet haben nach Vorlage ihrer Quartalsergebnisse in der vergangenen Woche einen starken Anstieg ihres Börsenkurses verzeichnet. Alle drei meldeten zuvor ein kräftiges Wachstum im Cloudgeschäft. Dagegen zeigten Meta und Apple starke Verluste.
Microsoft gewann diese Woche mehr als 600 Milliarden US-Dollar Marktkapitalisierung hinzu, während Amazon und Alphabet jeweils ein Plus von mehr als 400 Milliarden US-Dollar verzeichneten. Zusammen ist das ein Zuwachs von 1,4 Billionen Dollar
Dagegen stürzte die Aktie von Meta nach der Veröffentlichung des Geschäftsberichts ab, weil die Investoren von den KI-Investitionen des Konzerns nicht überzeugt waren; dies ließ den Börsenwert des Facebook-Mutterkonzerns in dieser Woche um rund 85 Milliarden US-Dollar sinken.
Apple verzeichnete einen noch stärkeren Einbruch und verlor mehr als 350 Milliarden US-Dollar an Marktwert, da Lieferengpässe bei Speicherchips den Ausblick belasteten.
Kann Nachfrage KI-Investitionen rechtfertigen?
Die KI-Ausgaben der Megacaps würden in den kommenden zwölf Monaten fast 800 Milliarden US-Dollar erreichen, erklärte Jason Greenberg, Co-Leiter des Bereichs Global Tech, Media and Telecom Investment Banking bei Jefferies, am 31. Juli 2026 in einer CNBC-Sendung(öffnet im neuen Fenster). Investoren stellten nicht mehr infrage, ob es eine Nachfrage für KI, Chips und Rechenleistung gebe, so Greenberg.
"Es geht vielmehr darum, ob die Nachfrage langfristig profitabel genug sein wird, um all diese Investitionen zu rechtfertigen", sagte er. "Ich denke, das ist im Grunde das eigentliche Problem, mit dem wir uns derzeit auseinandersetzen."
Meta hob zwar die Untergrenze seiner Prognosespanne für die Investitionsausgaben bis 2026 an, doch Konzernchef Mark Zuckerberg lieferte kaum konkrete Informationen zur Nachfrage nach Cloudkapazität für die KI-Infrastruktur des Unternehmens.
Als eine entsprechende Bestätigung während der Telefonkonferenz zu den Geschäftszahlen ausblieb, reagierten die Anleger negativ. "Ich glaube, es macht sich eine zunehmende Ungeduld breit, insbesondere bei Meta", sagte Hendi Susanto, Portfoliomanager bei GAMCO Investors (Gabelli Asset Management Company).
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