Aktienkurs fällt weiter: Intel wird mehr als 15.000 Menschen entlassen

Intel hat in den vergangenen Jahren viele Rückschläge erleben müssen. Zuletzt ist das Unternehmen durch teilweise defekte Prozessoren aufgefallen, die in einer großen Anzahl Kunden verärgern. Im aktuellen Quartalsbericht(öffnet im neuen Fenster) wird auch klar: Das Unternehmen hat weniger Geld umgesetzt. Im Vergleich zum Vorjahr beträgt der Umsatz für das zweite Quartal 12,8 Milliarden US-Dollar – ein Minus von einem Prozent.
Trotzdem folgt daraus eine drastische Maßnahme für den Konzern: Laut eigenen Aussagen will Intel 15 Prozent aller Stellen streichen. Bei einer Mitarbeiterzahl von aktuell etwas mehr als 125.000 Menschen entspricht das fast 19.000 Mitarbeitern. Es seien aber zumindest mehr als 15.000 Personen, die noch in diesem Jahr ihren Job verlieren werden. Das bestätigte(öffnet im neuen Fenster) Intel dem Magazin The Verge.
Intel-Aktie verliert weiter an Wert
Die Entlassungen seien Teil eines neuen Kostenreduktionsplans, den Intel bis ins Jahr 2025 durchführen will. Insgesamt sollen im kommenden Jahr 10 Milliarden US-Dollar eingespart werden. Unter anderem werde das operative Geschäft geglättet. Teile der Forschung und Entwicklung, des Marketings sowie administrative Jobs seien davon betroffen. Währenddessen will Intel Dividendenauszahlungen an Aktionäre im vierten Quartal 2024 aussetzen. Der Aktienwert des Unternehmens(öffnet im neuen Fenster) fiel nach der Ankündigung um weitere 2 Prozent. Seit Jahresbeginn ist ein Verlust von 37 Prozent zu verzeichnen.
Zudem sollen Kapitalausgaben um etwa 20 Prozent reduziert werden. Das werde durch die Beendigung des sogenannten Fünf-Nodes-in-vier-Jahren-Plans erreicht. Im letzten Schritt will Intel mit dem 18A-Prozess eine neue Generation an Chips herstellen. Intel erwähnt in diesem Zusammenhang Panther Lake als ersten Client-Chip, der mit Intels RibbonFET-Verfahren gebaut wird.
Außerdem will das Unternehmen künftig mehr KI-fähige Prozessoren für Copilot+-PCs verkaufen. Aktuelle Intel-Chips sind dafür bereits geeignet und erste Copilot-Notebooks mit KI-Features und separater NPU werden zum Ende des Jahres 2024 erwartet. Das gilt auch für Notebooks mit AMD-Prozessor und NPU.