Zum Hauptinhalt Zur Navigation

Aktienkauf: Starinvestor Warren Buffett steigt bei Apple ein

Apple-Aktien im Wert von über einer Milliarde US-Dollar hat Investor Warren Buffett erworben. Daraufhin stieg der seit Wochen sinkende Aktienkurs. Apple-Chef Tim Cook besucht derweil China und Indien.
/ Andreas Donath
62 Kommentare News folgen (öffnet im neuen Fenster)
Warren Buffett (Bild: Fortune Live Media)
Warren Buffett Bild: Fortune Live Media / CC BY-ND 2.0

Der bisher Apple gegenüber eher kritisch eingestellte Multimilliardär Warren Buffett ist über das Investment-Unternehmen Berkshire Hathaway bei Apple eingestiegen(öffnet im neuen Fenster) und hat etwa 9,8 Millionen Anteilsscheine im Wert von etwas über einer Milliarde US-Dollar gekauft. An Yahoo hat Buffett ebenfalls Interesse .

Damit steht Buffett zwar nur an 53. Stelle der größten Apple-Aktionäre, dennoch ist das Investment ein wichtiges Signal, denn ein anderer Großinvestor ist Ende April ausgestiegen: Carl Icahn hat seine Anteile an Apple abgestoßen. Der Grund sei die Lage auf dem chinesischen Markt, sagte Icahn am Donnerstag dem TV-Sender CNBC. Die Behörden könnten "einschreiten und es für Apple sehr schwierig machen, dort zu verkaufen" , erklärte er.

Icahn hatte den Einstieg bei Apple im August 2013 bekanntgegeben. Ende vergangenen Jahres hielt er Anteile im Wert von rund fünf Milliarden Dollar.

Warren Buffett hingegen hatte sich in der Vergangenheit negativ über Apple geäußert(öffnet im neuen Fenster) und meinte, man könne die Zukunftsaussichten des Unternehmens schlecht abschätzen. Durch den massiven Kursverfall der Apple-Aktie dürfte ihm das Engagement aber leichter gefallen sein. Der Kurs der Aktie stieg nach Bekanntwerden von Buffetts Einstieg kurzzeitig um zwei Prozent. Für Aktionäre ist das jedoch wenig tröstlich, da in den letzten Wochen ein Kursverfall um etwa 15 Prozent zu beklagen war.

Apples über dreizehn Jahre dauernde Wachstumsphase ist unterbrochen. Umsatz, Gewinn und iPhone-Absatz sind gefallen . Doch der Konzern macht weiterhin einen Quartalsgewinn von 10,5 Milliarden US-Dollar.

Apple-Chef Tim Cook ist nach China gereist und hat sich mit App-Entwicklern getroffen. Ob er auch mit Regierungsvertretern gesprochen hat, um eine Einigung über den geschlossenen iTunes Movie- und Book-Store zu erreichen, ist nicht bekannt. Medienwirksam fuhr er mit einem Taxi des Fahrdienstanbieters Didi Chuxing mit, an dem Apple sich kürzlich mit einer Milliarde US-Dollar beteiligt hat.

Tim Cook als Krisenmanager in China und Indien

Cook will nach dem Chinabesuch nach Indien weiterreisen und sich mit Premierminister Narendra Modi treffen. Indien will Apples Pläne durchkreuzen(öffnet im neuen Fenster) , gebrauchte und wiederaufbereitete iPhones zu verkaufen, um trotz der geringen Einkommen auf dem Subkontinent seinen Marktanteil erhöhen zu können. Apples Haus- und Hofhersteller Foxconn plant, in Indien für zehn Milliarden US-Dollar eine Fabrik aufzubauen(öffnet im neuen Fenster) , die in ungefähr 18 Monaten eröffnen und iPhones produzieren soll.

Apple will im indischen Hyderabad zudem ein Entwicklungszentrum errichten , 150 Jobs schaffen und rund 25 Millionen US-Dollar investieren. Es ist das erste selbstgegründete Entwicklungszentrum Apples außerhalb der USA.


Relevante Themen