Akte X: Chris Carter hat Stephen Kings Skript umgeschrieben
Stephen King war ein großer Fan von Akte X. Als der Schöpfer und Showrunner Chris Carter erfuhr, dass der Bestsellerautor Interesse hatte, eine Folge zu schreiben, nahm er Kontakt auf(öffnet im neuen Fenster) . Das Ergebnis war die Folge Ein Spiel aus der fünften Staffel.
In dieser Folge ist Scully auf Urlaub in Maine. Dort stolpert sie bei einem örtlichen Supermarkt über einen Tatort: Jeder der Ladenbesucher hat sich selbst auf schreckliche Weise umgebracht. Nur zwei Menschen blieben unverletzt: Melissa Turner und ihre Tochter Polly. Das Mädchen trägt eine Puppe namens Chinga mit sich herum, die natürlich nicht ist, was sie zu sein scheint.
Die Episode war damals einigermaßen enttäuschend(öffnet im neuen Fenster) und ist es auch heute noch. Sie funktioniert nicht richtig, wie es oft bei Folgen war, bei denen man Mulder und Scully voneinander trennte.
Die Episode fühlt sich auch nicht wie eine Stephen-King-Geschichte an. Das mag daran liegen, dass das, was später zu sehen war, nicht das war, was King geschrieben hatte. Bei Fernsehserien ist es üblich, dass Drehbücher umgeschrieben werden, zumeist vom Showrunner selbst.
So erging es auch Stephen King, der später sagte(öffnet im neuen Fenster) : "Es war eine merkwürdige Erfahrung, dass mein Skript von Chris Carter so umfangreich umgeschrieben wurde. Wirklich eine sehr eigentümliche Erfahrung." Der Grund soll gewesen sein, dass Mulder und Scully aus Carters Sicht anders klangen und sich anders verhielten als sonst.
Coautor Chris Carter
Tatsächlich schrieb Carter das Drehbuch so sehr um, dass er als Coautor genannt wurde. Normalerweise bestand er nicht darauf, wenn er ein Drehbuch eines anderen Autors umschrieb, weil er das als Teil seiner Pflichten als Showrunner gesehen habe. Aber Stephen King bot die gemeinsame Namensnennung an.