Natrium-Ionen-Akkus müssen nicht aus China kommen

Autoherstellern sollte klar sein, dass der teilweise Ersatz von Lithium durch Natrium den gleichen Effekt wie der Besitz eigener Kapazitäten zur Lithium-Produktion hat. Dabei müssen sie nicht auf die Lieferung der Akkus aus China angewiesen sein. Auch in Europa gibt es Firmen wie Faradion in Großbritannien, Tiamat in Frankreich und Altris in Schweden, die bereits Erfahrung im Umgang mit der Natrium-Ionen-Technik haben. Was solchen Firmen fehlt, sind vor allem Investoren, die an die Nützlichkeit der Technik glauben.

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Faradion hat Akkuzellen mit sehr ähnlichen Eigenschaften wie die von CATL entwickelt und hofft, noch dieses Jahr eine vergrößerte und verbesserte Version dieser Zellen mit einer Energiedichte von 190 Wh/kg präsentieren zu können. Aber auch andere Firmen sollten relativ kurzfristig in der Lage sein, aus bereits entwickelten und lieferbaren Kathoden- und Anodenmaterialien brauchbare Natrium-Ionen-Akkus zu entwickeln.

Die Investition in Kathoden mit dem kurzfristig verfügbaren und mit geringem Aufwand herstellbaren Preußisch Blau lohnt in jedem Fall. Sei es, um Lieferschwierigkeiten von Elektrodenmaterial abfangen zu können, die von der Akkufabrik bis zur Autofabrik die gesamte Produktionskette lahmlegen können, sei es, um bei der Expansion der Produktionskapazitäten von weniger Rohstofflieferanten abhängig zu sein, Autos wintersicher zu machen oder einfach nur umweltfreundlichere Akkus mit hoher Leistung und Sicherheit zu bauen.

Die nächste Akkugeneration wirft große Fragen auf

Mehr Aufwand als für Preußisch Blau müsste für die Herstellung von keramischen Kathodenmaterialien, wie von Faradion oder der zweiten Generation von CATL, betrieben werden. Die Kosten der Akkus lägen dennoch unterhalb denen von Lithium-Eisenphosphat-Akkus. Dabei werden sie die gleiche Energiedichte wie diese erreichen, ohne die höhere Leistung und andere Vorteile der Natrium-Ionen-Akkus zu verlieren.

Elektromobilität: Grundlagen und Praxis

Inzwischen wollen alle großen Hersteller von Elektroautos Lithium-Eisenphosphat einsetzen. Elon Musk kündigte vor kurzem an, zwei Drittel aller Autos mit Lithium-Eisenphosphat auszustatten. Spätestens wenn die nächste Generation der Akkus von Faradion und CATL verfügbar ist - Faradion hofft, sie noch dieses Jahr vorstellen zu können -, sollten sich Autohersteller in Anbetracht ihrer eigenen Pläne die Frage stellen:

Warum überhaupt Lithium-Akkus?

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 Natrium-Ionen-Akkus können Lithium-Ionen-Akkus ergänzen
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Atzeonacid 09. Aug 2021 / Themenstart

Danke futureenergy. Und jetzt bitte den Thread zumachen, mag mich heute nicht mehr ärgern.

derdiedas 09. Aug 2021 / Themenstart

und auch wenn mich Neuwagen schon lange nicht mehr interessieren (ich fahre meine Autos...

Dwalinn 09. Aug 2021 / Themenstart

Sobald die mehr Produzieren als Verkaufen wird es auch günstigere Wagen zu kaufen geben...

mgutt 08. Aug 2021 / Themenstart

Wenn man teilweise bessere Eigenschaften als Li-Ion hat und auch ein paar Nachteile...

JE 07. Aug 2021 / Themenstart

Nachfrage: Handys, Tablets, Laptops, eBikes, eRoller, eMotorräder, e-Autos, evtl. e-LKW...

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