Zum Hauptinhalt Zur Navigation

Akkutechnik: Tesla baut 4680er Zellen für 1.000 Autos pro Woche

Mit den neuen Akkuzellen will Tesla seine Elektroautos günstiger herstellen. Nun scheint die Produktion in Gang zu kommen.
/ Friedhelm Greis
3 Kommentare News folgen (öffnet im neuen Fenster)
Die Tesla-Fabrik in Fremont produziert die neuen 4680er Zellen. (Bild: Stephen Lam/Reuters)
Die Tesla-Fabrik in Fremont produziert die neuen 4680er Zellen. Bild: Stephen Lam/Reuters

Der US-Elektroautohersteller Tesla macht bei der Produktion seiner neuen Batteriezellen offenbar Fortschritte. In den vergangenen sieben Tagen seien Zellen vom Typ 4680 für 1.000 Fahrzeuge hergestellt worden, teilte das Unternehmen am 25. Dezember 2022 mit(öffnet im neuen Fenster) . Die Akkuzellen sollen die bisherigen Zellen vom Typ 2170 ersetzen und unter anderem eine größere Reichweite ermöglichen.

Nach Angaben des Blogs Electrek.co(öffnet im neuen Fenster) sind die Zellen für Strukturbatterien vorgesehen, die in Teslas neuer Fabrik im texanischen Austin in das Model Y eingebaut werden.

Nach Angaben von Tesla wurden in dem Zeitraum von sieben Tagen 868.000 Zellen produziert. Das bedeutet, dass die Akkus für die Long-Range-Version weiterhin nur 828 Zellen enthalten. Das sind deutlich weniger als die ursprünglich angenommenen 960 Zellen, die in der Strukturbatterie unterkommen sollten. Dennoch soll das Gewicht der Fahrzeuge nur rund 12 kg unter demjenigen der vergleichbaren Modelle mit 2170er Zellen liegen.

Tesla-Chef Elon Musk hatte den neuen Zellentyp auf dem sogenannten Battery Day im September 2020 angekündigt . Damals versprach Musk eine größere Reichweite und schnellere Ladezeiten.

Ersten Untersuchungen zufolge verfügen die Zellen jedoch nicht wie erwartet über eine deutlich höhere Energiedichte. Zudem ist die Ladegeschwindigkeit nicht so hoch, wie zunächst versprochen.

Ebenfalls ist es Tesla bislang nicht gelungen, die Kathoden der Zellen in einem Trockenverfahren herzustellen. Aus diesem Grund soll sich auch der Start der Batterieproduktion in der Tesla-Fabrik in Grünheide bei Berlin verzögern . Mit dem Verfahren spart Tesla deutlich Energie, vermeidet toxische Lösemittel und verbraucht weniger Wasser.

Auf absehbare Zeit dürfte die Produktion der 4680er Zellen daher noch hinter der Autoproduktion hinterherhinken. Sowohl in Austin als auch in Grünheide wurden zuletzt 3.000 Exemplare des Model Y pro Woche gebaut. Zudem soll in Grünheide demnächst auf einen Dreischichtbetrieb umgestellt werden, um auf die geplanten 10.000 Fahrzeuge pro Woche zu kommen.


Relevante Themen