Akkutechnik: Solid Power baut erste Festkörperakkus für Ford und BMW

Es sind immer noch Prototypen, aber in ausreichender Größe und Zahl, um damit erste Autos ausstatten zu können. Die Technik nähert sich dem Markt.

Artikel veröffentlicht am ,
Solid Power kann bereits Festkörperakkus in großem Format liefern.
Solid Power kann bereits Festkörperakkus in großem Format liefern. (Bild: Solid Power)

Die amerikanische Firma Solid Power hat eine Pilotanlage zur Fertigung von Prototypen ihrer Festkörperakkus fertiggestellt. Sie soll für Elektroautos geeignete großformatige Akkuzellen mit 60 bis 100 Ah Kapazität bauen. Diese sollen in Prototypen von Elektroautos eingebaut werden, damit sich Firmen wie Ford und BMW, die auch Firmenanteile an Solid Power besitzen, auf die Massenproduktion der Akkus vorbereiten können, das sogenannte A-Sample.

Stellenmarkt
  1. Softwareentwickler (m/w/d) für ERP-Software
    SysTec Systemtechnik und Industrieautomation GmbH, Bergheim
  2. Fachinformatiker (m/w/d) für Systemintegration - First Level Support
    B+S GmbH Logistik und Dienstleistungen, Bielefeld, Borgholzhausen, Alzenau
Detailsuche

Nach Firmenangaben erreichen die Akkuzellen eine Energiedichte von 390 Wh/kg und 930 Wh/l, überstehen über 1.000 Ladezyklen und können in 15 Minuten auf 80 Prozent Kapazität geladen werden. Sie verwenden eine Anode, die zu 50 Prozent aus Silizium besteht, das etwa die zehnfache Speicherkapazität der herkömmlichen Graphitanoden besitzt. Das feste Elektrolyt auf Sulfid-Basis, dessen genaue Bestandteile und Verarbeitung Geschäftsgeheimnis sind, ist wesentlich sicherer und temperaturstabiler als flüssige Elektrolyte.

Als nächsten Schritt will die Firma Zellen mit Lithiummetallanode bauen, die bei der gleichen Größe eine Energiedichte von 440 Wh/kg erreichen sollen, also 2,3 kg pro Kilowattstunde wiegen statt 2,6 kg. Die Einsparung von 300 g Gewicht soll aber die Ladezeit von 15 auf 20 Minuten verlängern. Herkömmliche Akkus mit Graphitanode erreichen nur Energiedichten von 250 bis 280 Wh/kg und wiegen 3,5 bis 4 kg pro kWh.

Die Pilotanlage ist noch keine große Fabrik

Bislang konnten die Anlagen der Firma nur Zellen mit 2 bis 20 Ah fertigen, mit denen zumindest das Funktionieren der Technologie demonstriert werden konnte. Die neue Anlage soll wöchentlich 300 der großen Zellen fertigen können, genug für ein Elektroauto alle ein bis zwei Wochen, je nach Kapazität des Akkus.

Golem Karrierewelt
  1. ITIL 4® Foundation: virtueller Zwei-Tage-Workshop
    18./19.07.2022, virtuell
  2. Cinema 4D Grundlagen: virtueller Drei-Tage-Workshop
    04.-06.07.2022, Virtuell
Weitere IT-Trainings

Die jährliche Produktionskapazität entspricht etwa vier bis sechs Megawattstunden und ist damit noch weit entfernt von üblichen industriellen Fabriken, die in Massenproduktion jährlich 15.000 bis 50.000 Megawattstunden Akkuzellen produzieren. Solid Power ist mit der Anlage etwa gleichauf mit SES, die Zellen mit ähnlicher Energiedichte entwickeln und Hersteller wie General Motors, Hyundai, Honda, Geely und SAIC beliefern wollen. Volkswagen wird hingegen auf die versprochenen Zellen von QuantumScape noch deutlich länger warten müssen.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


GuidoSH 09. Jun 2022 / Themenstart

Die 5 Sekunden bessere Zeit des BMW M4 kam nur nach der Testmethode von Sport Auto...

berritorre 08. Jun 2022 / Themenstart

OK, wenn damit Vollzyklen gemeint sind, und bei täglichem langsamen Nachladen zu Hause...

Dwalinn 08. Jun 2022 / Themenstart

2023 kommen erstmal nur kleine Akkus um Starterbatterien zu ersetzen das hochfahren der...

Dark Erebos 08. Jun 2022 / Themenstart

VW ist mit ca 30% Anteilseigner an Quantumscape und sollte Quantumscape nicht liefern...

Kommentieren



Aktuell auf der Startseite von Golem.de
Ohne Kreditrahmen
Action-Rollenspiele, die besser sind als Diablo Immortal

Enttäuscht von Blizzards Pay-to-Win-Diablo? Diese aktuellen Rollenspiele für Mobile und PC sind die besseren Alternativen.
Von Rainer Sigl

Ohne Kreditrahmen: Action-Rollenspiele, die besser sind als Diablo Immortal
Artikel
  1. Elektra Trainer: Elektroflugzeug aus Bayern fliegt zum ersten Mal
    Elektra Trainer
    Elektroflugzeug aus Bayern fliegt zum ersten Mal

    Der Elektra Trainer ist eines der wenigen elektrischen Flugzeuge für zwei Personen. Den Jungfernflug absolvierte der Pilot aber solo.

  2. Aya Neo Next 2: Mit Trackpads und Intels Arc-GPU gegen das Steam Deck
    Aya Neo Next 2
    Mit Trackpads und Intels Arc-GPU gegen das Steam Deck

    Der Aya Neo Next 2 ist mit Trackpads im Stil des Steam Deck ausgestattet. Allerdings soll er mit dedizierter GPU wesentlich schneller sein.

  3. TADF Technologie: Samsung kauft Cynora in Bruchsal und entlässt alle
    TADF Technologie
    Samsung kauft Cynora in Bruchsal und entlässt alle

    Der Cynora-Chef wollte das deutsche Start-up zum Einhorn entwickeln. Nun wurden die Patente und die TADF-Technologie von Samsung für 300 Millionen Dollar gekauft und das Unternehmen zerschlagen.

Du willst dich mit Golem.de beruflich verändern oder weiterbilden?
Zum Stellenmarkt
Zur Akademie
Zum Coaching
  • Schnäppchen, Rabatte und Top-Angebote
    Die besten Deals des Tages
    Daily Deals • LG UltraGear 27" WQHD 165 Hz 299€ • Switch OLED günstig wie nie: 333€ • MindStar (MSI Optix 27" WQHD 165 Hz 249€, MSI RX 6700 XT 499€) • Sony PS5-Controller 56,90€ • Alternate (SSDs & RAM von Kingston) • PNY RTX 3080 12GB günstig wie nie: 929€ • Top-TVs bis 53% Rabatt [Werbung]
    •  /