Akkutechnik: Produktionschefin von Quantumscape tritt zurück

Nach nur 11 Monaten im Amt tritt die Produktionchefin des Akku-Herstellers Quantumscape zurück, die bereits für Tesla und Panasonic gearbeitet hat.

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Quantumscape wollte die Revolution der Elektromobilität anführen.
Quantumscape wollte die Revolution der Elektromobilität anführen. (Bild: QuantumScape)

Celina Mikolajczak war Produktionschefin bei der Akkutechnologiefirma Quantumscape. Am 6. Juni ist sie von ihrem Posten zurückgetreten, die Entscheidung wurde am 10. Juni bekanntgegeben. Der Grund sind Unternehmensangaben zufolge Unterschiede im Managementstil. Die Aufgaben von Mikolajczak, der Aufbau der Produktionsanlagen und das Management der Versorgungsketten, übernimmt nun direkt Quantumscape-Chef Jagdeep Singh.

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Mikolajczak soll nur noch als Beraterin im wissenschaftlichen Rat des Unternehmens fungieren. Zuvor arbeitete sie für Tesla in der Akkuentwicklung und später bei Tesla-Zulieferer Panasonic Nordamerika als Chefin für Batterietechnologie. Schon vor ihrer 11-monatigen Amtszeit bei Quantumscape waren dort große Probleme in der Akkuentwicklung offensichtlich. Es gelang offenbar nicht, diese Probleme zu beheben. Die vor dem Börsengang vor 20 Monaten vorgelegten Zeitpläne werden nach Unternehmensangaben um mindestens 2 Jahre verfehlt.

Quantumscape hält nicht mit der Konkurrenz mit

Während Konkurrenzunternehmen wie Solid Power bereits Pilotanlagen zur Fertigung größerer Mengen von großformatigen Akkuzellen mit 60 bis 100 Ah für Elektroautos fertiggestellt haben, ist Quantumscape noch immer nur in der Lage, einzelne Akkuzellen mit etwa 3 Ah Kapazität aus dem Labor zu präsentieren. Dabei erfüllen die Zellen von Solid Power alle von Quantumscape gesetzten Ziele in Energiedichte, Ladegeschwindigkeit und Lebensdauer, während Quantumscape noch immer keine Angaben zur tatsächlichen Energiedichte seiner Zellen macht.

Quantumscape gehörte 2020 zu einer Reihe von sogenannten Spacs (Special Purpose Aquisition Companies), zu denen etwa auch Raumfahrtfirmen wie Virgin Galactic oder Astra Space gehören. Dabei wurden Briefkastenfirmen mit dem Zweck gegründet, durch einen Börsengang Geld einsammeln und anschließend eine zuvor festgelegte Firma zu übernehmen, ohne jedoch diese Firma klar zu benennen. Durch die anschließende Übernahme kommt das Unternehmen an die Börse, ohne sich beim Börsengang den üblichen Regularien der Börsenaufsicht zum Anlegerschutz unterwerfen zu müssen.

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Der Aktienkurs des Unternehmens fiel bereits am 9. Juni von rund 12 auf 11 US-Dollar und nach der Bekanntgabe am 10. Juni weiter auf rund 10 US-Dollar und 9 US-Dollar nach Handelsbeginn am Montag. Im Dezember 2020 erreichte der Kurs über 114 US-Dollar, trotz der fragwürdigen Präsentation des Geschäftsplans des Unternehmens.

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