• IT-Karriere:
  • Services:

Weniger Reichweite nach schneller Ladung

Das schnelle Laden hat einen Nachteil, den die Forscher nicht vermeiden können. Der Akku kann so nicht voll geladen werden, sondern nur zu 80 Prozent. Außerdem verwendeten die Wissenschaftler Graphit mit niedriger spezifischer Oberfläche, an dem sich weniger schädliche Ablagerungen bilden können. Auch das verringert die Kapazität etwas, dazu kommt noch die eingebaute Heizung.

Stellenmarkt
  1. DAW SE, Ober-Ramstadt
  2. Universität Bielefeld, Bielefeld

Die Akkuzellen, mit denen die Forscher den größten Teil ihrer Experimente durchführten, hatte nach der Schnellladung eine (spezifische) Kapazität von 146 Wattstunden pro Kilogramm. Eine optimierte Konstruktion der Zelle mit den gleichen Materialien sollte die Kapazität bei Schnellladung immerhin auf 167 Wh/kg erhöhen. Dieser Wert wurde nach Angaben der Forscher aber nur geschätzt, es wurden keine vollständigen Messreihen durchgeführt.

Akkus haben ein Drittel weniger Kapazität

Zum Vergleich: Die optimierte Akkuzelle hätte bei vollständiger Ladung eine Kapazität von 209 Wh/kg, während aktuelle Akkuzellen in Elektroautos wie neueren Teslas je nach Modell 240 bis 250 Wh/kg erreichen können. Der Luxus der Ladung in zehn Minuten geht also mit dem Verlust von einem Drittel der Reichweite einher.

Bevor die Akkus in Serie gehen können, müssen aber nicht nur die Produktionsanlagen der Akkus angepasst, die Kühlaggregate der Autos neu eingestellt und die Leistung der Ladesäulen erhöht werden. Die Schnellladung muss mit der optimierten Akkuzelle erst noch ausführlich getestet und auch außerhalb vom Labor untersucht werden. Die 2.500 Ladezyklen wurden bei immer gleichen Bedingungen im Labor in wenigen Monaten durchgeführt.

Über die extrapolierten 15 Jahre Betriebszeit müssen sie in einem Auto alle Jahreszeiten durchhalten. Dabei bleibt mehr Zeit für unerwartete chemische Reaktionen im Akku, nicht zuletzt im Hochsommer, wenn der Akku nicht nach jedem Ladevorgang auf 21 Grad abgekühlt werden kann. Unabhängig von den ausstehenden Tests zeigten die Forscher, dass höhere Temperaturen in Akkus nicht in allen Fällen vermieden werden müssen und auch positive Auswirkungen haben können.

Auch zu diesem Thema:

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed
 Akkutechnik: Eingebaute Heizung lässt Akkus schneller laden
  1.  
  2. 1
  3. 2


Anzeige
Top-Angebote
  1. ab 412,99€ Bestpreis auf Geizhals
  2. (u. a. Mafia - Definitive Edition für 35,99€, Take Two Promo (u. a. The Outer Worlds für 27...
  3. 349,99€

VigarLunaris 03. Nov 2019

Menschen sind faul. Akkus exisitieren schon schon lange, man kann einigermaßen mit ihnen...

ulink 01. Nov 2019

Nicht dürfte, das ist genau so. Wozu seinen Akku mit Schnelladung in 30 Minuten...

ulink 01. Nov 2019

Das ist deshalb nichts neues, weil das Tesla schon längst so macht.

Strulf 31. Okt 2019

Es geht hier, wie im Text beschrieben, weder um einen "neuen" Akku noch um einen über den...

SanderK 31. Okt 2019

Richtig! Aber es muss ja was geben, wo man sich Aufregen kann ;-)


Folgen Sie uns
       


    •  /