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Akkutechnik:
Warum VW, Tesla und Rivian gar keine Spitzenakkus brauchen

Ob Megapixel oder Gigahertz: Neue Technologie wird gern auf eine Zahl reduziert. Bei Akkus ist es die Energiedichte – und das ist unsinnig.
/ Frank Wunderlich-Pfeiffer
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Das Qilin Akkupack ermöglicht höhere Akkukapazität auch mit Zellen niedrigerer Energiedichte. (Bild: CATL)
Das Qilin Akkupack ermöglicht höhere Akkukapazität auch mit Zellen niedrigerer Energiedichte. Bild: CATL

Bei Akkus in der Elektromobilität wird immer wieder über eins geredet: die Energiedichte. Die Akkus speicherten zu wenig Energie, nur mit noch besseren Akkus könnten Elektroautos genug Reichweite haben. Das ist so nicht richtig. Ein Blick auf die real existierenden Elektroautos der diversen Hersteller zeigt: Die meisten Elektroautos werden mit reduzierter Reichweite verkauft und nutzen ihre Akkupacks gar nicht aus. Hersteller wie VW sind sogar stolz darauf(öffnet im neuen Fenster) , ganz flexibel Teile eines Akkupacks leer zu lassen. Wir erklären, welche Akkus welche Energiedichte erreichen und wofür sie gebraucht wird – und wofür nicht.

Besonders SUVs und schwere US-Pick-up-Trucks können auch mit einfacher Akkutechnik hohe Reichweiten erzielen. Je größer und schwerer die Autos werden, desto weniger wichtig sind kleine und leichte Akkus. Eine Rückkehr der Bleiakkus steht zwar nicht in Aussicht, aber der günstigste Rivian R1T Pick-up-Truck(öffnet im neuen Fenster) könnte seine 370 km Reichweite auch mit weniger als 100 Wh/kg erreichen, ohne Zusatzgewicht. Größere Energiedichte ermöglicht höhere Spitzenleistungen, die aber für viele Anwendungen nicht notwendig sind und mit knappen Rohstoffen und hohen Kosten einhergehen.

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