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Produktionskapazität ist noch zu klein für große Marktauswirkungen

Der Vorteil von NFPP ist nicht nur die höhere thermische Stabilität, sondern vor allem das Fehlen von Lithium und anderen seltenen Metallen in der Kathode sowie die Verwendung von Aluminium statt Kupferfolie als Trägermaterial in der Anode. Lithium würde sich mit Aluminium in der Anode chemisch als Legierung verbinden und dann die Trägerfolie bei weiteren Ladevorgängen zerstören. Deshalb kommen dort dünn ausgewalzte und damit teure Kupferfolien zum Einsatz.

Umgekehrt muss bei der Nutzung von LFP nur rund 60 Prozent der Menge von Kathodenmaterial hergestellt werden. Das verringert den Energiebedarf der Herstellung, jedoch müssen im Bergbau wegen der geringen Konzentrationen von Lithium- und Kupfererzen etwa die hundertfache Menge Gestein im Vergleich zu Natrium und Aluminium abgebaut werden. Lithium und Kupfer machen zusammen allerdings nur rund drei Prozent einer LFP-Zelle aus.

Das augenscheinlich größte Problem bei der Herstellung von NFPP-Akkus ist derzeit nicht der Bergbau, sondern die Herstellung des Kathoden- und Anodenmaterials. Laut CATL bestehen Herstellungskapazitäten von über 10.000 Tonnen Elektrodenmaterial pro Jahr. Jedoch entsprechen 10.000 Tonnen NFPP-Kathodenmaterial etwa einer Lkw-Ladung pro Tag und weniger als drei Gigawattstunden Kapazität pro Jahr. Und die Anode kommt noch hinzu.

Niedriger Lithiumpreis hat Ausbau verzögert

Immerhin wird die Skalierung eisenbasierter Natrium-Akkus nicht am Bergbau und der Verfügbarkeit der Rohstoffe scheitern, im Gegensatz zu vielen anderen Akkutechnologien. Im Vergleich zu CATLs Herstellungskapazität von 200 Gigawattstunden von Akkuzellen für stationäre Speicher, die Zellen mit Lithium oder Natrium herstellen können, sind 10.000 Tonnen Elektrodenmaterial bisher nicht viel. International sollen die Systeme in einem Jahr ausgeliefert werden.

Neben der wirtschaftlichen Situation in China dürften die Lithiumpreise der Hauptgrund für den zögerlichen Aufbau der Produktionskapazitäten sein. Im Zeitraum von 2022 bis 2023 erreichte das meist in Renminbi gehandelte Lithiumkarbonat Rekordpreise von 600 RMB pro kg – über 50 Euro pro kWh Akkukapazität – und lag für ein Jahr dauerhaft über 500 RMB.

Nach 2024 wurden hingegen Tiefstpreise von 60 RMB pro kg erreicht, überwiegend unter 100 RMB. Das aktuelle Niveau von 150 bis 200 RMB pro kg macht Natrium hingegen wieder attraktiver.

Nachtrag vom 25. Juni 2026, 21:25 Uhr

Durch ein Missverständnis besagte der Artikel zunächst, dass das System in nur einem Container mit 42t Gewicht ausgeliefert wird. Das wurde korrigiert. Golem dankt dem aufmerksamen Leser.


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