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Akkus: Apple springt ab, Varta-Produktion in Nördlingen muss schließen

Varta hat in Nördlingen winzige Lithium-Ionen-Akkus für Apples Airpods hergestellt. Nun muss die Produktion schließen.
/ Tobias Költzsch
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Die Knopfzellenproduktion in Nördlingen im Jahr 2020 (Bild: CHRISTOF STACHE/AFP via Getty Images)
Die Knopfzellenproduktion in Nördlingen im Jahr 2020 Bild: CHRISTOF STACHE/AFP via Getty Images

Der Batteriehersteller Varta muss eine komplette Produktion in seinem Werk im nordschwäbischen Nördlingen schließen, da ein sogenannter "Ankerhersteller" seinen Auftrag gekündigt hat und Knopfzellen-Akkus künftig in China kaufen wird. Bei dem Hersteller soll es sich der Augsburger Allgemeinen(öffnet im neuen Fenster) zufolge um Apple handeln.

Apple kaufte bei Varta bisher Lithium-Ionen-Knopfzellen für seine Airpods. Im Laufe der Jahre wurde die Produktionsstraße im Werk dadurch so spezialisiert, dass sie nicht für die Herstellung anderer Batterien verwendet werden konnte. Nun sollen rund 350 Beschäftigte ihren Arbeitsplatz verlieren.

"Die Varta Microbattery GmbH wurde nicht mehr für die neue Produktreihe berücksichtigt", erklärt Varta gegenüber der Augsburger Allgemeinen. "Damit entfällt für die hochspezialisierte Produktionseinheit der Varta Micro Production GmbH in Nördlingen die wirtschaftliche Grundlage und die damit verbundenen Arbeitsplätze."

Umstrukturierung mit Enteignung der Kleinaktionäre

Das Unternehmen Varta machte gerade erst eine umfangreiche Umstrukturierung durch, wodurch bereits Mitarbeiter entlassen und Kleinaktionäre enteignet wurden. Die Anteile wurden stattdessen an den Unternehmer Michael Tojner und den Sportwagenhersteller Porsche verteilt. Grund für die Krise war neben einer schwächelnden Nachfrage Kritikern zufolge auch, dass Varta sich zu abhängig von Apple gemacht hatte.

Die jetzige Produktionsschließung in Nördlingen scheint dies nun zu bestätigen. Varta-Chef Michael Ostermann will mit Arbeitnehmervertretern faire Lösungen finden.

"Die Entscheidung des Ankerkunden hat für den Standort Nördlingen sehr einschneidende Konsequenzen. Leidtragende sind allen voran unsere Mitarbeitenden vor Ort, die diese Entwicklung nicht zu vertreten haben", sagte Ostermann.


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