Akkuproblem: Darum hat der Galaxy Ring damals seinen Träger geknechtet

Rund drei Monate nach einem aufsehenerregenden Vorfall ist nun klar, warum ein Galaxy Ring seinem Träger so massive Probleme bereitet hat. Wie der betroffene Tech-Influencer Daniel Rotar auf der Plattform X(öffnet im neuen Fenster) schreibt, hat Samsung die interne Untersuchung inzwischen abgeschlossen, ergänzt um die zusätzliche Analyse einer unabhängigen externen Prüfstelle.
Beide Untersuchungen kommen laut dem Beitrag zum gleichen Ergebnis: Ursache war kein generelles Akkuproblem, sondern ein Defekt im Inneren des Rings.
Konkret führte ein Riss in der internen Kunststoff-Formgebung dazu, dass sich der Ring verformte und am Finger festsaß. Die Schwellung, die letztlich den Gang in eine Notaufnahme erforderlich machte und einen geplanten Flug verhinderte, ging demnach nicht auf einen Defekt der Batterie selbst zurück.
Keine Explosionsgefahr am Ringfinger!
Samsung betont ausdrücklich, dass aus den Analysen kein Hinweis auf ein grundsätzliches oder serienweites Sicherheitsrisiko der verbauten Akkus hervorgeht.
Das ist wichtig, weil ein echter Akku-Defekt potenziell Brand- oder Explosionsrisiken nach sich ziehen könnte und schwerwiegendere Rückrufe oder Nutzungseinschränkungen zur Folge hätte.
In seiner Stellungnahme erklärt der Konzern, die Sicherheit der Kunden habe oberste Priorität. Man sei während der Untersuchung in engem Austausch mit dem Betroffenen gewesen, also mit Rotar.
Der Galaxy Ring ist laut Samsung für den täglichen Gebrauch ausgelegt, Haltbarkeit stehe im Mittelpunkt des Designs. Warum es zu dem Riss in der internen Form gekommen sei, lasse sich rückblickend allerdings nicht eindeutig klären.
Unabhängig davon verweist Samsung auf Nutzerberichte zu einer deutlich verkürzten Akkulaufzeit. Diese Fälle betreffen nach Angaben des Unternehmens die Leistungsfähigkeit des Rings, nicht die Sicherheit. Wer statt der beworbenen mehrtägigen Laufzeit nur wenige Stunden Nutzung erreiche, solle sich an den Kundensupport wenden, damit der jeweilige Ring individuell geprüft werden könne.
Der Vorfall hatte im vergangenen Jahr für Aufmerksamkeit gesorgt, weil der Ring während des Tragens nicht mehr abgenommen werden konnte und schließlich medizinisch entfernt werden musste.