Abo
  • Services:

Powertop als Konfigurationswerkzeug

In der Tabelle Device Stats wird die Leistungsaufnahme der verbauten Hardware aufgelistet. Teils werden dort Werte über den ACPI-Bus ausgelesen, teils wird die Nutzung durch die Module oder Linux-Treiber angezeigt. In der letzten Rubrik namens Tunables werden Konfigurationswerte zur optimalen Energieaufnahme der verbauten Hardware aus dem virtuellen Dateisystem unter Sysfs angezeigt. Powertop unterscheidet hier zwischen guten und schlechten Werten. Per Enter-Taste können Werte mit Bad in Good umgeschaltet und so die Leistungsaufnahme verringert werden.

Stellenmarkt
  1. CSL Behring GmbH, Marburg, Hattersheim am Main
  2. Robert Bosch GmbH, Stuttgart

Allerdings sind diese Werte flüchtig, sie werden beim Abstecken und Anstecken des Ladegeräts, einem Neustart oder beim Aufwecken aus dem Ruhezustand zurückgesetzt. Erst mit dem Speichern in den entsprechenden Konfigurationsdateien bleiben sie permanent erhalten. In früheren Versionen zeigte Powertop noch an, welche Parameter in welchen Verzeichnissen in Sysfs gesetzt werden müssen. In der aktuellen Version muss der Anwender die Einstellungen selbst ermitteln. Wir wählten dazu die Anwendung Inotifywait, um die Aktivitäten im Sysfs-Verzeichnis zu überwachen.

Leistungshungrige Soft- und Hardware

Ist einmal das Verzeichnis ermittelt, in dem die Änderungen stattgefunden haben, können per cat die optimierten Werte ausgelesen werden. Mit dem Echo-Befehl lassen sich die Werte dann wieder hineinschreiben, etwa echo <Neuer Wert> > <Sysfs-Verzeichnis>. Die gesammelten Befehle werden anschließend in einem ausführbaren Skript untergebracht, das als Benutzer root im Verzeichnis /etc/pm/power.d gespeichert wird. Dort wird es dann aufgerufen, wenn das Gerät nicht mehr am Ladekabel hängt.

Allerdings sind nicht alle Einstellungen, die Powertop vorschlägt, auch sinnvoll oder werden unter der jeweiligen Linux-Distribution nicht richtig umgesetzt. Werden die Werte bei einigen USB-Ports abgeschaltet, sind sie auch dann nicht mehr nutzbar, wenn ein Gerät daran angeschlossen wird. Erst nach der Umstellung in Powertop unter Tuneables auf den Wert bad lassen sie sich wieder nutzen.

Mehrere Watt einsparen

Mit Powertop konnten wir auf den meisten Geräten mehrere Watt einsparen. Dabei nutzen wir nicht nur die Vorschläge der Anwendung, sondern schalteten auch kurzerhand nicht verwendete Hardware aus, etwa Bluetooth. Hier entdeckten wir, dass es nicht reicht, Bluetooth über die Benutzeroberfläche zu deaktivieren. Denn der Treiber sorgte weiter für eine Belastung des Systems. Das fiel uns erst in Powertop auf. Nachdem wir das Modul kurzerhand auf die schwarze Liste unter /etc/modprobe.d setzten, ließ sich auch dieser Stromfresser entfernen.

Der Werkzeugkasten von Golem.de ist eine Sammlung kleiner Hilfsprogramme, die die Redaktion einsetzt. Vielleicht gibt es Alternativen, die ein Problem besser lösen? Wir freuen uns über Rückmeldungen und Tipps zu vergleichbaren Werkzeugen - auch für andere Betriebssysteme - im Forum.

 Akkulaufzeiten: Powertop entlarvt Leistungsfresser unter Linux
  1.  
  2. 1
  3. 2


Anzeige
Blu-ray-Angebote
  1. (u. a. ES Blu-ray 10,83€, Die nackte Kanone Blu-ray-Box-Set 14,99€)
  2. (u. a. 3 Blu-rays für 15€, 2 Neuheiten für 15€)

Satan 08. Apr 2012

Wobei man aber sagen muss, dass KDE noch nen haufen unsinniger Bugs hat, die sich...

inb4 08. Apr 2012

den github link hab ich von der dev mailing liste, wurde paar mal erwähnt. also gehe ich...

__destruct() 07. Apr 2012

Oder zumindest wird es das Tool nicht schlechter machen. Besondere Förderung durch...

pythoneer 06. Apr 2012

Hi, ich habe die von Endwickler geposteten Bilder auf einen gewissen "koun" auf...


Folgen Sie uns
       


Audi Holoride ausprobiert (CES 2019)

Dirk Kunde probiert für Golem.de den Holoride von Audi aus. Gemeinsam mit Marvel-Figuren wie Rocket aus Guardians of the Galaxy sitzt er dafür auf der Rückbank, während es um eine Rennstrecke geht.

Audi Holoride ausprobiert (CES 2019) Video aufrufen
Nubia Red Magic Mars im Hands On: Gaming-Smartphone mit Top-Ausstattung für 390 Euro
Nubia Red Magic Mars im Hands On
Gaming-Smartphone mit Top-Ausstattung für 390 Euro

CES 2019 Mit dem Red Magic Mars bringt Nubia ein interessantes und vor allem verhältnismäßig preiswertes Gaming-Smartphone nach Deutschland. Es hat einen Leistungsmodus und Schulter-Sensortasten, die beim Zocken helfen können.
Ein Hands on von Tobias Költzsch

  1. Hypersense-Prototypen ausprobiert Razers Rumpel-Peripherie sorgt für Immersion
  2. ATH-ANC900BT Audio Technica zeigt neuen ANC-Kopfhörer
  3. Smart Clock Lenovo setzt bei Echo-Spot-Variante auf Google Assistant

Eden ISS: Raumfahrt-Salat für Antarktis-Bewohner
Eden ISS
Raumfahrt-Salat für Antarktis-Bewohner

Wer in der Antarktis überwintert, träumt irgendwann von frischem Grün. Bei der Station Neumayer III hat das DLR vor einem Jahr ein Gewächshaus in einem Container aufgestellt, in dem ein Forscher Salat und Gemüse angebaut hat. Das Projekt war ein Test für künftige Raumfahrtmissionen. Der verlief erfolgreich, aber nicht reibungslos.
Ein Interview von Werner Pluta

  1. Eden ISS DLR will Gewächshaus-Container am Südpol aus Bremen steuern
  2. Eu-Cropis DLR züchtet Tomaten im Weltall
  3. NGT Cargo Der Güterzug der Zukunft fährt 400 km/h

Geforce RTX 2060 im Test: Gute Karte zum gutem Preis mit Speicher-Aber
Geforce RTX 2060 im Test
Gute Karte zum gutem Preis mit Speicher-Aber

Mit der Geforce RTX 2060 hat Nvidia die bisher günstigste Grafikkarte mit Turing-Architektur veröffentlicht. Für 370 Euro erhalten Spieler genug Leistung für 1080p oder 1440p und sogar für Raytracing, bei vollen Schatten- oder Textur-Details wird es aber in seltenen Fällen ruckelig.
Ein Test von Marc Sauter

  1. Geforce RTX 2060 Founder's Edition kostet 370 Euro
  2. Turing-Architektur Nvidia stellt schnelle Geforce RTX für Notebooks vor
  3. Turing-Grafikkarte Nvidia plant Geforce RTX 2060

    •  /