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Akkulaufzeit: Apple, warum bekommen wir das schlechtere iPhone?

Apples neue Pro-iPhones halten in den USA länger durch als in Deutschland. Dafür gibt es einen simplen Grund – aber keine gute Entschuldigung.
/ Peter Steinlechner
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Artwork iPhone 18 Pro und iPhone Pro Max (Bild: Apple)
Artwork iPhone 18 Pro und iPhone Pro Max Bild: Apple

Wer in Deutschland ein iPhone 18 Pro Max kauft, bekommt weniger Akku als Kunden in den USA, Kanada oder Japan. Schon bei den iPhone-17-Pro-Modellen war das so. Es ist kein Drama. Ärgerlich ist es trotzdem – vor allem, weil es dafür im Jahr 2026 kaum noch einen überzeugenden Grund gibt.

Apple bestätigt selbst, dass die ausschließlich für eSIM ausgelegten USA-Modelle einen größeren Akku besitzen: Sie nutzen den Platz, den bei unserem Modell der Einschub für die physische SIM-Karte beansprucht.

Beim iPhone 18 Pro nennt Apple in Deutschland bis zu 34 Stunden Videowiedergabe, in den USA sind es 36 Stunden. Beim iPhone 18 Pro Max stehen 43 Stunden hierzulande 45 Stunden in den USA gegenüber.

Man könnte natürlich argumentieren, dass wir Europäer ohnehin weniger Akku benötigen. Schließlich können wir ihn gar nicht für all die schönen neuen KI- und Health-Funktionen verbrauchen, die wegen Datenschutz, Regulierung oder fehlender Lokalisierung gerne erst einmal in den USA starten. Das wäre allerdings eine ziemlich zynische Form des Energiesparens.

Dass der SIM-Schacht Platz benötigt und deshalb weniger Raum für den Akku bleibt, leuchtet ein. Was nicht einleuchtet: Warum zwingt Apple alle deutschen Käufer zu diesem Tauschgeschäft?

Eigen-Import ist keine echte Option

eSIM ist bei Telekom, Vodafone und O2 längst Alltag. Zwei eSIMs lassen sich gleichzeitig verwenden. Beim neuen iPhone Duo geht es schließlich auch: Das Foldable setzt weltweit auf eSIM und hat entsprechend überall gleich große Akkus.

Wer unbedingt den größten Akku will, könnte theoretisch importieren. Die eSIM-only-Versionen verkauft Apple unter anderem in den USA, Kanada, Japan und den Vereinigten Arabischen Emiraten. Innerhalb der EU hilft die Suche dagegen nicht.

Wegen Garantiefragen, möglicher regionaler Unterschiede und Importkosten ist das für die meisten Käufer ohnehin keine ernsthafte Alternative.

Apple müsste den SIM-Schacht in Europa nicht einmal komplett abschaffen. Warum nicht einfach beide Varianten anbieten? Gerade im eigenen Onlineshop wäre eine Wahl zwischen Nano-SIM-Version und eSIM-only-Modell problemlos machbar.

Wer unbedingt eine Plastikkarte ins Smartphone stecken möchte, nimmt das bisherige Modell. Wer maximale Laufzeit will, bestellt die Variante mit größerem Akku.

Besonders absurd wirkt die Situation beim Pro Max. Laufzeit ist schließlich eines der wichtigsten Argumente für Apples größtes und teuerstes klassisches iPhone. Ausgerechnet davon bekommen Kunden in Deutschland weniger als anderswo.

IMHO ist der Kommentar von Golem.de. IMHO = In My Humble Opinion (Meiner bescheidenen Meinung nach)


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