Akku: Musk soll Ultimatum für 4680-Batteriezelle gesetzt haben
Tesla-Chef Elon Musk soll seinem Team laut einem Bericht von The Information(öffnet im neuen Fenster) bis Ende des Jahres Zeit gegeben haben, um die anhaltenden Probleme bei der Produktion der Zelle 4680 zu lösen.
Die 4680-Zelle, die nach ihren Abmessungen (46 mm Durchmesser und 80 mm Höhe) benannt ist, wurde im Jahr 2020 vorgestellt . Tesla gibt an, sie werde die Produktion von Elektrofahrzeugen erheblich beeinflussen, indem sie die Kosten senke, die Reichweite erhöhe und schnellere Ladezeiten ermögliche.
Die Umsetzung dieser Ziele war mit zahlreichen Herausforderungen verbunden. Schon im November 2022 kam heraus, dass Teslas 4680-Akkus weniger Strom speichern können als gedacht.
Insider vermuten laut dem Bericht von The Information, dass die eingeschränkte Verwendung der Zellen auf ungelöste Leistungs- und Kostenprobleme zurückzuführen sei. Musk habe sein Team angewiesen, die Probleme bis Ende 2024 zu beheben, wobei der Schwerpunkt auf der Reduzierung der Kosten und der Skalierung liege.
Probleme mit der Trockenbeschichtung
Eine der größten Hürden ist dem Bericht nach das Trockenbeschichtungsverfahren für die Kathode. Diese Technologie, die Tesla durch den Kauf von Maxwell Technology erwarb, sollte in Bezug auf Leistung und Kosten eine entscheidende Verbesserung darstellen.
Während Tesla die Trockenbeschichtung der Anode wohl erfolgreich umsetzte, gibt es bei der Kathode laut Bericht noch immer Probleme .
Was passiert beim Überschreiten der Frist?
Quellen, die mit dem Thema vertraut sind, deuteten laut The Information an, dass Musk die Pläne für die Massenproduktion der 4680-Zelle aufgeben könnte, wenn die Probleme nicht innerhalb des vorgegebenen Zeitrahmens gelöst würden. Das Unternehmen hatte in einem Investorengespräch angekündigt, dass es bis Ende des Jahres die Kosten pro Kilowattstunde der Zelllieferanten mit seiner eigenen 4680-Zelle unterbieten wolle.
Allerdings machen auch andere Hersteller Fortschritte. Auf dem International Battery Seminar präsentierte der Akkuhersteller EVE im März 2023 die technischen Spezifikationen einer neuen 4695-Akkuzelle , die BMW ab 2025 in neuen Elektrofahrzeugen einsetzen will. Der Energiegehalt dieser 4695-Zellen soll im Vergleich zu Teslas 4680-Zellen um etwa 46 Prozent höher sein, bei nur 21 Prozent höherem Gewicht.
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