Akku-Management: Volkswagen ruft US-Elektro-Golfs zurück

Elektro-Golfs in den USA brauchen eine Software-Aktualisierung. Die derzeitige Version kann überempfindlich reagieren und das Auto lahmlegen.

Artikel veröffentlicht am ,
Golf-E könnte Spannungsspitze als schweres Akkuproblem interpretieren.
Golf-E könnte Spannungsspitze als schweres Akkuproblem interpretieren. (Bild: Werner Pluta/Golem.de)

Neues Ungemach für Volkswagen (VW) in den USA: Der Wolfsburger Konzern ruft die Elektro-Golfs zurück. Die Besitzer der Elektroautos sollen für eine Software-Aktualisierung eine Werkstatt aufsuchen.

Grund für den Rückruf sei ein "überempfindliches Diagnoseprogramm" im Akku-Management, heißt es in einer Mitteilung (PDF) der US-Verkehrssicherheitsbehörde National Highway Traffic Safety Administration (NHTSA) an die VW-Händler. Das System könne unter bestimmten Umständen eine kurzzeitige Spannungsspitze als schweres Akkuproblem interpretieren und diesen abschalten - und damit auch den Elektromotor des Autos.

Bremsen und Lenkung sind nicht betroffen

"Das unerwartete Abschalten des Elektromotors des Autos kann zu einem Unfall führen", resümiert die NHTSA. Allerdings kann das Auto dann noch gelenkt und zum Stillstand gebracht werden: Bremsen, Lenkung und Airbags sind vom Abschalten nicht betroffen, da sie über ein 12-Volt-System betrieben werden.

Der Rückruf gilt für alle E-Golfs, die zwischen dem 21. Mai 2014 und dem 1. März 2016 gebaut wurden. Betroffen sind auch nur Fahrzeuge den USA - Grund für den Fehler ist laut VW das Stromsystem in den USA, das mit einer Spannung von 110 Volt arbeitet. Insgesamt geht es um 5.561 Autos. Die Besitzer sollen eine VW-Vertragswerkstatt ansteuern. Dort wird eine neue Software für das Akku-Management installiert.

Der Rückruf dürfte VW kaum gelegen kommen: Die Reputation des Herstellers ist durch die Manipulationen bei der Motorensoftware schon angeschlagen.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


GTaur 30. Mär 2016

Tja, typisch VW eben... Die wissen eben, dass man ihrer Kundschaft alles erzählen kann...

energieingenieur 29. Mär 2016

Tesla macht schon einiges per Remote. z.B. die Aktivierung der Autopilot-Funktionen oder...

jg (Golem.de) 29. Mär 2016

Danke für den Hinweis, ist korrigiert!



Aktuell auf der Startseite von Golem.de
Whistleblower
Ehemaliger US-Konteradmiral äußert sich zu Außerirdischen

Wieder hat sich in den USA ein ehemals hochrangiger Militär und Beamter über Kontakte mit Aliens geäußert.

Whistleblower: Ehemaliger US-Konteradmiral äußert sich zu Außerirdischen
Artikel
  1. Schadstoffnorm 7: Neue Grenzwerte für Abrieb gelten auch für E-Autos
    Schadstoffnorm 7
    Neue Grenzwerte für Abrieb gelten auch für E-Autos

    Die neue Euronorm 7 legt nicht nur Grenzwerte für Bremsen- und Reifenabrieb fest, sondern auch Mindestanforderungen für Akkus.

  2. Ramjet: General Electric testet Hyperschalltriebwerk
    Ramjet
    General Electric testet Hyperschalltriebwerk

    Das Triebwerk soll Flüge mit Mach 5 ermöglichen.

  3. Elektroautos: Mercedes und Stellantis übernehmen komplette Umweltprämie
    Elektroautos
    Mercedes und Stellantis übernehmen komplette Umweltprämie

    Nach dem abrupten Aus der staatlichen Förderung springen erste Hersteller von Elektroautos ein.

Du willst dich mit Golem.de beruflich verändern oder weiterbilden?
Zum Stellenmarkt
Zur Akademie
Zum Coaching
  • Schnäppchen, Rabatte und Top-Angebote
    Die besten Deals des Tages
    • Daily Deals • Last-Minute-Angebote bei Amazon • Avatar & The Crew Motorfest bis -50% • Xbox Series X 399€ • Cherry MX Board 3.0 S 49,95€ • Crucial MX500 2 TB 110,90€ • AVM FRITZ!Box 7590 AX + FRITZ!DECT 500 219€ [Werbung]
    •  /