Akamais State of the Internet: Die schnellsten Leitungen gibt es in Südkorea

Einer der größten CDN-Anbieter, Akamai, hat seinen Bericht zum Stand der IPv4-Internet-Verbindungen veröffentlicht. Die Bandbreite steigt auf Nutzerseite teils erheblich an. In Europa liegen vor allem Skandinavier und Schweizer vorn. Doch selbst 4 MBit/s sind weltweit noch lange kein Standard.

Artikel veröffentlicht am ,
Trotz Geschwindigkeitseinbruch bei Internetanschlüssen liegt Südkorea an der Spitze.
Trotz Geschwindigkeitseinbruch bei Internetanschlüssen liegt Südkorea an der Spitze. (Bild: Akamai State of the Internet)

Laut dem aktuellen Bericht State of the Internet zum dritten Quartal 2015, der Mitte Dezember 2015 veröffentlicht wurde, bietet Südkorea seinen Internetnutzern im Durchschnitt die schnellsten Leitungen. 20,4 MBit/s hat das Content Delivery Network (CDN) Akamai bei IPv4-Verbindungen in dem ostasiatischen Land vermessen. Zwar ist die Datenrate in dem Land im Vergleich zum letzten Jahr erheblich gesunken (-19 Prozent), doch der Abstand zu den Plätzen zwei und drei ist immer noch groß.

Inhalt:
  1. Akamais State of the Internet: Die schnellsten Leitungen gibt es in Südkorea
  2. 4 MBit/s sind weltweit noch lange kein Standard

Schweden erreicht 17,4 MBit/s, Norwegen 16,4 MBit/s. In beiden Ländern hat sich über das Jahr gesehen die Bandbreite mit 23 beziehungsweise 44 Prozent erheblich gesteigert. Auf Platz vier liegen die Schweizer. Auch sie konnten im Jahresvergleich mit rund 12 Prozent auf nun 16,2 MBit/s zulegen. Deutschland liegt in der weltweiten Statistik mit 11,5 MBit/s auf Platz 22. Österreich erreicht mit 11,4 MBit/s den Folgeplatz.

Interessanter als die reinen Durchschnittswerte ist die statistische Verteilung der Mindestgeschwindigkeit der Internetverbindung. Zwar ist das Angebot von sehr schnellen Leitungen per VDSL (Vectoring) oder Kabelverbindungen mit Werten zwischen 50 und 100 MBit/s sehr hoch, doch aus Sicht des CDN finden sich solche Leitungen im Durchschnitt kaum. Inhalteanbieter sind also angehalten, möglichst auch auf geringe Bandbreiten hin zu optimieren. Das geht so weit, dass Akamai für eine Mindestgeschwindigkeit von 25 MBit/s derzeit nur 44 Länder erfasst und eine unvollständige Statistik präsentiert.

Nur wenigen deutschen Nutzern stehen 15 MBit/s und mehr zur Verfügung

Deutschland liegt beispielsweise mit 11,5 MBit/s zwar in der weltweiten Statistik recht weit oben, doch der Blick auf die Verteilung von Anschlüssen mit 15 MBit/s und mehr zeigt, dass nur 19 Prozent der deutschen Anwender im dritten Quartal 2015 diese Bandbreite zur Verfügung hatten. In Österreich sind es nur 17 Prozent. Besonders viele schnelle Anschlüsse gibt es in der Schweiz mit 36 Prozent. Das ist fast auf dem Niveau von Norwegen (37 Prozent) und Schweden (38 Prozent). In Südkorea liegt die Rate bei 45 Prozent und ist weltweit Spitze.

Akamai betrachtet auch eine Mindestgeschwindigkeit von 10 MBit/s. Hier sieht die Statistik besser aus, von einer flächendeckenden Verbreitung kann allerdings nicht die Rede sein. In Österreich erreichen 33 Prozent der Nutzer diese Mindestgeschwindigkeit, in Deutschland 37 Prozent. In der Schweiz erreicht der überwiegende Teil der Internetanschlüsse diese Geschwindigkeit, nämlich 61 Prozent. Damit liegt das Land weltweit auf Platz zwei hinter Südkorea mit 68 Prozent.

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4 MBit/s sind weltweit noch lange kein Standard 
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spezi 29. Dez 2015

Die Ergebnisse variieren natürlich erheblich mit der Art, wie die Daten erhoben werden...

Michael H. 29. Dez 2015

Mein Router hat auch ein 1200Mbit 5GHz W-Lan, damit geht auch schon einiges mehr als nur...

trkiller 29. Dez 2015

Hier werden doch Kriegsgeräte geschenkt, von daher kann man die Steuer auch anders...

marcel. 29. Dez 2015

Interessanterweise ist hier bei Deutschland sogar eine Verschlechterung innerhalb des...



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