Akamai: Steigende Nachfrage für illegale Kopien von Filmen
Von Januar und September 2021 erreichte die weltweite Nachfrage nach illegalen Kopien einen Umfang von 3,7 Milliarden Streams und Downloads. Das gab der Content-Delivery-Network-Betreiber Akamai Technologies am 26. Januar 2022 bekannt(öffnet im neuen Fenster) . Gemessen wurden Torrent-Downloads und Websites, die den Zugriff auf Filme und Serien direkt über den Browser oder über eine App anbieten.
Der Studie zufolge haben 61,5 Prozent derjenigen, die die Websites mit illegalen Kopien besucht haben, direkt auf sie zugegriffen, während 28,6 Prozent danach gesucht haben. Die Angaben beruhen auf Messungen von Akamai und Muso, einem britisches Unternehmen, das sich mit illegalem Filesharing beschäftigt.
Besorgniserregender sei, dass das illegale Kopieren in vielen Bereichen ein wachsendes Problem darstelle "mit einem Gesamtanstieg von 16 Prozent im Vergleich zum vorigen Neunmonatszeitraum" sagte James Mason, Chief Technologie Officer von Muso.
Zwischen Januar 2021 und September 2021 wurden insgesamt 132 Milliarden Aufrufe von Websites mit illegalen Kopien verzeichnet. Weltweit waren die USA (13,5 Milliarden), gefolgt von Russland (7,2 Milliarden), Indien (6,5 Milliarden), China (5,9 Milliarden) und Brasilien (4,5 Milliarden) die fünf wichtigsten Standorte für Besucher im vergangenen Jahr. Damit hat Deutschland seine frühere Spitzenstellung in den Bereich verloren.
Auf seinem Youtube-Kanal berichtete Rechtsanwalt Christian Solmecke dazu: "Lange Zeit war Filesharing auf dem absteigenden Ast, aber jetzt kommt die nächste Welle. In den vergangenen zehn Jahren ist Filesharing abgeflacht, geht aber gerade rapide aufwärts."
Durch das früher relativ breite Angebot von Netflix zu einem günstigen Preis sei die Bittorrent-Nutzung in der Vergangenheit stark zurückgegangen, meinte Solmecke. Aber inzwischen seien viele Konkurrenten auf dem Markt, die zusätzlich Geld kosten. "Daher geht ein Trend dahin, überhaupt kein Abo mehr zu haben und wieder Filesharing zu nutzen" , sagte Solmecke. Es gebe eine "regelrechte Renaissance der Peer-to-Peer-Netzwerke" .
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