Akademik Lomonossow: Russisches Atomkraftwerk wird bald nach Sibirien geschleppt

Das im vergangenen Jahr fertiggestellte schwimmende russische Atomkraftwerk Akademik Lomonossow ist einsatzbereit. Es soll in wenigen Wochen an seinen Bestimmungsort in Sibirien gebracht werden.

Artikel veröffentlicht am ,
Schwimmendes Atomkraftwerk Akademik Lomonossow (bei der Abfahrt in St. Petersburg 2018): Reaktoren angefahren und getestet
Schwimmendes Atomkraftwerk Akademik Lomonossow (bei der Abfahrt in St. Petersburg 2018): Reaktoren angefahren und getestet (Bild: Rosatom)

Das schwimmende russische Atomkraftwerk Akademik Lomonossow wird im kommenden Monat an seinen Bestimmungsort in die Hafenstadt Pewek in Sibirien geschleppt. Es soll noch in diesem Jahr seinen Betrieb aufnehmen.

Stellenmarkt
  1. Spezialistin Supportmanagement (m/w/d)
    Stadtwerke München GmbH, München
  2. Full Stack Web Developer (w/m/d)
    Personalwerk GmbH, Karben
Detailsuche

Akademik Lomonossow wurde in St. Petersburg gebaut. Derzeit liegt das schwimmende Atomkraftwerk in der nordrussischen Hafenstadt Murmansk. Dorthin wurde es im vergangenen Jahr durch die Ostsee und um Norwegen herum geschleppt - Akademik Lomonossow hat keinen eigenen Antrieb.

In Murmansk wurden unter anderem die beiden Reaktoren angefahren und getestet. Es sind Druckwasserreaktoren - ähnlich denen in U-Booten und Eisbrechern. Sie haben eine elektrische Leistung von etwa 70 Megawatt. Alle Systeme für die Stromerzeugung sowie die Lager für die Brennstäbe sind an Bord untergebracht. Auch die Mannschaften wohnen auf dem Schiff. Über 340 Mann werden rund um die Uhr in dem Kraftwerk arbeiten.

Im August wird Akademik Lomonossow, die inzwischen in den russischen Farben Weiß, Blau und Rot gestrichen wurde, nach Pewek geschleppt. Das Kraftwerk soll die Stadt, ihren Hafen, Ölbohrplattformen sowie eine Meerwasserentsalzungsanlage mit Strom versorgen. Zudem wird es Fernwärme liefern. Die entsprechende Infrastruktur in der Stadt wird derzeit gebaut. Akademik Lomonossow soll im Dezember in Betrieb gehen. Die Betriebserlaubnis gilt zunächst für zehn Jahre.

Golem Karrierewelt
  1. Adobe Premiere Pro Aufbaukurs: virtueller Zwei-Tage-Workshop
    14./15.07.2022, Virtuell
  2. Blender Grundkurs: virtueller Drei-Tage-Workshop
    06.-08.09.2022, Virtuell
Weitere IT-Trainings

Pewek ist die nördlichste Stadt Russlands. Sie hat einen Hafen an der Nordostpassage, einem wichtigen Seeweg entlang der Nordküste Eurasiens nach Ostasien. In der Umgebung Peweks werden Bodenschätze abgebaut. Zudem werden unter dem Meeresboden in der Polarregion, auf die Russland territoriale Ansprüche erhebt, Öl- und Gasvorkommen vermutet. Mit dem Kraftwerk unterstreicht Russland diesen Anspruch.

Experten halten das Sicherheitskonzept für ausreichend. So hat der Reaktor ein aktives, mit Pumpen betriebenes Notfallkühlsystem. Beim Ausfall aller Kühlpumpen werden Brennelemente über die natürliche Konvektion des Wassers im Reaktor gekühlt, die Zerfallswärme wird über die Dampferzeuger abgeführt. So kann der Reaktor 24 Stunden ohne aktive Kühlung auskommen. Das Containment soll - anders als das im japanischen Atomkraftwerk Fukushima - auch bei einer Kernschmelze dicht bleiben.

Dennoch ist das schwimmende Atomkraftwerk umstritten. Die Umweltschutzorganstation Greenpeace warnte im vergangenen Jahr vor einem "Tschernobyl auf Eis". Umweltschützer befürchten, ein Tsunami könnte den Ponton an Land schwemmen, wo er von der Kühlwasserversorgung abgeschnitten wäre.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


Eheran 04. Aug 2019

Bei 100 Tagen eingeplantem Winter wäre die nötige Reserve mit vielleicht 40000m³ schon...

osolemiox 02. Aug 2019

Was ich gleich zweimal in Folge widerlegt habe. Wenn man den ersten Teil der Rechnung...

Hello_World 02. Aug 2019

Keine seriöse Untersuchung kommt annähernd auf solche Zahlen. WHO und IAEA haben das...

JackIsBack 02. Aug 2019

Das spielt doch gar keine Rollen weil die meisten nur in der Stadt fahren. Die Leute...



Aktuell auf der Startseite von Golem.de
US-Streaming
Abonnenten immer unzufriedener mit Netflix

Wenn Netflix-Abonnenten das Abo kündigen, wird vor allem der hohe Preis sowie ein schlechtes Preis-Leistungs-Verhältnis als Grund dafür genannt.

US-Streaming: Abonnenten immer unzufriedener mit Netflix
Artikel
  1. Smart Watch: Apple Watch Series 8 soll Fieberthermometer bekommen
    Smart Watch
    Apple Watch Series 8 soll Fieberthermometer bekommen

    Apple plant für die kommende Apple Watch Series 8 offenbar ein Thermometer zur Messung der Körpertemperatur.

  2. Fahrzeugauslieferungen: Erfolgsserie bei Tesla beendet
    Fahrzeugauslieferungen
    Erfolgsserie bei Tesla beendet

    Ständig steigende Auslieferungszahlen sind bei Tesla erstmal vorbei. Der Grund liegt in Schanghai.

  3. Mojo Lens: Erster Tragetest mit Augmented-Reality-Kontaktlinse
    Mojo Lens
    Erster Tragetest mit Augmented-Reality-Kontaktlinse

    Ein winziges Micro-LED-Display, ein Funkmodem, ein Akku - und kein Kabel: Der Chef von Mojo Lens hat seine AR-Kontaktlinse im Auge getragen.

Du willst dich mit Golem.de beruflich verändern oder weiterbilden?
Zum Stellenmarkt
Zur Akademie
Zum Coaching
  • Schnäppchen, Rabatte und Top-Angebote
    Die besten Deals des Tages
    Daily Deals • Nur noch bis 9 Uhr: The Quarry + PS5-Controller 99,99€ • Mindstar (Gigabyte RTX 3060 OC LHR 399€, ASRock Z590M Pro4 99€, Apple AirPods Pro 169€) • MSI RTX 3080 Ti Ventus 3X 12G OC 1.049€ • be quiet! Pure Rock 2 25,10€ • SanDisk microSDXC 400 GB 29€ • Samsung Galaxy Watch 3 119€ • Top-PC mit Ryzen 7 & RTX 3070 Ti 1.700€ [Werbung]
    •  /