Airpointr: Gestensteuerung für das Raspberry Pi
Das Unternehmen Myestro(öffnet im neuen Fenster) hat mit Airpointr(öffnet im neuen Fenster) eine Software für das Raspberry Pi vorgestellt, die kontinuierlich ein Kamerabild analysiert und dabei Gesten des Benutzers erkennt. So sollen sich Programme auch ohne Tastatur, Maus oder TV-Fernbedienung bedienen lassen. Als Gesten werden derzeit Kreis-, Wisch- und Zeigerbewegungen erkannt(öffnet im neuen Fenster) .
Das Programm funktioniert nur mit einem Farb- oder Infrarot-Kameramodul, das direkt über die CSI-Schnittstelle (Camera Serial Interface) angebunden ist. Das Bild wird so direkt in den Speicher der Videocore-GPU geladen und analysiert. Das wäre mit einer USB-Kamera laut dem Hersteller so nicht möglich.

Durch die Nutzung der GPU wird die 3D-Grafikleistung des Raspberry Pi beim 2er-Modell beeinträchtigt, beim 3er-Modell hingegen weniger, da es zwei Grafikkerne hat. Davon sind vor allem OpenGL-Anwendungen betroffen. Die für das Abspielen von Videos wichtige Videodecoder-Einheit wird davon aber nicht beeinflusst.
Derzeit bietet der Hersteller Scripte(öffnet im neuen Fenster) an, mit denen der Music Player Daemon und Kodi mit Handgesten gesteuert werden können. Eigene Programme können über eine API auf die Steuerung zurückgreifen. Das gilt auch für HTML-5-Anwendungen, die über ein Websocket mit Airpointr kommunizieren können. Über ein Webinterface können das Kamerabild und die Gestenerkennung auch geprüft werden.
Kostenlos ist Airpointr für das Raspberry Pi nicht, aktuell verlangt der Hersteller mit Mehrwertsteuer 10 Euro für eine Lizenz des Programms. Eine kostenlose Demo läuft nur 30 Minuten.
Die zugrundeliegende Technik zur Gestenerkennung steht sowohl für die Unity-Engine als auch für weitere Linux-Systeme und Android zur Verfügung.
- Anzeige Hier geht es zum Raspberry Pi 4 Modell B bei Amazon Wenn Sie auf diesen Link klicken und darüber einkaufen, erhält Golem eine kleine Provision. Dies ändert nichts am Preis der Artikel.



