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Galaxy Buds folgen dem schlechten Vorbild Apples

Es ist bedauerlich, dass Samsung dem nicht vorbildhaften Verhalten von Apple nacheifert und für die eigenen Bluetooth-Hörstöpsel eine Kundengruppe ausschließt. In dem Fall sind es die Apple-Kunden, die von Samsung nicht beachtet werden. Zwar bieten die Galaxy Buds keine Komfortfunktionen wie Ohrerkennung, aber dennoch ist es störend, dass wir die Stöpsel nur mit einem Android-Gerät konfigurieren können. Auch Firmware-Updates der Hörstöpsel sind mit einem iOS-Gerät schlicht nicht möglich. Wir haben bei Samsung nachgefragt, derzeit gebe es keine Pläne, eine App für iOS nachzuliefern.

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Auf Android-Geräten ist die Einrichtung der passenden App maximal kompliziert. Wir müssen nicht nur die Galaxy-Wearable-App von Samsung installieren, sondern im Anschluss daran noch ein Plug-in für die App. So einen aufwendigen Installationsprozess haben wir bisher bei keinen anderen Bluetooth-Hörstöpseln erlebt.

Auf einem Honor-Smartphone mit Android 7.x wurde die Samsung-App im Play Store nicht angezeigt - vergleichbare Probleme haben wir bei keinem anderen bisher getesteten Hörstöpsel erlebt. Selbst mit einem Android-Gerät kann es dem Käufer also passieren, dass die App nicht dafür angeboten wird und die Hörstöpsel dann nur mit den gleichen Beschränkungen wie bei iPhone-Besitzern genutzt werden können.

  • Galaxy Buds (l.), rechts die Airpods 2 (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Galaxy Buds mit Ladeetui (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Airpods 2 mit Ladeetui (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Galaxy Buds im Ladeetui (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Airpods 2 im Ladeetui (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Geschlossenes Ladeetui der Galaxy Buds - USB-C-Anschluss ist zu sehen. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Geschlossenes Ladeetui der Airpods 2 - Lightning-Anschluss ist zu sehen. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Ladeetuis für Galaxy Buds und Airpods 2 im Größenvergleich (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Die Airpods 2 hängen im Ohr. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Die Galaxy Buds werden ins Ohr gedreht. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Airpods 2 (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Galaxy Buds (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
Galaxy Buds im Ladeetui (Bild: Martin Wolf/Golem.de)

Wie auch die Airpods werden die Galaxy Buds mit Sensorfeldern bedient. Aber im Unterschied zu Apple hat sich Samsung dazu entschieden, mehrere Befehle auf die Stöpsel zu legen. Mit einem einfachen Tippen wird Musik angehalten respektive fortgesetzt oder es werden eingehende Anrufe angenommen. Mit einem Doppeltipp wird ein Lied vorgesprungen, ein Titelsprung zurück ist mit einem dreifachen Tippen möglich. Vor allem der Dreifachtipp wird so gut wie nie korrekt erkannt.

Ergänzend dazu kann ein Befehl ausgeführt werden, indem die Sensorfläche länger gedrückt gehalten wird. Hierbei gibt es dann wieder die typischen Probleme einer solchen Vielfachbelegung. Wenn wir die Sensorfläche etwas zu früh loslassen, wird das als einzelnes Tippen interpretiert und der Befehl beim langen Halten wird nicht ausgeführt. Auch Samsung bekommt die Probleme nicht in den Griff, dass alle Sensorbefehle einwandfrei erkannt werden. Beim Laufen besteht immer das Risiko, dass die falsche Geste erkennt wird, weil Hände und Kopf in Bewegung sind.

Sensorfeld in Grenzen mit Funktionen belegbar

Der Befehl für das Gedrückthalten kann in der App konfiguriert werden. So kann ein digitaler Assistent aufgerufen werden, die Lautstärke geregelt oder der Modus für Umgebungsgeräusche umgeschaltet werden. Zuerst zum Modus für Umgebungsgeräusche: Da dieser durch langes Gedrückthalten aktiviert wird, finden wir ihn wieder höchst überflüssig. Wir sind schneller, indem wir die Hörstöpsel aus dem Ohr nehmen, wenn wir etwa einer Ansage lauschen wollen, anstatt erst ein paar Sekunden zu drücken, um den Modus zu aktivieren - und die Ansage bereits verpasst haben.

  • Galaxy Buds (l.), rechts die Airpods 2 (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Galaxy Buds mit Ladeetui (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Airpods 2 mit Ladeetui (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Galaxy Buds im Ladeetui (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Airpods 2 im Ladeetui (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Geschlossenes Ladeetui der Galaxy Buds - USB-C-Anschluss ist zu sehen. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Geschlossenes Ladeetui der Airpods 2 - Lightning-Anschluss ist zu sehen. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Ladeetuis für Galaxy Buds und Airpods 2 im Größenvergleich (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Die Airpods 2 hängen im Ohr. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Die Galaxy Buds werden ins Ohr gedreht. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Airpods 2 (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Galaxy Buds (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
Galaxy Buds (Bild: Martin Wolf/Golem.de)

Da wir es als großen Komfortgewinn sehen, wenn wir die Lautstärke von Hörstöpseln direkt am Gerät steuern können, haben wir diese entsprechend so eingestellt. Auf der einen Seite machen wir die Lautstärke lauter, auf der anderen können wir sie durch langes Gedrückthalten verringern. Ein Aufruf eines digitalen Assistenten ist dann generell nicht mehr möglich. Es ist von Samsung sehr schlecht gelöst, dass die anderen Sensorbefehle nicht auch umbelegt werden können.

Anrufer hören uns nur sehr leise

In der App gibt einen Equalizer, der das Klangbild aber eher verschlechtert als verbessert. Beim Klang sind wir mit den Galaxy Buds zufrieden, der Klang ist ausgewogen und dynamisch, Mitten und Höhen sind gut abgestimmt. Auf einen intensiven Bass wie bei den Airpods muss hier aber verzichtet werden, wenn wir uns nicht mit dem Schritthall begnügen wollen, bei dem jeder Laufschritt im Ohr widerhallt.

Bei Telefonaten sind wir auf der anderen Seite so leise zu hören, dass wir mit den Galaxy Buds nicht guten Gewissens telefonieren wollen. Anrufer sind zwar in beiden Stöpseln zu hören, aber auch bei uns sehr leise. Zum Filmschauen sind die Galaxy Buds nicht geeignet, wir haben einen starken Versatz zwischen Ton und Bild - so macht Filmkonsum keine Freude.

  • Galaxy Buds (l.), rechts die Airpods 2 (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Galaxy Buds mit Ladeetui (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Airpods 2 mit Ladeetui (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Galaxy Buds im Ladeetui (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Airpods 2 im Ladeetui (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Geschlossenes Ladeetui der Galaxy Buds - USB-C-Anschluss ist zu sehen. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Geschlossenes Ladeetui der Airpods 2 - Lightning-Anschluss ist zu sehen. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Ladeetuis für Galaxy Buds und Airpods 2 im Größenvergleich (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Die Airpods 2 hängen im Ohr. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Die Galaxy Buds werden ins Ohr gedreht. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Airpods 2 (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Galaxy Buds (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
Geschlossenes Ladeetui der Galaxy Buds - USB-C-Anschluss ist zu sehen. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)

Über die App kann bei Bedarf das Sensorfeld ganz abgeschaltet werden, aber dann ist eben keine Steuerung mehr an den Stöpseln möglich. Zudem gibt es eine eigentlich mehr als überflüssige Ortungsfunktion: Wir können einen Signalton abspielen, wenn die Galaxy Buds irgendwo in der Nähe sind - das ist auch mit jeder Musik-App machbar. Eine Ohrerkennung haben die Galaxy Buds nicht.

Wie auch den Airpods fehlt den Galaxy Buds eine Möglichkeit, zwei parallele Bluetooth-Verbindungen zu verwenden. Im Laufe des Tests hat Samsung ein Firmware-Update veröffentlicht, mit dem ein sehr lästiges Verhalten abgestellt wurde, das wir so noch bei keinen anderen Hörstöpseln erlebt haben. Normalerweise bleibt eine aufgebaute Bluetooth-Verbindung bestehen, bis diese manuell gelöst wird.

So war es bis zum Firmware-Update bei den Galaxy Buds nicht. Wenn wir also Galaxy Buds mit einem Smartphone und einem Tablet gekoppelt hatten und die Stöpsel dann mit dem Smartphone nutzen wollten, durften wir auf keinen Fall Bluetooth am Tablet einschalten. Denn dann schnappte sich das Tablet die Bluetooth-Verbindung zu den Galaxy Buds und die Verbindung zwischen Stöpsel und Smartphone ging verloren. Erfreulicherweise wurde dieses lästige Verhalten mit dem Firmware-Update abgestellt.

Galaxy Buds mit langer Akkulaufzeit

Samsung liefert mit den Galaxy Buds eine besonders gute Akkulaufzeit. Der Hersteller verspricht sechs Stunden. Diesen Wert haben wir sogar noch um 45 Minuten übertreffen können. Mit fast sieben Stunden Akkulaufzeit übertrifft Samsung einen Großteil der Konkurrenz. Dafür unterstützen sie keine besonders ausgeprägte Schnellladefunktion: Wenn wir die leeren Stöpsel für fünf Minuten laden, verstummen diese schon nach 40 Minuten wieder. Hier schneiden die Airpods deutlich besser ab.

So gut die Galaxy Buds bei der Stöpsel-Laufzeit selbst abschneiden, so enttäuschend sind die geringen Reserven des Ladeetuis. Mit dem Ladeetui können wir die Galaxy Buds lediglich einmal nachladen und kommen so auf eine Gesamtnutzungszeit von etwas mehr als 14 Stunden. Das Ladeetui ist Qi-fähig und kann drahtlos auf entsprechenden Ladegeräten geladen werden. Zudem gibt es einen USB-C-Ladeanschluss.

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 Airpods 2 bieten ein bisschen NeuesVerfügbarkeit und Fazit 
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EsSieErDuIch 05. Mai 2019

Wahrscheinlich nicht,oder?

bennob87 29. Apr 2019

Was sollen denn Airbuds sein? Entweder hast du AirPods oder Galaxy Buds. Du gehst ja auch...

Micha_T 24. Apr 2019

Die meisten haben aber nike klamotten an oder ganz groß "klein" auf dem rücken. Dazu die...

Peter Brülls 24. Apr 2019

Dass ich das schon alles mehrmals gehört habe in meinen 50+ Jahren. Haha, der...

Lejra 24. Apr 2019

Links Earin VS Rechts Galaxy Buds: 3.5 g < 5,6 g 14.5 mm < 17,5 × 19,2 mm 20 mm...


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