Abo
  • IT-Karriere:

Airpods 2 bieten ein bisschen Neues

Mit den neuen Airpods wird die Nutzung eines digitalen Assistenten wie Siri vereinfacht. Bei den Vorgängermodellen mussten wir Siri noch mit dem Finger aktivieren. Die neuen Airpods lauschen beständig auf das betreffende Aktivierungswort. Sagen wir "Hey Siri", steht Apples digitaler Assistent unmittelbar zur Verfügung.

Stellenmarkt
  1. EUROBAUSTOFF Handelsgesellschaft mbH & Co. KG, Bad Nauheim
  2. Rodenstock GmbH, München

Wer das nicht wünscht, muss Siri auf dem iPhone komplett abschalten. Apple hat ärgerlicherweise nicht daran gedacht, eine Option bereitzustellen, um das Lauschen am Stöpsel bei Bedarf abschalten zu können. Das nervt alle, die Siri nur gelegentlich nutzen und den digitalen Assistenten dafür immer wieder an- oder abschalten müssen. Das Abschalten ist problemlos möglich, aber jedes erneute Aktivieren ruft den Einrichtungsassistenten auf und wir müssen immer erst mehrere Phrasen vorlesen, bis Siri wieder aktiv ist.

Als weitere grundlegende Neuerung verspricht Apple für die Airpods 2 eine längere Akkulaufzeit. Und tatsächlich: Mit den neuen Airpods erreichen wir die Akkulaufzeiten, die Apple verspricht, nämlich fünf Stunden. Apple hatte auch für das alte Modell diese Akkulaufzeit versprochen, der Wert wurde bei unserem Test aber nicht erreicht. Nach spätestens 3,5 bis 4 Stunden gingen die Airpods der ersten Generation aus.

  • Galaxy Buds (l.), rechts die Airpods 2 (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Galaxy Buds mit Ladeetui (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Airpods 2 mit Ladeetui (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Galaxy Buds im Ladeetui (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Airpods 2 im Ladeetui (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Geschlossenes Ladeetui der Galaxy Buds - USB-C-Anschluss ist zu sehen. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Geschlossenes Ladeetui der Airpods 2 - Lightning-Anschluss ist zu sehen. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Ladeetuis für Galaxy Buds und Airpods 2 im Größenvergleich (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Die Airpods 2 hängen im Ohr. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Die Galaxy Buds werden ins Ohr gedreht. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Airpods 2 (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Galaxy Buds (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
Airpods 2 im Ladeetui (Bild: Martin Wolf/Golem.de)

Mit den neuen Airpods erreichen wir die versprochenen fünf Stunden - außerdem gibt es keine gravierenden Unterschiede mehr zwischen Android- und iOS-Geräten. Sowohl mit iPhones als auch mit Android-Smartphones können wir die Airpods fünf Stunden am Stück verwenden.

Auch die neuen Modelle liefern wieder den gleichen vorbildlichen Schnellladebetrieb: Wenn wir die leeren Airpods für fünf Minuten aufladen, können wir für eine Stunde und 15 Minuten Musik hören. Wenn länger als fünf Stunden damit Musik gehört werden soll, genügt ein kurzes Parken im Ladeetui.

Qi-Ladeetui verteuert die Airpods

Wir haben die neuen Airpods mit dem neuen Qi-Ladeetui getestet. Dieses kostet bei der Anschaffung der Airpods im Vergleich zum normalen Ladeetui 50 Euro mehr. Das neue Ladeetui funktioniert auch mit den Airpods der ersten Generation. Apple verkauft dieses auch einzeln, dann aber für 90 Euro. Wir halten sowohl die 50 Euro als auch die 90 Euro für überteuert, weil das Qi-Laden für uns nur eine nette Zusatzfunktion ist. Damit können wir das Ladeetui laden, indem wir es auf eine passende Qi-Ladestation legen, das Anstöpseln des Ladekabels entfällt.

  • Galaxy Buds (l.), rechts die Airpods 2 (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Galaxy Buds mit Ladeetui (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Airpods 2 mit Ladeetui (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Galaxy Buds im Ladeetui (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Airpods 2 im Ladeetui (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Geschlossenes Ladeetui der Galaxy Buds - USB-C-Anschluss ist zu sehen. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Geschlossenes Ladeetui der Airpods 2 - Lightning-Anschluss ist zu sehen. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Ladeetuis für Galaxy Buds und Airpods 2 im Größenvergleich (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Die Airpods 2 hängen im Ohr. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Die Galaxy Buds werden ins Ohr gedreht. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Airpods 2 (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Galaxy Buds (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
Geschlossenes Ladeetui der Airpods 2 - Lightning-Anschluss ist zu sehen. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)

Beide Airpods-Ladeetuis haben einen gleich großen Akku eingebaut. Mit beiden können wir die Airpod-Akkus etwas mehr als vier Mal nachladen, wir kommen auf eine Gesamtlaufzeit von über 20 Stunden. In Anbetracht der kompakten Maße ist die Leistung des Airpods-Ladeetuis vorzüglich. Beide Airpods-Ladeetuis haben einen Lightning-Anschluss.

Was für die ersten Airpods gilt, gilt leider auch für die neue Generation: Apple bietet weiterhin keine App für Android-Nutzer an. So können die Airpods auf einem Android-Gerät nicht konfiguriert und auch Firmware-Updates können nicht eingespielt werden. Weiterhin sind praktische Funktionen wie die Ohrerkennung der Apple-Plattform vorbehalten. Es ist schade, dass Apple hier seine restriktive Politik fortführt und sich nicht für andere Kundengruppen öffnet.

Airpods mit Ohrerkennung

Die neuen Airpods bieten die gleiche verbesserte Ohrerkennung der ersten Generation, die die Funktion durch ein im März 2019 veröffentlichtes Firmware-Update erhalten haben. Jetzt wird die Musik auch dann fortgesetzt, wenn beide Hörstöpsel aus dem Ohr genommen wurden. Allerdings mit einer Einschränkung, die auch von den ersten Airpods bekannt ist: Beide Stöpsel müssen innerhalb von 15 Sekunden wieder im Ohr sein, damit die Musik automatisch fortgesetzt wird. Nach diesen 15 Sekunden passiert nichts mehr. Es ist unklar, warum Apple hier einen so kurzen Zeitwert gewählt hat.

Wenn nur einer der beiden Stöpsel aus dem Ohr genommen wird, gibt es diese zeitliche Beschränkung nicht. Unterm Strich bleibt Apple mit den Airpods weiter hinter der besser umgesetzten Ohrerkennung der Elite 65t von Jabra zurück. Schade, dass sich Apple bei den neuen Airpods nicht darum gekümmert hat, diese Funktion so umzusetzen, wie es der Nutzer erwartet.

Zudem kann auf einem iPhone die App iPhone-Suche verwendet werden, um die Airpods zu lokalisieren und bei Bedarf einen Signalton abzuspielen, wenn sich die Stöpsel in Reichweite des Geräts befinden. Bei der Lokalisierung wird die letzte bekannte Position auf einer Karte angezeigt. Auch diese Komfortfunktion bietet Apple Android-Kunden bewusst nicht an.

  • Galaxy Buds (l.), rechts die Airpods 2 (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Galaxy Buds mit Ladeetui (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Airpods 2 mit Ladeetui (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Galaxy Buds im Ladeetui (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Airpods 2 im Ladeetui (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Geschlossenes Ladeetui der Galaxy Buds - USB-C-Anschluss ist zu sehen. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Geschlossenes Ladeetui der Airpods 2 - Lightning-Anschluss ist zu sehen. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Ladeetuis für Galaxy Buds und Airpods 2 im Größenvergleich (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Die Airpods 2 hängen im Ohr. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Die Galaxy Buds werden ins Ohr gedreht. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Airpods 2 (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Galaxy Buds (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
Airpods 2 (Bild: Martin Wolf/Golem.de)

Beim Koppeln mit einem Smartphone verhalten sich die Airpods anders, wenn ein Apple-Gerät verwendet wird. Wenn sich beide Airpods im geöffneten Ladeetui befinden und das iPhone in Bluetooth-Reichweite ist, erscheint auf dem Smartphone ein Pop-up zur Einrichtung. Bei Android-Geräten genügt es nicht, einfach nur den Deckel zu öffnen. Wir müssen die Pairing-Taste am Etui betätigen, bis die Lade-LED weiß blinkt, um die Geräte verbinden zu können.

Android-Nutzer können Airpods nur mit Einschränkungen verwenden

Prinzipiell funktionieren die Airpods auch mit Android-Geräten. Wir können aber die Steuerung des Sensorfelds auf den Airpods nicht umbelegen. Das Sensorfeld ist dann mit der Standardbelegung oder der zuletzt auf einem Apple-Gerät eingestellten Belegung versehen. Standardmäßig sind die Sensorfelder der Airpods mit einem Titelsprung nach vorne belegt. Wir fänden die Pausefunktion hier wesentlich praktischer.

Wenn wir die Airpods mit einem Android-Gerät nutzen, auf dem der Google Assistant verwendet wird, können wir ihn direkt auf Zuruf nutzen, ohne an den Airpods eine Taste betätigen zu müssen. Sagen wir also "Hey Google", "Okay Google" oder die weniger verbreiteten Phrasen "Hey Buubuu" respektive "Okay Buubuu" in die Airpods, stehen alle Funktionen des Google Assistant bereit.

Apple bietet keine eigene App für die Airpods an. Auf einem iPhone werden sie in den Eigenschaften des Bluetooth-Geräts konfiguriert. Dort können wir festlegen, welcher Befehl auf dem rechten und linken Stöpsel ausgeführt werden soll. Zur Wahl stehen Siri, Wiedergabe/Pause, nächster Titel sowie vorheriger Titel. Auf jeder Stöpselseite kann ein anderer Befehl hinterlegt werden. Alternativ kann die Sensorbedienung abgeschaltet werden.

Airpods werden mit Sensorfeldern bedient

Die neuen Airpods kennen weiterhin nur einen Sensorbefehl: Doppeltippen. So werden auch eingehende Anrufe angenommen. Viele andere Hersteller von Bluetooth-Hörstöpseln setzen ebenfalls auf eine Sensorsteuerung, bieten dafür aber mehrere Befehle an. So löst ein einfaches Tippen etwas anderes aus als ein Doppeltippen oder ein längeres Halten.

Bei zu vielen Bedienungsgesten kommt es aber immer wieder vor, dass nicht der gewünschte Befehl erkannt wird. Aus diesem Grund ist die Beschränkung von Apple nicht verkehrt, eine weitere Geste wäre hier aber sicherlich machbar und wünschenswert. Vor allem eine Geste zur Lautstärkeregelung vermissen wir sehr.

Es bedeutet Komforteinbußen, wenn ein Bluetooth-Hörstöpsel keine Möglichkeit bietet, die Lautstärke direkt am Gerät steuern zu können. Diesen Nachteil der Airpods hat Apple auch mit dem neuen Modell nicht beseitigt, wenn der Nutzer das nicht mit einem Sprachbefehl erledigen möchte - gerade in der Öffentlichkeit verzichten wir gerne darauf und in ansonsten ruhigen Umgebungen ist das für andere erst recht störend. Wir müssen dann jedes Mal zum Smartphone greifen, wenn die Lautstärke verändert werden muss - das ist unpraktisch.

Die neuen Airpods liefern den gleichen beeindruckenden Klang der ersten Generation. Vor allem im Bassbereich leisten die kleinen Hörstöpsel enorm viel, ohne dabei die Höhen oder Mitten zu erdrücken. Das dynamische, ausgeglichene Klangbild weiß in allen Stilrichtungen zu überzeugen. Dabei werden Stimmen immer klar und verständlich wiedergegeben. Auch zum Videoschauen sind die Airpods geeignet, es gibt keinen störenden zeitlichen Versatz zwischen Bild und Ton.

Airpods 2 sind lauter als die ersten Airpods

Erfreulicherweise sind die neuen Airpods mit Android-Smartphones nicht mehr so leise. Die Airpods der ersten Generation hatten auf Android-Geräten eine merklich geringere maximale Lautstärke. Je nach verwendetem Android-Gerät konnte es gerade beim Konsum von Hörbüchern zu leise sein. Mit den Airpods 2 gibt es diese Beschränkung nicht mehr, auch auf diesen Android-Geräten sind die Airpods 2 nun laut genug.

Bei Telefonaten ist der Anrufer auf beiden Stöpseln zu hören und auch der Anrufer versteht uns gut. Die Bluetooth-Verbindung wurde stabiler und zuverlässiger, wir hatten im Test keine Ausfälle mehr. Weiterhin erlaubt es Apple Käufern der Airpods nicht, parallel zwei Bluetooth-Verbindungen aufrechtzuerhalten. Damit bleiben die Elite 65t von Jabra eine der wenigen Ausnahmen bei Bluetooth-Hörstöpseln, die zwei parallele Bluetooth-Verbindungen unterstützen.

Während die Airpods auf Android-Geräten nur mit Einschränkungen verwendet werden können, bietet Samsung für die Galaxy Buds keine iOS-App an, so dass die Stöpsel auf iPhones nur beschränkt verwendet werden können.

 Airpods 2 und Galaxy Buds im Test: Apple und Samsung sind beim Kundenausschluss gleich gutGalaxy Buds folgen dem schlechten Vorbild Apples 
  1.  
  2. 1
  3. 2
  4. 3
  5. 4
  6.  


Anzeige
Top-Angebote
  1. (aktuell u. a. X Rocker Shadow 2.0 Floor Rocker Gaming Stuhl in verschiedenen Farben je 64,90€)
  2. 337,00€
  3. (u. a. HP 34f Curved Monitor für 389,00€, Acer 32 Zoll Curved Monitor für 222,00€, Seasonic...
  4. 58,90€

EsSieErDuIch 05. Mai 2019

Wahrscheinlich nicht,oder?

bennob87 29. Apr 2019

Was sollen denn Airbuds sein? Entweder hast du AirPods oder Galaxy Buds. Du gehst ja auch...

Micha_T 24. Apr 2019

Die meisten haben aber nike klamotten an oder ganz groß "klein" auf dem rücken. Dazu die...

Peter Brülls 24. Apr 2019

Dass ich das schon alles mehrmals gehört habe in meinen 50+ Jahren. Haha, der...

Lejra 24. Apr 2019

Links Earin VS Rechts Galaxy Buds: 3.5 g < 5,6 g 14.5 mm < 17,5 × 19,2 mm 20 mm...


Folgen Sie uns
       


Nintendo Switch Lite - Test

Die Nintendo Switch Lite sieht aus wie eine Switch, ist aber kompakter, leichter und damit gerade unterwegs eine sinnvolle Wahl - trotz einiger fehlender Funktionen.

Nintendo Switch Lite - Test Video aufrufen
Telekom Smart Speaker im Test: Der smarte Lautsprecher, der mit zwei Zungen spricht
Telekom Smart Speaker im Test
Der smarte Lautsprecher, der mit zwei Zungen spricht

Die Deutsche Telekom bietet derzeit den einzigen smarten Lautsprecher an, mit dem sich parallel zwei digitale Assistenten nutzen lassen. Der Magenta-Assistent lässt einiges zu wünschen übrig, aber die Parallelnutzung von Alexa funktioniert schon fast zu gut.
Ein Test von Ingo Pakalski

  1. Smarte Lautsprecher Amazon liegt nicht nur in Deutschland vor Google
  2. Pure Discovr Schrumpfender Alexa-Lautsprecher mit Akku wird teurer
  3. Bose Portable Home Speaker Lautsprecher mit Akku, Airplay 2, Alexa und Google Assistant

Rohstoffe: Lithium aus dem heißen Untergrund
Rohstoffe
Lithium aus dem heißen Untergrund

Liefern Geothermiekraftwerke in Südwestdeutschland bald nicht nur Strom und Wärme, sondern auch einen wichtigen Rohstoff für die Akkus von Smartphones, Tablets und Elektroautos? Das Thermalwasser hat einen so hohen Gehalt an Lithium, dass sich ein Abbau lohnen könnte. Doch es gibt auch Gegner.
Ein Bericht von Werner Pluta

  1. Wasserkraft Strom aus dem Strom
  2. Energie Wie Mikroben Methan mit Windstrom produzieren
  3. Erneuerbare Energien Die Energiewende braucht Wasserstoff

Internetprovider: P(y)ures Chaos
Internetprovider
P(y)ures Chaos

95 Prozent der Kunden des Internetproviders Pyur bewerten die Leistung auf renommierten Bewertungsportalen mit der Schulnote 6. Ein Negativrekord in der Branche. Was steckt hinter der desaströsen Kunden(un)zufriedenheit bei der Marke von Tele Columbus? Ein Selbstversuch.
Ein Erfahrungsbericht von Tarik Ahmia

  1. Bundesnetzagentur Nur 13 Prozent bekommen im Festnetz die volle Datenrate

    •  /