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Airlander 10: Spionageluftschiff in zivilen Diensten

Hybrid Air Vehicles stellt seinen Airlander 10 der Öffentlichkeit vor. Das derzeit größte Luftschiff der Welt soll bis zu 10 Tonnen transportieren können. Dabei stammt es aus einem aufgegebenen Militärprojekt.

Artikel veröffentlicht am ,
Der Airlander 10 nähert sich der Fertigstellung.
Der Airlander 10 nähert sich der Fertigstellung. (Bild: Hybrid Air Vehicles)

Der Airlander 10, das zurzeit größte Luftschiff der Welt, ist gestern erstmals öffentlich demonstriert worden. Es soll bis zu 10 Tonnen transportieren können und setzt dabei anders als klassische Blimps oder Zeppeline nicht auf das Konzept "leichter als Luft". Vielmehr ist es schwerer als Luft und bleibt von allein am Boden. Der fehlende Auftrieb wird im Flug durch klassische Aerodynamik und den Schub der vier Triebwerke mit 350 PS ausgeglichen. Die Aerodynamik ensteht durch die Form der drei nebeneinander angeordneten Gaskammern und die zusätzlich angebrachten Flügel. Zur Landung dienen zwei aufblasbare Kufen, mit denen es auf jeder Oberfläche landen kann, auch auf Wasser.

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Gebaut wurde das Luftschiff unter der Bezeichnung "Long Endurance Multi-intelligence Vehicle" (LEMV) für die US Army, wie Golem.de berichtete. Aber 2013 wurde das Projekt eingestellt, nachdem das Luftschiff schon 2012 seinen Jungfernflug über dem historischen Boden von Lakehurst hatte. Es konnte die Anforderungen des Militärs nicht erfüllen, das es in dreiwöchigen Missionen als Spionageplattform über Afghanistan einsetzen wollte.

Noch im gleichen Jahr wurde der Prototyp für 301.000 US Dollar von der Firma zurückgekauft, die ihn entworfen hatte. Seitdem hat "Hybrid Air Vehicles" (HAV) in einem Zeppelinhangar in Bedfordshire, der aus dem ersten Weltkrieg stammt, daran gearbeitet, den Prototypen wieder zusammenzusetzen und flugfähig zu machen. Der Zugang zu der Montagehalle war bisher auf Mitglieder des "Airlander Clubs" beschränkt.

Mehr Nutzlast ohne Militär

Ohne die Vorgaben des Militärs im Hinblick auf lange Missionen in großer Höhe konnte die Nutzlast von 1,2 Tonnen auf 10 Tonnen gesteigert werden. Möglich wurde dies durch kürzere Flugzeiten, weniger Treibstoffreserve und größere Leistungsreserven der Triebwerke. Die letzten Montagearbeiten sollen bis Ende des Monats abgeschlossen werden, und die Vorbereitungen für den ersten Flug über britischem Boden beginnen.

Das Datenblatt zeigt aber auch, wie weit der Airlander 10 mit seiner Länge von 91m von den Dimensionen der alten Luftschiffe entfernt ist. Hybrid Air Vehicles hat aber bereits Pläne für ein noch größeres Luftschiff: Der Airlander 50 soll mehr als die fünffache Nutzlast haben, mit einer Kabine für 50 Passagiere und einem Frachtabteil für bis zu sechs Container. Damit hätte er die halbe Länge und das halbe Volumen der Hindenburg. Der Airlander ist eines von einer ganzen Reihe von Konzepten für Luftschiffe, an denen derzeit gearbeitet wird.



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gutenmorgen123 22. Mär 2016

... falls es auch auf der Stelle schweben könnte. Ein paar Stück von denen mit einer...


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