Aircam: Airbus inspiziert Flugzeuge mit Drohnen
Airbus hat auf der Luftfahrtmesse in Farnborough gezeigt, wie eine Sichtprüfung der Flugzeugoberseite mit einer Drohne realisiert werden kann. Die Aircam ist mit einer Kamera ausgestattet, die das Verkehrsflugzeug automatisch abfliegt. Ihre hochauflösenden Bilder werden dann am Rechner auf Kratzer, Dellen und Lackfehler untersucht.
Die Sichtprüfung wird zwar mit einer automatischen Steuerung absolviert, doch ein Pilot am Boden überwacht den Flug der Drohne. Die Flugroute der Drohne ist verbunden mit einer automatischen Kameraaufzeichnung, damit eine lückenlose Aufnahme der Flugzeugoberseite möglich ist.
Der Luftfahrtkonzern will das Verfahren vor der Auslieferung an den Kunden zur Qualitätskontrolle einsetzen. Es könnte aber auch für laufende Wartungsmaßnahmen genutzt werden, um die Inspektionszeiten zu verkürzen. Der Drohnenüberflug soll 10 bis 15 Minuten dauern, während es bei der manuellen Sichtprüfung zwei Stunden sind.
Die Qualitätsinspektoren müssen sonst mit einer hohen Arbeitsbühne das Flugzeug betrachten, um die Sichtprüfung durchzuführen. Das kann unter Umständen auch bei unangenehmen Witterungsbedingungen möglich sein. Die Fotoauswertung kann erst danach am Rechner durchgeführt werden.
Airbus führt nach eigenen Angaben derzeit Tests mit einem A330(öffnet im neuen Fenster) durch, um die Methode zu überprüfen. Später soll sie auch bei anderen Flugzeugen eingesetzt werden. Auf der Luftfahrzeugmesse wurde die Inspektion an einem A350 XWB(öffnet im neuen Fenster) gezeigt.
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