Airbus: Zwei Wochen Dauerflug für solarbetriebenes Flugzeug

Das Zephyr-Flugzeug von Airbus ist solarbetrieben. Es soll in Zukunft sechs Monate in der Luft bleiben. 36 Tage hat es bereits geschafft.

Artikel veröffentlicht am , Patrick Klapetz
Das Airbus Zephyr Solar High Altitude Platform System (HAPS) im Sommer 2021 bei Testflügen
Das Airbus Zephyr Solar High Altitude Platform System (HAPS) im Sommer 2021 bei Testflügen (Bild: Christian Otto/Airbus)

Für Weltraum-Internet-Anbieter wie Starlink oder Oneweb könnte es bald Konkurrenz aus der Luft geben. Das Unternehmen Airbus arbeitet an einem solarbetriebenen Flugzeug für den Dauerbetrieb. Das Zephyr-Flugzeug war gerade erst 36 Tage in der Luft und benötigte für diese Zeit nur zwei Starts.

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Bisher ist das Flugzeug sechs Mal geflogen, vier Mal im Tiefflug und zwei Mal in der Stratosphäre. Die beiden Stratosphärenflüge dauerten jeweils 18 Tage am Stück an. Airbus geht davon aus, dass sein Zephyr-Flugzeug monatelang in der Luft bleiben könnte. Der Nachrichtenagentur PA erklärte Jana Rosenmann, Leiterin des Bereichs unbemannte Luftfahrtsysteme bei Airbus: "Wir haben den Ehrgeiz, monatelang zu arbeiten, bis zu sechs Monaten. Unsere Batterien funktionieren wirklich sehr gut. Ich denke, wir sind zuversichtlich, dass wir drei Monate erreichen können, und ich würde sagen, dass eine sechsmonatige Betriebsdauer mit diesem Luftfahrzeug kein Problem wäre."

Unter realen Bedingungen hätten sie das zwar noch nicht getestet, Rosenmann sei jedoch davon überzeugt, dass ein lang andauernder Flug möglich wäre: "Alle Schritte, die wir in unseren Labortests unternommen haben, deuten eindeutig darauf hin, dass wir auf einem sehr guten Weg sind."

Wofür kann man Zephyr einsetzen?

Laut dem Unternehmen könnte das Zephyr-Flugzeug beispielsweise beim Katastrophenmanagement helfen, indem es die Ausbreitung von Waldbränden oder Ölverschmutzungen langfristig überwacht. "Es handelt sich um eine nachhaltige, solarbetriebene ISR- und netzwerkerweiternde Lösung, die in Zukunft lebenswichtige Konnektivität und Erdbeobachtung dorthin bringen kann, wo sie gebraucht wird", so Rosenmann in der Pressemitteilung von Airbus.

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Dadurch könnte Internet in Regionen gebracht werden, "die man traditionell mit Glasfaser nicht erreichen kann", begründet Rosenmann. Ein ähnliches Vorgehen hatte auch Elon Musk für Starlink angekündigt. Doch beim jetzigen Preis für einen Internetanschluss, der bei 99 Euro liegt, nützt einem der Internetanschluss in ärmeren Regionen recht wenig. Ob Airbus daran etwas ändern kann, ist fraglich. Auf der anderen Seite handelt es sich um eine neue Technologie und die ist in der Anfangsphase oft teurer.

Die möglicherweise angebotenen Internetdienste können sowohl kommerziell als auch militärisch sein. Zumindest soll das unbemannte Segelflugzeug mit zwei Propellern billiger und umweltfreundlicher als ein Satellit sein.

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