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Airbus: Unbemanntes Kampfflugzeug XQ-58A Valkyrie soll 2026 abheben

Airbus bereitet zwei unbemannte Kampfflugzeuge des Typs XQ-58A Valkyrie auf ihren Erstflug mit einem eigenständigen europäischen Steuerungssystem vor.
/ Andreas Donath
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Valkyrie-Drohne (Bild: Airbus)
Valkyrie-Drohne Bild: Airbus

Airbus Defence and Space hat zwei Valkyrie-Drohnen von seinem US-Partner Kratos Defense & Security Solutions erworben und rüstet sie derzeit am Standort Manching mit seinem eigenen Missionssystem aus(öffnet im neuen Fenster) .

Das System trägt die Bezeichnung Mars – Multiplatform Autonomous Reconfigurable and Secure. Es soll nicht nur die Steuerung des einzelnen Flugzeugs übernehmen, sondern auch ganze Gruppen koordinieren können, die aus bemannten und unbemannten Plattformen bestehen.

Kern des Systems ist eine KI-Komponente namens Mindshare, die laut Airbus auf verschiedenen Plattformen verteilt betrieben werden kann. Der Erstflug der Airbus-Variante mit dem Mars-System ist noch im Jahr 2026 geplant.

Die Valkyrie selbst ist kein neues Flugzeug. In den USA fand der erste Flug bereits 2019 statt, seitdem fliegen weitere Exemplare regelmäßig . Für Airbus geht es nun darum, die amerikanische Plattform mit einem souveränen europäischen Missionssystem zu kombinieren.

Drohne für Missionen mit hohem Risiko

Das Flugzeug hat eine Länge von 9,1 Metern und eine Spannweite von 8,2 Metern. Die Reichweite gibt Kratos mit mehr als 5.000 Kilometern an, die maximale Flughöhe liegt bei rund 45.000 Fuß. Das maximale Startgewicht beträgt knapp drei Tonnen. Eingesetzt werden kann die Valkyrie laut Kratos-Präsident Steve Fendley eigenständig, im Drohnenverbund oder im Zusammenspiel mit bemannten Flugzeugen.

Airbus sieht die Valkyrie vor allem für Missionen geeignet, die ein zu hohes Risiko für Piloten darstellen würden. Wegen der vergleichsweise niedrigen Stückkosten sei auch ein Einsatz in größeren Stückzahlen denkbar, so Fendley

Luftwaffe sucht Jagdbomberdrohne

Airbus bewirbt das System offenbar im Rahmen eines laufenden Wettbewerbs des Beschaffungsamtes BAAINBw(öffnet im neuen Fenster) für eine Jagdbomberdrohne. Marco Gumbrecht, Leiter Key Account Germany bei Airbus Defence and Space, betonte, dass das System nicht von Grund auf neu entwickelt werden müsse und damit schneller und kostengünstiger verfügbar sei als eine Eigenentwicklung. Bis 2029 will Airbus der deutschen Luftwaffe ein einsatzfähiges System liefern.

Parallel dazu arbeiten Airbus und der israelische Hersteller Rafael daran, den Eurofighter mit Konnektivitätsfunktionen auszustatten, damit er als Kommandoflugzeug für unbemannte Systeme fungieren kann. Kleinere Avionik-Updates sollen die Kampfkraft des Jets im Verbundeinsatz erhöhen.


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