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Elektroflugzeug Airbus E-Fan 2.0 landet am 10. Juli 2015 in Calais: elektrisch über den Ärmelkanal
Elektroflugzeug Airbus E-Fan 2.0 landet am 10. Juli 2015 in Calais: elektrisch über den Ärmelkanal (Bild: Airbus Group)

Airbus E-Fan 2.0: In 34 Minuten nach Calais

Elektroflugzeug Airbus E-Fan 2.0 landet am 10. Juli 2015 in Calais: elektrisch über den Ärmelkanal
Elektroflugzeug Airbus E-Fan 2.0 landet am 10. Juli 2015 in Calais: elektrisch über den Ärmelkanal (Bild: Airbus Group)

Mit dem Elektroflieger über den Ärmelkanal: Der E-Fan 2.0, das Elektroflugzeug von Airbus, ist am 10. Juli 2015 von Lydd nach Calais geflogen. Damit wollte der europäische Luftfahrtkonzern auch an eine Flugpioniertat aus dem Jahr 1909 erinnern.

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25. Juli 1909: In Calais, auf der französischen Seite der schmalsten Stelle zwischen Kontinentaleuropa und Großbritannien, startet ein Flugzeug zu einem waghalsigen Vorhaben: einen Flug nach Dover in England. Mit Erfolg: Nach 37 Minuten landet Louis Blériot mit seinem Eindecker Blériot XI wohlbehalten in Dover. Der Luftfahrtkonzern Airbus hat an diese Pioniertat erinnert - mit einer eigenen Premiere.

Am 10. Juli ist Blériots Landsmann Didier Esteyne zu einem weiteren Erstflug gestartet: zur ersten Überquerung des Kanals in einem Elektroflugzeug. Mit dem Airbus E-Fan 2.0 flog er von Lydd nach Calais. Die Flugzeit entsprach in etwa der seines Vorgängers: Nach 34 Minuten erreichte Esteyne Calais.

Leichtflugzeug wiegt nur 500 Kilogramm

Der E-Fan 2.0 ist ein zweisitziges Flugzeug. Es ist knapp sieben Meter lang und hat eine Spannweite von etwa zehn Metern. Das Flugzeug besteht komplett aus kohlenstofffaserverstärktem Kunststoff und wiegt leer 500 Kilogramm. Angetrieben wird es von zwei Mantelpropeller-Triebwerken am Heck, den E-Fans. Jeder Motor hat eine Leistung von 30 kW. Zudem ist das Fahrwerk angetrieben, um auf dem Weg zur Startbahn die Triebwerke zu entlasten.

Der Strom für die Triebwerke kommt aus Lithium-Ionen-Akkus, die in den Tragflächen nahe am Rumpf angebracht sind. Sie speichern genügend Energie für eine Flugzeit von rund einer Stunde mit einer Reserve von 30 Minuten. Das sollte für die Kanalüberquerung reichen.

E-Fan flog 2014 zum ersten Mal

Airbus hat den Prototyp des Elektroflugzeugs 2013 vorgestellt. Im Frühjahr 2014 flog der E-Fan zum ersten Mal. Im gleichen Jahr zeigte der Luftfahrtkonzern das Flugzeug auch auf der Luftfahrtmesse Ila in Berlin.

  • Der Prototyp des E-Fan von Airbus auf der Ila 2014 (Foto: Werner Pluta/Golem.de)
  • Als Antrieb dienen zwei Mantelpropeller mit Elektromotoren. (Foto: Werner Pluta/Golem.de)
  • Das Flugzeug verfügt über ein angetriebenes Fahrwerk: Damit fährt es zur Startbahn und beschleunigt beim Start. (Foto: Andreas Sebayang/Golem.de)
  • Airbus will das Elektroflugzeug für die Pilotenausbildung künftig in Serie produzieren - als Viersitzer (vorn) und als Zweisitzer. (Foto: Werner Pluta/Golem.de)
  • Die Sitzanordnung ist anders als beim Prototyp: Pilot und Schüler sowie die beiden Insassen hinten sitzen nebeneinander. (Foto: Werner Pluta/Golem.de)
  • Verändert werden soll auch das Fahrwerk: Es werde robuster sein, sagt Airbus. (Foto: Werner Pluta/Golem.de)
  • Größenvergleich: E-Fan neben dem neuen Verkehrsflugzeug Airbus A350. (Foto: Andreas Sebayang/Golem.de)
  • Der Testpilot... (Foto: Andreas Sebayang/Golem.de)
  • ... macht sich für den ersten Start des E-Fan auf der Ila bereit. (Foto: Andreas Sebayang/Golem.de)
  • Die mit Pilot gerade einmal 600 kg wiegende Maschine... (Foto: Andreas Sebayang/Golem.de)
  • ... wackelte deutlich beim Einstieg. Die kleinen Stützräder verhindern ein Umkippen. (Foto: Andreas Sebayang/Golem.de)
  • Der Mantelpropeller blieb aus. (Foto: Andreas Sebayang/Golem.de)
  • Stattdessen sorgt ein kleiner Elektromotor im Fahrwerk für die nahezu geräuschlose Vorwärtsbewegung. Von einem Fahrradfahrer wurde das Flugzeug zur Startbahn begleitet. (Foto: Andreas Sebayang/Golem.de)
  • Auf große Entfernungen (Brennweite 300 mm auf einem APS-C-Sensor)... (Foto: Andreas Sebayang/Golem.de)
  • ... war der E-Fan... (Foto: Andreas Sebayang/Golem.de)
  • ... nicht zu hören. (Foto: Andreas Sebayang/Golem.de)
  • Erst in der Nähe machte sich das kleine Flugzeug... (Foto: Andreas Sebayang/Golem.de)
  • ... mit einem Surren bemerkbar. (Foto: Andreas Sebayang/Golem.de)
  • Der E-Fan flog nur wenige Minuten, ... (Foto: Andreas Sebayang/Golem.de)
  • ... soll aber mit Reserve bis zu einer Stunde in der Luft bleiben können. (Foto: Andreas Sebayang/Golem.de)
  • Auch die Landung war nahezu geräuschlos. (Foto: Andreas Sebayang/Golem.de)
  • Der Testpilot... (Foto: Andreas Sebayang/Golem.de)
  • ... rollte anschließend wieder zum Airbus-Display. (Foto: Andreas Sebayang/Golem.de)
  • Im Größenvergleich mit einer Boeing-Militärmaschine wirkt der E-Fan winzig. (Foto: Andreas Sebayang/Golem.de)
Der Testpilot... (Foto: Andreas Sebayang/Golem.de)

Für seinen Flug strich Blériot ein Preisgeld von 1.000 britischen Pfund ein, das die britische Tageszeitung The Daily Mail ausgelobt hatte. Das entspricht einem heutigen Wert von rund 100.000 Euro. Viel wichtiger war aber für den Flugpionier, der praktisch pleite war, dass er anschließend mehrere Hundert Exemplare seiner Blériot XI verkaufte.

Ob Airbus auf einen ähnlichen Effekt hofft? Der Konzern will den E-Fan ab 2017 in Serie produzieren.

Nachtrag vom 10. Juli 2015, 19:00 Uhr

Der Überflug über den Kanal von Lydd nach Calais ist gelungen. Nach einer Flugzeit von 34 Minuten landete der Elektroflieger auf dem Flughafen von Calais. Wir haben den Artikel entsprechend angepasst.


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sbarro3 11. Jul 2015

http://www.telegraph.co.uk/finance/newsbysector/industry/engineering/11729838/Airbus-E...

Icestorm 11. Jul 2015

Ich nehme an, es geschah analog zu Bleriots Flug. Der dürfte auch nicht sonderlich hoch...

P1r4nh4 10. Jul 2015

"French pilot in tiny one-seater beats Airbus to first electric cross-Channel flight" Na...

Subsessor 07. Jul 2015

+1 :D



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