Abgefahrene Flugzeuge

Ein sehr radikaler Entwurf ist dagegen das Konzept des spanischen Designers Oscar Viñals: Der Progress Eagle soll 80 Meter lang werden und eine Spannweite von 96 Metern haben. Der abgeflachte Rumpf wird drei Stockwerke hoch, in denen 800 Passagiere Platz finden sollen. Zum Vergleich: Der Airbus A380 ist knapp über 72 Meter lang und hat eine Spannweite von knapp 80 Metern. Er transportiert rund 550 Passagiere.

  • Der Progress Eagle des spanischen Designers Oscar Viñals ist ein sehr ungewöhnliches Konzept. (Bild: Oscar Viñals)
  • Das Flugzeug hat sechs Triebwerke, ... (Bild: Oscar Viñals)
  • ... von denen eines auch als Windgenerator fungiert. (Bild: Oscar Viñals)
  • Der Rumpf ist abgeflacht. (Bild: Oscar Viñals)
  • In dem 80 Meter langen Flugzeug sollen 800 Passagiere mitfliegen. (Bild: Oscar Viñals)
  • Sie werden auf drei Stockwerken untergebracht. (Bild: Oscar Viñals)
  • Auf der Oberseite von Rumpf und Tragflächen sind Solarzellen ausgelegt. (Bild: Oscar Viñals)
  • Zudem hat das Flugzeug noch Brennstoffzellen an Bord, die Strom erzeugen. (Bild: Oscar Viñals)
  • Ob sich ein derart radikales Design durchsetzt, ist fraglich. (Bild: Oscar Viñals)
  • Für ein Flugzeug dieser Größe werden wohl größere Hangars nötig sein. (Bild: Oscar Viñals)
  • So könnte der Start des Progress Eagle vom Flughafen von Vancouver aussehen. (Bild: Oscar Viñals/Alejandro Erickson)
  • Die Progress Eagle im Vergleich mit dem Airbus A380 und mit der Boeing 747 (Bild: Oscar Viñals)
  • Die Stromerzeugungssysteme im Überblick (Bild: Oscar Viñals)
  • Weitere Details des Flugzeugs (Bild: Oscar Viñals)
  • Viñals hat sich auch schon Gedanken gemacht, wie der Progress Eagle im Einsatz aussehen könnte - etwa im Design der Lufthansa, ...   (Bild: Oscar Viñals)
  • ... der heimischen Iberia ... (Bild: Oscar Viñals)
  • ... oder der britischen Virgin. (Bild: Oscar Viñals)
  • Auch außereuropäische Fluglinien sollen den Progress Eagle einsetzen: die Qantas etwa ...  (Bild: Oscar Viñals)
  • ... oder die Fluglinie aus dem Emirat Qatar. (Bild: Oscar Viñals)
Der Progress Eagle des spanischen Designers Oscar Viñals ist ein sehr ungewöhnliches Konzept. (Bild: Oscar Viñals)
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Sechs Elektrotriebwerke sollen das Ungetüm in die Luft bringen. Mit Strom werden sie auf unterschiedliche Weise versorgt: Die Tragflächen sind mit Solarzellen ausgelegt. Eines der Triebwerke kann auch als Windgenerator eingesetzt werden, der den Luftstrom in elektrische Energie wandelt. Schließlich wird das Flugzeug noch über Brennstoffzellen verfügen. An den Enden der Tragflächen, die aus Kohlenstoff-Nanoröhrchen bestehen sollen, sitzen jeweils drei Winglets, die den Luftwiderstand reduzieren.

Die Motoren steuern das Flugzeug

Es muss aber nicht gleich so abgehoben sein. Realistischer erscheint da die Idee, die Elektrotriebwerke in die Steuerung des Flugzeugs einzubeziehen: Elektromotoren können schneller hoch- oder herunterfahren als Verbrennungsmotoren. Sie könnten deshalb in die Höhen- und Seitensteuerung einbezogen werden, sagt Müller-Wiesner. Wenn ein Flugzeug je drei Motoren links und rechts habe, könnten die drei auf der einen Seite beispielsweise beschleunigen, während die drei auf der anderen langsamer würden. So werde ein Moment um die Hochachse des Flugzeugs erzeugt - sprich: Es fliegt eine Kurve.

"Ich kann mir ganz neue Konstruktionspotenziale für Flugzeuge eröffnen, wenn ich genau verstanden habe, wie elektrische Antriebe und das Flugzeug in der Interaktion arbeiten", sagt der Airbus-Group-Manager. Daran werde zurzeit geforscht. Die US-Raumfahrtbehörde National Aeronautics and Space Administration (Nasa) etwa arbeitet an einem solchen verteilten Antrieb (Distributed Propulsion).

Rumpf und Tragflächen gehen ineinander über

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Ein anderes Konzept, mit dem die Nasa sich beschäftigt, ist ein Blended Wing Body (BWB). Bei einem solchen Flugzeug gehen Rumpf und Flügel ineinander über, sind aber - anders als bei einem Nurflügler - noch unterscheidbar.

Boeing hat für die Nasa die X-48C gebaut. Das ist ein ferngesteuertes Modell mit einer Flügelspannweite von etwa 6,4 Metern und einem Gewicht von knapp 230 Kilogramm. Angetrieben wird die X-48C von zwei Strahltriebwerken. Bei Tests in den Jahren 2012 und 2013 hat sich laut Boeing gezeigt, dass ein BWB weniger Energie als ein herkömmliches Flugzeug verbraucht und, falls die Triebwerke oben angebracht sind, leiser ist.

Der Antrieb wird Teil des Rumpfes

Auch das Bauhaus Luftfahrt beschäftigt sich neben dem C-Liner mit weiteren neuen Konzepten, etwa dem Propulsive Fuselage. Dabei wird der Antrieb ins Heck des Rumpfes integriert. Darin liege Potenzial, sagt Hornung. "Das sind Gedanken, die man weiterspinnen muss." Allerdings sieht das Konzept weiterhin zwei Triebwerke unter den Tragflächen vor, wenn auch kleiner dimensioniert als heute.

Allerdings hätten alle diese Konzepte auch eine Kehrseite. "Es gibt nicht das eine Konzept, das radikal und in allen Belangen viel besser ist. Es gibt gewisse Punkte, die besser sind. Aber es gibt eben auch Punkte, die operationell wesentlich schlechter sind", sagt er. Insofern könnte es sinnvoll sein, an der klassischen Rumpfanordnung festzuhalten und zu versuchen, "in der Integration der Komponenten - Flügel, Triebwerk, Fahrwerk - etwas herauszuholen."

In gewisser Weise folgt das derzeit wohl bekannteste Elektroflugzeug diesem Konzept, mit dem die Schweizer Bertrand Piccard und André Borschberg um die Welt fliegen.

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Inkunabula 22. Jun 2015

Wie ich grade auf der Seite (http://www.bauhaus-luftfahrt.net/forschung/system-und...

plutoniumsulfat 21. Jun 2015

Musst ja nur verhindern, dass sich der Brand ausweitet. Wer schon Versicherungserfahrung...

Anonymer Nutzer 20. Jun 2015

Na ja, Turboprop ist lauter als eine Gasturbine.... Ein langsam drehender Propeller...

ArcherV 19. Jun 2015

@Moppi Die German Angst ist leider weit verbreitet..



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