Abo
  • Services:
Anzeige
Airbus E-Concept: drei Stunden Flugzeit
Airbus E-Concept: drei Stunden Flugzeit (Bild: Airbus)

Airbus E-Concept: Das Linienflugzeug wird elektrisch

Airbus E-Concept: drei Stunden Flugzeit
Airbus E-Concept: drei Stunden Flugzeit (Bild: Airbus)

Der Luft- und Raumfahrtkonzern entwickelt ein Verkehrsflugzeug für etwa 80 Passagiere, das elektrisch angetrieben wird. Einen kleinen Elektroflieger, der auch als Testlabor dient, hat Airbus bereits gebaut.

Elektrisch betriebene Kleinflugzeuge gibt es zwar bereits, Einsitzer wie die Antares des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt und Elektra One Solar oder auch Zweisitzer wie den E-Fan von Airbus. Doch der europäische Luft- und Raumfahrtkonzern plant weiter: Er will eine Verkehrsmaschine mit Elektroantrieb entwickeln.

Anzeige

In dem Flugzeug sollen 70 bis 80 Passagiere Platz finden. Es solle auf Strecken mit einer Flugzeit bis zu drei Stunden eingesetzt werden, erklärt Jean Botti, Technikchef der Airbus-Group, auf der Internationalen Luft- und Raumfahrtausstellung (Ila). Damit eigne es sich sehr gut für Regionalflüge.

Sechs Triebwerke

Als Antrieb hat das Flugzeug sechs elektrische Mantelpropeller sowie eine konventionelle Verbrennungsturbine. Diese diene aber nicht dem Antrieb, betont Botti, sondern ausschließlich zum Laden der Akkus. Dafür zuständig sind zum Teil auch die sechs Elektromaschinen: Aus den Motoren werden dann Generatoren, die elektrischen Strom produzieren, der in die Akkus gespeist wird. Diese werden laut Botti keine Lithium-Polymer-Akkus mehr sein wie beim E-Fan, sondern Lithium-Schwefel- oder Lithium-Luft-Akkus.

  • So soll das elektrisch angetriebene Verkehrsflugzeug der Zukunft aussehen. Die Triebwerke sitzen unter der Verkleidung am Rumpf. (Foto: Werner Pluta/Golem.de)
  • Ein Modell des Antriebsstrangs: Vorne die Verbrennungsturbine, die die Akkus (im Hintergrund) lädt. Links und rechts ...(Foto: Werner Pluta/Golem.de)
  • ... je drei elektrisch betriebene Mantelpropeller. Die Turbinen haben einen relativ kleinen Durchmesser - deshalb sind mehr nötig. (Foto: Werner Pluta/Golem.de)
  • Elektrischer Mantelpropeller an dem  Kleinflugzeug E-Fan. (Foto: Werner Pluta/Golem.de)
  • E-Fan ist auch ein Testlabor für das Verkehrsflugzeug der Zukunft. (Foto: Werner Pluta/Golem.de)
So soll das elektrisch angetriebene Verkehrsflugzeug der Zukunft aussehen. Die Triebwerke sitzen unter der Verkleidung am Rumpf. (Foto: Werner Pluta/Golem.de)

Die Triebwerke werden nicht mehr wie bei einem herkömmlichen Flugzeug unter den Tragflächen hängen, sondern in die Struktur integriert sein. Damit das möglich wird, müssen die Turbinen kleiner werden. Dann seien aber mehr Triebwerke, eben sechs, nötig, um den nötigen Schub zu erzeugen, sagt Botti.

Supraleitende Kabel

Ein wichtiger Punkt sei, Gewicht zu sparen, wo es nur gehe. So sollen etwa die herkömmlichen Kupferkabel durch supraleitende Leitungen ersetzt werden. Das Einsparpotential ist immens, wie Airbus demonstriert: Ein etwa 30 Zentimeter langes Bündel von Kupferkabeln, die für 4.500 Ampere ausgelegt sind, wiegt 12 Kilogramm. Ein ebenso langes Bündel supraleitender Kabel aus Magnesiumdiborid hingegen bringt nur 16 Gramm auf die Waage. Aber: Die supraleitenden Kabel arbeiten nur bei sehr niedrigen Temperaturen und müssen deshalb mit einer kryogenen Flüssigkeit auf minus 247 Grad Celsius gekühlt werden.

Ein Flug mit einer solchen Maschine könnte so aussehen: Beim Start und im Steigflug wird viel Energie benötigt. Die geladenen Akkus stellen ihre Energie zur Verfügung. Zugleich läuft die Verbrennungsturbine auf Hochtouren, um die Akkus wieder zu laden. Hat der Flieger Reiseflughöhe und -geschwindigkeit, die bei etwa 880 Kilometern pro Stunde liegen soll, erreicht, wird die Verbrennungsturbine gedrosselt und lädt die Akkus voll.

Strom im Flug

Bei Beginn des Sinkflugs wird zuerst die Verbrennungsturbine abgeschaltet. Dann geht das Flugzeug in den Gleitflug über. In dem Moment werden die elektrischen Triebwerke umfunktioniert: Die Luft, die durch die Turbinen strömt, versetzt diese in Rotation, wodurch sie elektrischen Strom produzieren. Zur Landung, wenn die Triebwerke benötigt würden, seien die Akkus somit praktisch vollständig geladen, erzählt Botti. Zur Sicherheit werde aber auch die Verbrennungsturbine gestartet, um notfalls Strom liefern zu können.

Bis es so weit ist, wird es aber noch dauern: Airbus baue in München einen verkleinerten Prototypen der Antriebseinheit, sagt Botti. In zwei Jahren soll das System voll funktionsfähig sein. Einen ersten Prototypen erwartet er in etwa zehn Jahren.

Neuer Markt Regionaljets 

eye home zur Startseite
Technikfreak 27. Mai 2014

Wow, du faszinierst mich total. Also wir könnten mit dem Berliner Flughafen 8x die...

DerGoldeneReiter 26. Mai 2014

Ich habe hier natürlich übertrieben, ein beliebtes Stilmittel. Es sollte nur...

tingelchen 26. Mai 2014

Deine Geschichte klingt sehr an den Haaren herbeigezogen. Zum einen, wenn du direkt...

chamave 23. Mai 2014

Zumindest wird es die Flüghöhe sehr vereinfachen. Die Kälte muss dann aber auch am Boden...

chamave 23. Mai 2014

Seit Jahrzehnten werden Schiffe mit Turbinen betrieben. Dabei wird durch eine Gas- oder...



Anzeige

Stellenmarkt
  1. SCHOTT AG, Mitterteich
  2. KfW Bankengruppe, Frankfurt am Main
  3. Paulinenpflege Winnenden, Winnenden
  4. Ratbacher GmbH, Coburg


Anzeige
Blu-ray-Angebote
  1. 29,99€ (Vorbesteller-Preisgarantie)
  2. 12,85€ + 5€ FSK18-Versand

Folgen Sie uns
       


  1. WatchOS 4.0 im Test

    Apples praktische Taschenlampe mit autarkem Musikplayer

  2. Werksreset

    Unitymedia stellt Senderbelegung heute in Hessen um

  3. Aero 15 X

    Mehr Frames mit der GTX 1070 im neuen Gigabyte-Laptop

  4. Review Bombing

    Valve verbessert Transparenz bei Nutzerbewertungen auf Steam

  5. Big Four

    Kundendaten von Deloitte offenbar gehackt

  6. U2F

    Yubico bringt winzigen Yubikey für USB-C

  7. Windows 10

    Windows Store wird zum Microsoft Store mit Hardwareangeboten

  8. Kabelnetz

    Eazy senkt Preis für 50-MBit/s-Zugang im Unitymedia-Netz

  9. Nintendo

    Super Mario Run wird umfangreicher und günstiger

  10. Seniorenhandys im Test

    Alter, sind die unpraktisch!



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Anzeige
Apples iPhone X in der Analyse: Ein iPhone voller interessanter Herausforderungen
Apples iPhone X in der Analyse
Ein iPhone voller interessanter Herausforderungen
  1. Smartphone Apple könnte iPhone X verspätet ausliefern
  2. Face ID Apple erlaubt nur ein Gesicht pro iPhone X
  3. iPhone X Apples iPhone mit randlosem OLED-Display kostet 1.150 Euro

Metroid Samus Returns im Kurztest: Rückkehr der gelenkigen Kopfgeldjägerin
Metroid Samus Returns im Kurztest
Rückkehr der gelenkigen Kopfgeldjägerin
  1. Doom, Wolfenstein, Minecraft Nintendo kriegt große Namen
  2. Nintendo Das NES Classic Mini kommt 2018 noch einmal auf den Markt
  3. Nintendo Mario verlegt keine Rohre mehr

Galaxy Note 8 im Test: Samsungs teure Dual-Kamera-Premiere
Galaxy Note 8 im Test
Samsungs teure Dual-Kamera-Premiere
  1. Galaxy S8 und Note 8 Bixby-Button lässt sich teilweise deaktivieren
  2. Videos Youtube bringt HDR auf Smartphones
  3. Galaxy Note 8 im Hands on Auch das Galaxy Note sieht jetzt doppelt - für 1.000 Euro

  1. Was ihnen Golem unterschlägt

    ManMashine | 19:08

  2. Re: Mehrheit

    mnementh | 19:07

  3. Re: Innerbetriebliche Konkurrenz vermeiden

    Lasse Bierstrom | 19:06

  4. Russland war sicher schuld (kwt)

    elgooG | 19:03

  5. Re: Tja, so ist es

    Opferwurst | 19:03


  1. 19:00

  2. 17:32

  3. 17:19

  4. 17:00

  5. 16:26

  6. 15:31

  7. 13:28

  8. 13:17


  1. Themen
  2. A
  3. B
  4. C
  5. D
  6. E
  7. F
  8. G
  9. H
  10. I
  11. J
  12. K
  13. L
  14. M
  15. N
  16. O
  17. P
  18. Q
  19. R
  20. S
  21. T
  22. U
  23. V
  24. W
  25. X
  26. Y
  27. Z
  28. #
 
    •  / 
    Zum Artikel