Elektromobilität bleibt am Boden: Airbus hat beschlossen, den Elektroflieger E-Fan doch nicht in Serie zu bauen. Stattdessen will der Luftfahrtkonzern ein Hybridflugzeug entwickeln.
Elektroflieger E-Fan 2.0 von Airbus: futuristisches und innovatives Programm eingestellt, um Kosten zu senkenBild:
Andreas Sebayang/Golem.de
Hybrid statt rein elektrisch: Airbus hat überraschend die Entwicklung des Elektroflugzeugs E-Fan eingestellt. Das habe der Vorstand des europäischen Luftfahrtkonzerns im März beschlossen, berichtet die französische Tageszeitung Le Figaro(öffnet im neuen Fenster). Er gibt einem Hybridflugzeug den Vorzug.
Gedacht war der E-Fan als Trainingsflugzeug für zwei Personen, das beispielsweise in Flugschulen eingesetzt werden sollte. Ab diesem Jahr wollte Airbus ihn in Serie produzieren. Die Gewerkschaft CGT kritisierte, Airbus stelle ein futuristisches und innovatives Programm ein, um weiter Kosten senken zu können.
Airbus setzt auf Hybridantrieb
Statt des reinen Elektrofliegers will der Airbus-Vorstand jetzt ein Hybridflugzeug entwickeln, E-Fan X genannt. Das geht aus einem internen Schreiben hervor, das der französischen Nachrichtenagentur AFP zugespielt wurde. Details und einen Zeitplan gibt es noch nicht.
Bild 1/32: Der Prototyp des E-Fan von Airbus auf der Ila 2014 (Foto: Werner Pluta/Golem.de)
Bild 2/32: Als Antrieb dienen zwei Mantelpropeller mit Elektromotoren. (Foto: Werner Pluta/Golem.de)
Bild 3/32: Dsa Flugzeug verfügt über ein angetriebens Fahrwerk: Damit fährt es zur Startbahn und beschleunigt beim Start. (Foto: Andreas Sebayang/Golem.de)
Bild 4/32: Das Flugzeug verfügt über ein angetriebenes Fahrwerk: Damit fährt es zur Startbahn und beschleunigt beim Start. (Foto: Andreas Sebayang/Golem.de)
Bild 5/32: Dsa Flugzeug verfügt über ein angetriebenes Fahrwerk: Damit fährt es zur Startbahn und beschleunigt beim Start. (Foto: Andreas Sebayang/Golem.de)
Bild 6/32: Airbus will das Elektroflugzeug für die Pilotenausbildung künftig in Serie produzieren - als Viersitzer (vorn) und als Zweisitzer. (Foto: Werner Pluta/Golem.de)
Bild 7/32: Die Sitzanordnung ist anders als beim Prototyp: Pilot und Schüler sowie die beiden Insassen hinten sitzen nebeneinander. (Foto: Werner Pluta/Golem.de)
Bild 8/32: Verändert werden soll auch das Fahrwerk: Es werde robuster sein, sagt Airbus. (Foto: Werner Pluta/Golem.de)
Bild 9/32: Größenvergleich: E-Fan neben dem neuen Verkehrsflugzeug Airbus A350. (Foto: Andreas Sebayang/Golem.de)
Bild 10/32: Größenvergleich: E-Fan neben dem neuen Verkehrsflugzeug Airbus A350 (Foto: Andreas Sebayang/Golem.de)
Bild 11/32: Der Testpilot... (Foto: Andreas Sebayang/Golem.de)
Bild 12/32: Der Testpilot ... (Foto: Andreas Sebayang/Golem.de)
Bild 13/32: ... macht sich für den ersten Start des E-Fan auf der Ila bereit. (Foto: Andreas Sebayang/Golem.de)
Bild 14/32: Die mit Pilot gerade einmal 600 kg wiegende Maschine... (Foto: Andreas Sebayang/Golem.de)
Bild 15/32: Die mit Pilot gerade einmal 600 kg wiegende Maschine ... (Foto: Andreas Sebayang/Golem.de)
Bild 16/32: ... wackelte deutlich beim Einstieg. Die kleinen Stützräder verhindern ein Umkippen. (Foto: Andreas Sebayang/Golem.de)
Bild 17/32: Der Mantelpropeller blieb aus. (Foto: Andreas Sebayang/Golem.de)
Bild 18/32: Stattdessen sorgt ein kleiner Elektromotor im Fahrwerk für die nahezu geräuschlose Vorwärtsbewegung. Von einem Fahrradfahrer wurde das Flugzeug zur Startbahn begleitet. (Foto: Andreas Sebayang/Golem.de)
Bild 19/32: Auf große Entfernungen (Brennweite 300 mm auf einem APS-C-Sensor)... (Foto: Andreas Sebayang/Golem.de)
Bild 20/32: Auf große Entfernungen (Brennweite 300 mm auf einem APS-C-Sensor) ... (Foto: Andreas Sebayang/Golem.de)
Bild 21/32: ... war der E-Fan... (Foto: Andreas Sebayang/Golem.de)
Bild 22/32: ... nicht zu hören. (Foto: Andreas Sebayang/Golem.de)
Bild 23/32: Erst in der Nähe machte sich das kleine Flugzeug... (Foto: Andreas Sebayang/Golem.de)
Bild 24/32: Erst in der Nähe machte sich das kleine Flugzeug ... (Foto: Andreas Sebayang/Golem.de)
Bild 25/32: ... mit einem Surren bemerkbar. (Foto: Andreas Sebayang/Golem.de)
Bild 26/32: Der E-Fan flog nur wenige Minuten, ... (Foto: Andreas Sebayang/Golem.de)
Bild 27/32: ... soll aber mit Reserve bis zu einer Stunde in der Luft bleiben können. (Foto: Andreas Sebayang/Golem.de)
Bild 28/32: Auch die Landung war nahezu geräuschlos. (Foto: Andreas Sebayang/Golem.de)
Bild 29/32: Der Testpilot... (Foto: Andreas Sebayang/Golem.de)
Bild 30/32: Der Testpilot ... (Foto: Andreas Sebayang/Golem.de)
Bild 31/32: ... rollte anschließend wieder zum Airbus-Display. (Foto: Andreas Sebayang/Golem.de)
Bild 32/32: Im Größenvergleich mit einer Boeing-Militärmaschine wirkt der E-Fan winzig. (Foto: Andreas Sebayang/Golem.de)
Airbus hatte eine Hybridvariante bereits in Planung: Es sollte eine viersitzige Variante des Flugzeugs geben, den E-Fan 4.0. Das Flugzeug soll zusätzlich zum Elektroantrieb eine Verbrennungsmaschine als Range Extender haben. Der E-Fan 4.0 sollte etwa zwei Jahre nach dem E-Fan 2.0 in die Serienfertigung gehen, sagte der Entwicklungsleiter der Elektroflieger bei der Airbus Group Golem.de vor einigen Jahren.
Langfristig will Airbus ein Verkehrsflugzeug mit Hybridantrieb entwickeln. Es soll auf Regionalflügen eingesetzt werden und 70 bis 80 Passagiere transportieren. Das Konzept stellte Airbus 2014 auf der Berliner Luftfahrtmesse vor.