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Airbus-Chef: Fliegen ohne Piloten rückt näher

Die größte Fehlerquelle in der Luftfahrt sei der Mensch, das hat Airbus -Chef Tom Enders auf einer Tagung gesagt. Er geht davon aus, dass autonomes Fliegen sicherer sei, sieht aber noch Akzeptanzprobleme.
/ Peter Steinlechner , dpa
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Airbus A380 bei der Landung in München (Bild: Alexander Hassenstein/Getty Images)
Airbus A380 bei der Landung in München Bild: Alexander Hassenstein/Getty Images

Nach dem Fahren wird aus Sicht von Airbus(öffnet im neuen Fenster) -Chef Tom Enders auch das Fliegen in der Zukunft automatisiert werden können. Die Zahl der Unfälle in der Luftfahrt sinke stetig, schon heute sei Fliegen sehr sicher. "90 Prozent der Fehler bei Flugunfällen gingen auf menschliches Versagen zurück" , sagte Enders am Montag auf der Internetkonferenz DLD in München. Technisch sei autonomes Fliegen einfacher umzusetzen als automatisiertes Fahren - auch wenn vermutlich die Entwicklung dort schneller gehen werde.

Airbus A321NEO - erster Start (Herstellervideo)
Airbus A321NEO - erster Start (Herstellervideo) (01:12)

Allerdings müsse den Menschen gezeigt werden, dass Fliegen ohne Piloten noch sicherer sei, betonte Enders. Er fügte scherzend hinzu, die Akzeptanz von automatisierten Flugzeugen könnte auch angesichts der häufigen Pilotenstreiks "gerade hierzulande" steigen.

Insgesamt sind nach Ansicht von Enders viele neue Formen von Luftfahrt möglich. "Wenn wir über neue Mobilität in der Luft reden, dann muss die sauber sein" , sagte er. Airbus arbeitet - wie andere auch - an kleinen elektrischen Fluggeräten für die Stadt. Ein Vorteil eines solchen Luftverkehrs sei, dass dafür keine teure Infrastruktur wie Straßen nötig sei. Der Entwickler des Elektroflugzeugs Solar Impulse, Bertrand Piccard, sagte, es gehe nicht darum, heutige Flugzeuge mit anderen Antrieben auszustatten. "Wir müssen das komplett neu denken" , sagte Piccard.


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