Airbus:A350-Piloten bekommen WLAN-Zugang im Cockpit
Die zunehmende drahtlose Vernetzung in der Luft erreicht nun auch Piloten, die einen Airbus A350 fliegen können. In diesem Flugzeug darf das Personal nun per WLAN für den Flug relevante Daten empfangen. Mit den Beschleunigungssensoren eines Tablets werden Piloten ihren Airbus aber nicht fliegen.
Airbus' neuer A350 XWB wird für WLAN-Betrieb im Cockpit zugelassen.Bild:
Andreas Sebayang/Golem.de
Im Cockpit des kommenden Airbus A350 XWB wird den Piloten die Verwendung von WLAN für ihre Arbeit erlaubt. Das berichtet die Flugrevue(öffnet im neuen Fenster) . Bisher war das verboten, wie Airbus der Flugrevue mitteilte, um Störungen im Cockpit zu verhindern. Passagiere können hingegen hinter dem Cockpit eines Flugzeugs WLAN-Geräte verwenden, sofern die Fluggesellschaft diesen Service anbietet.
Die Piloten des neuen A350, der auf der Berliner Ila 2014 einen kurzen Auftritt hatte , sollen das Netzwerk nicht einfach zum Surfen im Internet nutzen. Vielmehr soll die Arbeit erleichtert werden, indem auf Tablets beispielsweise Wetterdaten empfangen werden und eine entsprechende Vernetzung mit Bordsystemen erfolgt. Dabei solle das gesamte Cockpit den Standard RTCA DO-307 erfüllen, so die Flugrevue. Dieser Standard stellt sicher, dass die Sendefunktionen der portablen Geräte keine Systeme im Cockpit beeinflussen können. Der A350 befindet sich derzeit noch in der Testphase und hat kürzlich als zweistrahliger Jet die ETOPS-Zertifizierung für 370 Minuten erhalten(öffnet im neuen Fenster) . Die Zertifizierung ist wichtig für Flugrouten, deren Ausweichflughäfen nicht nah erreichbar sind und deswegen von vierstrahligen Maschinen bedient werden. Noch vor Ende des Jahres 2014 soll das Flugzeug in den Linienbetrieb gehen. Qatar Airways will mit seinem ersten Flugzeug den Flughafen Frankfurt am Main (EDDF) ansteuern(öffnet im neuen Fenster) .
Bild 1/37: Qatar Airways wird die erste Fluggesellschaft sein, die mit dem Airbus A350 XWB ausgestattet wird. (Foto: Andreas Sebayang/Golem.de)
Bild 2/37: Der neue Airbus lässt sich leicht anhand der Fensterkonstruktion von anderen Flugzeugen unterscheiden. (Foto: Andreas Sebayang/Golem.de)
Bild 3/37: Im Größenvergleich mit dem Airbus E-Fan (Foto: Andreas Sebayang/Golem.de)
Bild 4/37: So einfach wie mit einem großen Typenlogo machen es Fluggesellschaften einem nicht. (Foto: Andreas Sebayang/Golem.de)
Bild 5/37: Die Bundeskanzlerin eröffnete die Ila 2014... (Foto: Andreas Sebayang/Golem.de)
Bild 6/37: Die Bundeskanzlerin eröffnete die Ila 2014 ... (Foto: Andreas Sebayang/Golem.de)
Bild 7/37: ... mit dem A350 im Hintergrund und versuchte, das Publikum mit einigen wenigen technischen Details zu dem Flugzeug zu versorgen. (Foto: Andreas Sebayang/Golem.de)
Bild 8/37: Der A350 gehört zu den Widebody-Flugzeugen... (Foto: Andreas Sebayang/Golem.de)
Bild 9/37: Der A350 gehört zu den Widebody-Flugzeugen ... (Foto: Andreas Sebayang/Golem.de)
Bild 10/37: ... und eignet sich für besonders lange Strecken. (Foto: Andreas Sebayang/Golem.de)
Bild 11/37: Mit dem A350 wird der vierstrahlige A340 obsolet. (Foto: Andreas Sebayang/Golem.de)
Bild 12/37: Das Fahrwerk des A350 (Foto: Andreas Sebayang/Golem.de)
Bild 13/37: Das ausgestellte Stück ist der erst vierte produzierte A350. (Foto: Andreas Sebayang/Golem.de)
Bild 14/37: Ebenfalls ein leichtes Erkennungsmerkmal: die Winglets des A350. (Foto: Andreas Sebayang/Golem.de)
Bild 15/37: Ebenfalls ein leichtes Erkennungsmerkmal: die Winglets des A350 (Foto: Andreas Sebayang/Golem.de)
Bild 16/37: Für das Publikum wird der Airbus A350... (Foto: Andreas Sebayang/Golem.de)
Bild 17/37: Für das Publikum wird der Airbus A350 ... (Foto: Andreas Sebayang/Golem.de)
Bild 18/37: ... nicht gezeigt. Noch am Nachmittag des 20. Mai 2014... (Foto: Andreas Sebayang/Golem.de)
Bild 19/37: ... nicht gezeigt. Noch am Nachmittag des 20. Mai 2014 ... (Foto: Andreas Sebayang/Golem.de)
Bild 20/37: ... schickte Airbus sein neues Flugzeug... (Foto: Andreas Sebayang/Golem.de)
Bild 21/37: ... schickte Airbus sein neues Flugzeug ... (Foto: Andreas Sebayang/Golem.de)
Bild 22/37: ... wieder auf Reisen. (Foto: Andreas Sebayang/Golem.de)
Bild 23/37: Airbus sagte uns, dass das Flugzeug wieder für Testflüge gebraucht wird. (Foto: Andreas Sebayang/Golem.de)
Bild 24/37: Beim Abflug gen Westen von der Südbahn des noch nicht fertiggestellten Flughafen Berlin-Brandenburg... (Foto: Andreas Sebayang/Golem.de)
Bild 25/37: Beim Abflug gen Westen von der Südbahn des noch nicht fertiggestellten Flughafens Berlin-Brandenburg ... (Foto: Andreas Sebayang/Golem.de)
Bild 26/37: ... machte der Airbus A350... (Foto: Andreas Sebayang/Golem.de)
Bild 27/37: ... machte der Airbus A350 ... (Foto: Andreas Sebayang/Golem.de)
Bild 28/37: ... noch einen Ansatz für einen kurzen Demoflug für das Fachpublikum. (Foto: Andreas Sebayang/Golem.de)
Bild 29/37: Nach einer kurzen, ... (Foto: Andreas Sebayang/Golem.de)
Bild 30/37: ... sehr langsam geflogenen Kurve... (Foto: Andreas Sebayang/Golem.de)
Bild 31/37: ... sehr langsam geflogenen Kurve ... (Foto: Andreas Sebayang/Golem.de)
Bild 32/37: ... flog der Airbus noch einmal Richtung Messegelände auf der Südbahn. (Foto: Andreas Sebayang/Golem.de)
Bild 33/37: Beim anschließenden Überflug... (Foto: Andreas Sebayang/Golem.de)
Bild 34/37: Beim anschließenden Überflug ... (Foto: Andreas Sebayang/Golem.de)
Bild 35/37: ... verabschiedete sich der A350 noch mit einer kleinen Neigung, ... (Foto: Andreas Sebayang/Golem.de)
Bild 36/37: ... verabschiedete sich der A350 mit einer kleinen Neigung, ... (Foto: Andreas Sebayang/Golem.de)
Bild 37/37: ... um anschließend gen Osten mit dem Steigflug zu beginnen. (Foto: Andreas Sebayang/Golem.de)
Zunehmende drahtlose Möglichkeiten in Flugzeugen
Die Regeln zur Nutzung drahtloser Geräte werden in der Luftfahrt zunehmend gelockert . So müssen Fluggäste in den meisten Flugzeugtypen und bei den meisten Fluggesellschaften selbst bei Start und Landung nicht mehr auf das Smartphone im Flugmodus verzichten. Mittlerweile ist offiziell sogar der Verzicht auf den Flugmodus erlaubt. Vor allem bei älteren Maschinen sind die Fluggesellschaften allerdings weiterhin vorsichtig und verlangen einen aktiven Flugmodus oder das Abschalten der Geräte in kritischen Flugphasen. Im Zweifel kann eine Fluggesellschaft Regeln erlassen, die die Nutzung elektronischer Geräte verbietet.
Im Flugmodell ist in vielen Flugzeugen ohnehin das explizite Aktivieren der WLAN-Verbindungen erlaubt. Air Berlin und die Deutsche Lufthansa arbeiten an der Internetausstattung der eigenen Flotten. Selbst auf Kurzstrecken will beispielsweise die Lufthansa Internetverbindungen per WLAN anbieten . Gerade bei Kurzstreckenflügen bot sich eine Internetverbindung bisher wegen der Flugmodus-Verpflichtung nicht an, da ein erheblicher Teil des Fluges zur Start- und Landephase gehört.