Abo
  • Services:

Airbnb legt Klage ein: New York bestraft Anzeigen für kurzfristige Vermietungen

Die Stadt New York geht schärfer gegen die lukrative Nutzung von Wohnraum für Ferienwohnungen vor. Mehrere Tausend Dollar Strafe kann bereits das Einstellen von Angeboten auf Plattformen wie Airbnb kosten.

Artikel veröffentlicht am ,
New Yorker Vermieter können für kurzfristige Angebote auf Airbnb bestraft werden.
New Yorker Vermieter können für kurzfristige Angebote auf Airbnb bestraft werden. (Bild: Martin Bureau/AFP/Getty Images)

Schon eine Werbemail für eine kurzfristige Vermietung von Ferienwohnungen kann Anbieter in New York künftig teuer zu stehen kommen. Der Gouverneur des gleichnamigen Bundesstaates, Andrew Cuomo, unterzeichnete am Freitag ein Gesetz, das hohe Strafen für Angebote vorsieht, die sich gegen das New Yorker Verbot für Kurzzeitvermietungen unter 30 Tagen hinwegsetzen. Wer beispielsweise eine entsprechende Anzeige auf Airbnb schaltet, muss demnach im ersten Fall mit einer Strafe von bis zu 1.000 US-Dollar rechnen. Vom dritten Verstoß an erhöht sich die Strafe auf bis zu 7.500 US-Dollar.

Stellenmarkt
  1. BTC Europe GmbH, Monheim am Rhein
  2. cbb software GmbH, Lübeck, Sauerland

Vermieter sollen dadurch abgeschreckt werden, solche Angebote bei Plattformen wie Airbnb einzustellen. Aber auch Anzeigen in Zeitungen, Fernsehen oder Radio sind davon betroffen. Selbst E-Mails, Textnachrichten, Flugblätter oder Schilder, die auf solche Angebote hinweisen, sind verboten.

Airbnb rechnet ebenfalls mit Strafen

Airbnb reichte umgehend eine Klage gegen das Gesetz ein. Demnach verstoße es gegen Abschnitt 230 des Communications Decency Act von 1996, der Plattformbetreiber von einer Haftung für Nutzerinhalte ausnimmt. Nach Ansicht von Airbnb ist aber unklar, ob New York auf Basis des neuen Gesetzes nur gegen die Vermieter selbst vorgehen wird. Airbnb erwarte "wegen der Zweideutigkeit des Gesetzes", dass die Regierung auch Online-Plattformen bestrafen will. Zudem verstoße die neue Vorschrift gegen das Recht auf Meinungsfreiheit, das im ersten Zusatzartikel der US-Verfassung (First Amendment) geschützt ist.

Im Laufe der Woche war Airbnb laut Arstechnica zu zahlreichen Zugeständnissen bereit, um die Verabschiedung des Gesetzes noch zu verhindern. So sollten Vermieter nur noch ein Haus in der Stadt anbieten dürfen. Den Abgeordneten der New York State Assembly ging das jedoch nicht weit genug. "Das gesamte Geschäftsmodell von Airbnb basiert darauf, das Gesetz zu brechen", sagte die Abgeordnete Linda Rosenthal. Mit Gesetzesbrechern wolle man auf den letzten Drücker aber nicht verhandeln.

Nach Angaben von Airbnb bieten derzeit 46.000 New Yorker Vermieter ihre Wohnungen über das Portal an. Die durchschnittliche Vermietdauer betrage 36 Nächte im Jahr und führe zu Einnahmen von 5.300 US-Dollar. Um die Wohnungssituation durch eine kommerzielle Vermietung nicht zu verschärfen, seien bereits 2.900 Anbieter aus dem Angebot entfernt worden.



Anzeige
Spiele-Angebote
  1. 32,99€
  2. 14,99€
  3. 50,99€ mit Vorbesteller-Preisgarantie

DrWatson 25. Okt 2016

Der Logikfehler liegt bei Frau Rosenthal. Dass etwas verboten ist, weil es schlecht ist...

DrWatson 25. Okt 2016

Doch! Die Auflagen kommen GERADE durch Lobby- und Nimbyismus und nicht andersherum...

DrWatson 25. Okt 2016

Ich miete ein Wohnung ohne sie selber zu bewohnen, weil ich keine Ferienwohnung...


Folgen Sie uns
       


Threadripper 2990WX - Test

Wir testen den Ryzen Threadripper 2990WX, den ersten 32-Kern-Prozessor für High-End-Desktops. In Anwendungen wie Blender oder Raytracing ist er unschlagbar schnell, bei weniger gut parallisierter Software wie Adobe Premiere oder x265 wird er aber von Intels ähnlich teurem Core i9-7980XE überholt.

Threadripper 2990WX - Test Video aufrufen
Russische Agenten angeklagt: Mit Bitcoin und CCleaner gegen Hillary Clinton
Russische Agenten angeklagt
Mit Bitcoin und CCleaner gegen Hillary Clinton

Die US-Justiz hat zwölf russische Agenten wegen des Hacks im US-Präsidentschaftswahlkampf angeklagt. Die Anklageschrift nennt viele technische Details und erhebt auch Vorwürfe gegen das Enthüllungsportal Wikileaks.

  1. Fancy Bear Microsoft verhindert neue Phishing-Angriffe auf US-Politiker
  2. Nach Gipfeltreffen Trump glaubt Putin mehr als US-Geheimdiensten
  3. US Space Force Planlos im Weltraum

Automatisiertes Fahren: Der schwierige Weg in den selbstfahrenden Stau
Automatisiertes Fahren
Der schwierige Weg in den selbstfahrenden Stau

Der Staupilot im neuen Audi A8 soll der erste Schritt auf dem Weg zum hochautomatisierten Fahren sein. Doch die Verhandlungen darüber, was solche Autos können müssen, sind sehr kompliziert. Und die Tests stellen Audi vor große Herausforderungen.
Ein Bericht von Friedhelm Greis

  1. Autonomes Fahren Ford will lieber langsam sein
  2. Navya Mainz testet autonomen Bus am Rheinufer
  3. Drive-by-wire Schaeffler kauft Lenktechnik für autonomes Fahren

Always Connected PCs im Test: Das kann Windows 10 on Snapdragon
Always Connected PCs im Test
Das kann Windows 10 on Snapdragon

Noch keine Konkurrenz für x86-Notebooks: Die Convertibles mit Snapdragon-Chip und Windows 10 on ARM sind flott, haben LTE integriert und eine extrem lange Akkulaufzeit. Der App- und der Treiber-Support ist im Alltag teils ein Manko, aber nur eins der bisherigen Geräte überzeugt uns.
Ein Test von Marc Sauter und Oliver Nickel

  1. Miix 630 Lenovos ARM-Detachable kostet 1.000 Euro
  2. Qualcomm "Wir entwickeln dediziertes Silizium für Laptops"
  3. Windows 10 on ARM Microsoft plant 64-Bit-Support ab Mai 2018

    •  /