• IT-Karriere:
  • Services:

Air-Berlin-Insolvenz: Bundesbeamte müssen videotelefonieren statt zu fliegen

Die Air-Berlin-Pleite sorgt gezwungenermaßen für ein Umdenken in der Verwaltung. Statt teurer und nun auch langwieriger Dienstreisen per Zug sollen die Beamten mehr Videokonferenzen abhalten. Unumstritten ist der Einsatz von modernen Kommunikationsmethoden jedoch keineswegs.

Artikel veröffentlicht am ,
Bundesbeamte sollen verstärkt Videokonferenzen nutzen.
Bundesbeamte sollen verstärkt Videokonferenzen nutzen. (Bild: Pexels/CC0 1.0)

Bisher flogen Bundesbeamte häufig zwischen Bonn und Berlin hin und her. Da das Bundesverkehrsministerium einen Vertrag mit Air Berlin über den Transport hatte, muss dieser Vertrag nach der Insolvenz und der Einstellung des Flugbetriebs nun neu ausgeschrieben werden. Das könnte aber dauern. Das Nachrichtenmagazin Der Spiegel berichtet, dass vor Herbst 2018 kaum ein neues 'Beamten-Shuttle' eingeführt werden kann.

Stellenmarkt
  1. über duerenhoff GmbH, Raum Frankfurt
  2. Stadt Frankfurt am Main, Frankfurt am Main

Bis dahin muss die Dienstreisetätigkeit auf ein notwendiges Minimum beschränkt werden, soll es in einer ministerialen Dienstanweisung heißen, die dem Spiegel vorliegt. Damit die Arbeit dennoch erledigt werden kann, sollen nun Alternativen genutzt werden. Das kann einerseits die Bahnreise sein, die aber in eine Richtung etwa 5 Stunden dauert und somit eine Übernachtung notwendig macht. Andererseits sollen die Bundesbeamten neue Medien nutzen und Video- und Audiokonferenzen abhalten. Diese Möglichkeiten werden nach Informationen von Golem.de zwar schon jetzt durch Bundesbehörden genutzt, aber nur sparsam.

Wieviele Flüge zwischen Bonn und Berlin stattfanden, zeigt eine Zahl aus dem Jahr 2015: Damals wurden etwa 33.000 Personen transportiert. Eine enorme Zahl. Das ist auch der Bundesregierung aufgefallen, die in einem Regierungsbericht darauf verwies, dass eintägige Dienstreisen "häufig als besonders ineffizient" gelten, wie der Spiegel berichtet.

Videokonferenzen sorgen für Probleme bei den Zuhörern

Wissenschaftler warnten jedoch schon 2008 in einer Studie vor negativen Auswirkungen von Videokonferenzen. Für Nutzer sei es anstrengender, Informationen aus einer Videokonferenz zu verarbeiten und einzuordnen, als wenn sie diese in einem persönlichen Gespräch mitgeteilt bekämen. Videokonferenzteilnehmer tendierten deshalb dazu, weniger korrekte Entscheidungen zu fällen, als solche, die bei einem Treffen anwesend waren, fanden Carlos Ferran von der Universität des Staates Pennsylvania und Stephanie Watts von der Bostoner Universität heraus. Ihre Erkenntnisse haben sie in dem Aufsatz "Videoconferencing in the Field: A Heuristic Processing Mode" (PDF) in der Fachzeitschrift Management Science veröffentlicht. Bei Tests hatten die Forscher herausgefunden, dass die Teilnehmer einer Videokonferenz sich stärker vom Auftreten eines Sprechers beeinflussen lassen. Probanden, die vor Ort an einem Seminar teilnahmen, achteten hingegen mehr auf das Gewicht der Argumente.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


Anzeige
Hardware-Angebote
  1. täglich neue Deals bei Alternate.de

SchreibenderLeser 28. Okt 2017

Eine ganze Menge! Kleines Beispiel: 1. Informationen über Verhandlungen und Diplomatie...

Theoretiker 26. Okt 2017

Klar kann ich mal versuchen das Teil irgendwie einzuschalten, allerdings weiß ich nicht...

plutoniumsulfat 24. Okt 2017

In Berlin ist die Verkehrsinfrastruktur dauerüberlastet und bezahlbarer Wohnraum ist...

M.P. 23. Okt 2017

Aber ein großer Koffer ist in heutigen DB-Großraumwagen auch eher nicht mehr vorgesehen...

M.P. 23. Okt 2017

Ich denke schon, dass zwischen Rheinland und Berlin ein größerer Transportbedarf als...


Folgen Sie uns
       


Die Evolution des Microsoft Flugsimulator (1982-2020)

Die Entwicklung des Flugsimulator zeigt die beeindruckenden Fortschritte der Spielegrafik in den letzten Jahrzehnten.

Die Evolution des Microsoft Flugsimulator (1982-2020) Video aufrufen
Corona: Der Staat muss uns vor der Tracing-App schützen
Corona
Der Staat muss uns vor der Tracing-App schützen

Politiker wie Axel Voss fordern "Anreize" für die Nutzung der Corona-App. Doch das schafft nicht das notwendige Vertrauen in die staatliche Technik.
Ein Gastbeitrag von Stefan Brink und Clarissa Henning

  1. Schnittstelle installiert Android-Handys sind bereit für die Corona-Apps
  2. Corona-App Google und Apple stellen Bluetooth-API bereit
  3. Coronapandemie Quarantäne-App soll Gesundheitsämter entlasten

Realme X50 Pro im Test: Der Oneplus-Killer
Realme X50 Pro im Test
Der Oneplus-Killer

Oneplus bezeichnete sich einst als "Flagship-Killer", mittlerweile stellt sich die Frage, wer hier für wen gefährlich wird: Das X50 Pro des Schwesterunternehmens Realme ist ein wahrer "Oneplus-Killer".
Ein Test von Tobias Költzsch

  1. Astro Slide Neues 5G-Smartphone mit aufschiebbarer Tastatur
  2. Galaxy S20 Ultra im Test Samsung beherrscht den eigenen Kamerasensor nicht
  3. Red Magic 5G Neues 5G-Gaming-Smartphone kommt mit 144-Hz-Display

Onboarding in Coronazeiten: Neu im Job und dann gleich Homeoffice
Onboarding in Coronazeiten
Neu im Job und dann gleich Homeoffice

In der Coronakrise starten neue Mitarbeiter aus der Ferne in ihren Job. Technisch ist das kein Problem, die Kultur kommt virtuell jedoch schwerer an.
Ein Bericht von Manuel Heckel

  1. Onlineshopping Weiterhin mehr Pakete als vor Beginn der Coronapandemie
  2. Corona IFA 2020 findet doch als physisches Event statt
  3. Corona Pariser Polizei darf keine Drohnen zur Überwachung verwenden

    •  /