Realistischer als Weltraumrechenzentren
Installiert werden sollen die Windrad-Rechenzentren innerhalb der ausschließlichen Wirtschaftszone(öffnet im neuen Fenster) (200-Meilen-Zone). Die Windräder stehen hier auf einer schwimmenden Plattform mit drei Ballastwassertanks, die jeweils 20 m in die Tiefe reichen. Diese sollen mit Süßwasser gefüllt werden und nicht nur als Fundament, sondern auch als Wärmetauscher dienen. Dabei wird die Abwärme der Hardware zunächst an das Ballastwasser abgegeben, welches sie dann über die Stahlhülle des Tanks an das umgebende Ozeanwasser abgibt.
Im Gegensatz zu Weltraumrechenzentren realistisch
Anders als bei Weltraumrechenzentren würde das Kühlkonzept gut funktionieren; allerdings sei unklar, wie der Temperaturanstieg Meeresorganismen beeinflusse, so ein Forscher gegenüber dem Magazin IEEE Spectrum(öffnet im neuen Fenster) .
Hier wurde Aikidos Konzept ein längerer Beitrag gewidmet, der weitere, teils naheliegende Probleme aufgreift. Das größte Problem ist die Anfälligkeit der Kabel. In den vergangenen Jahren wurden mehrfach Seekabel durch Schiffe mutmaßlich gezielt durchtrennt. In den USA kämpft Aikido zudem mit steigendem Widerstand gegen Offshore-Windparks seitens der Trump-Regierung. Die breitbandige Vernetzung der einzelnen Rechenzentren in verschiedenen Windrädern stellt eine weitere Herausforderung dar. Dennoch ist das Konzept vielversprechend.
Laut Aikido soll die Plattform eine Lebensdauer von 50 Jahren haben. Sie ist modular aufgebaut, ihre Elemente sollen in einem Hafen montiert und die Hardware-Module eingesetzt werden. Anschließend wird das fertige Windrad an seine Aufstellposition geschleppt.
Ihren Ursprung hat die Idee vom Rechenzentrum im Windrad im Cryptomining, so Gründer und CEO Sam Kanner gegenüber IEEE Spectrum. Ein Krypto-Milliardär habe ihn angesprochen, um ein autonomes Rechenzentrum in internationalen Gewässern aufzubauen. Daraus wurde nichts, aber der KI-Boom brachte einen neuen Anwendungsfall – so wie auch Miner vermehrt ihre Rechenzentren für KI umnutzen .
- Anzeige Hier geht es zu Künstliche Intelligenz: Wissensverarbeitung bei Amazon Wenn Sie auf diesen Link klicken und darüber einkaufen, erhält Golem eine kleine Provision. Dies ändert nichts am Preis der Artikel.



