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Aida: Esa und Nasa proben die Rettung der Welt

Diese Aida ist keine Oper: Die Esa und Nasa bereiten derzeit eine Mission zu einem Asteroiden vor. Ziel ist, den Himmelskörper von seiner Bahn abzulenken. Das ist ein Test für die Abwehr einer Kollision eines Asteroiden mit der Erde.

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Einschlag des Impaktors Dart auf Didymoon: eine reelle Chance, eine Kollision zu vermeiden
Einschlag des Impaktors Dart auf Didymoon: eine reelle Chance, eine Kollision zu vermeiden (Bild: Esa-ScienceOffice.org)

Es war zum Glück nur eine Verschwörungstheorie: Vor einem Monat sollte - so behaupteten es jedenfalls im Sommer einige religiöse Fundamentalisten - ein Asteroid auf der Erde einschlagen und alles Leben auslöschen. Die Nachricht verbreitete sich derart stark in sozialen Netzen, dass sich die US-Raumfahrtbehörde National Aeronautics and Space Administration (Nasa) gezwungen sah, Entwarnung zu geben.

Diese eine Bedrohung mag ein Hirngespinst gewesen sein. Real ist sie dennoch: "Die Frage ist überhaupt nicht, ob wir wieder getroffen werden", sagt Stephan Ulamec, Wissenschaftler am Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR), im Gespräch mit Golem.de. "Die Frage ist, wann wir wieder getroffen werden."

Esa und Nasa kooperieren

Das will Ulamec verhindern. Er arbeitet daran, Asteroiden von einer Kollision mit der Erde abzuhalten. Asteroid Impact and Deflection Assessment (Aida) heißt die Gemeinschaftsmission der Europäischen Raumfahrtagentur (European Space Agency, Esa) und der Nasa. Geplant ist, einen Asteroiden mit einem sogenannten Impaktor kollidieren zu lassen. Eine zweite Sonde soll den Aufprall aus der Nähe beobachten.

  • Übersicht über die Mission. (Bild: Esa-ScienceOffice.org)
  • Die europäische Sonde Aim über dem Didymoon. Sie setzt Cubesats aus... (Bild: Esa-ScienceOffice.org)
  • .. und schickt einen Lander auf den Asteroiden. (Bild: Esa-ScienceOffice.org)
  • Aim sollen den Asteroiden erforschen. (Bild: Esa-ScienceOffice.org)
  • Der US-Impaktor Dart soll Didymoon leicht aus der Bahn bringen. (Bild: Esa-ScienceOffice.org)
  • Aim überträgt Daten per Laser zur Erde. (Bild: Esa-ScienceOffice.org)
Übersicht über die Mission. (Bild: Esa-ScienceOffice.org)
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Bekanntgeworden ist Ulamec als Leiter der Philae-Mission, dem Landefahrzeug, das vor einem Jahr auf dem Kometen 67P Tschurjumow-Gerassimenko gelandet ist. Bei Aida rückt er einem anderen Himmelskörper auf die Pelle: 65803 Didymos, einem kleinen Doppelasteroiden.

Didymoon kreist um Didymos

2013 wurde das System für die Mission ausgewählt. Der Name Didymos stammt aus dem Griechischen und bedeutet Zwilling: Das System besteht aus dem etwa 800 Meter großen Didymos, um den der etwa 170 Meter große Didymoon in einer Entfernung von rund einem Kilometer kreist.

Letzterer ist das Ziel des Double Asteroid Redirection Test, kurz Dart. Das ist der Impaktor, den die Nasa baut und der den Asteroiden beeinflussen soll. Er wird von der Erde aus auf eine Bahn geschossen, die die des Asteroiden kreuzt. Mit einer Geschwindigkeit von etwa 23.000 Kilometern pro Stunde trifft er auf den Asteroiden. Dadurch wird ein Impuls auf den Himmelskörper übertragen. Außerdem wird durch den Aufprall Material von der Oberfläche ausgeschleudert, was einen zusätzlichen Impuls ergibt, der den Effekt verstärkt.

Ein solcher Schubs soll einmal die Welt retten.

Ein kleiner Schubs für einen Asteroiden... 
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brutos 26. Nov 2015

Wenn die Gefahr erkannt wird ist es wohl zu spät für Planung, Bau und Realisierung...

honk 02. Nov 2015

Das steht doch schon im Artikel, das 3 Wochen viel zu kurz sind. Um solchen Bedrohungen...

Zeitvertreib 02. Nov 2015

Ein Asteroid hat wie alles andere auch keine absolute Geschwindigkeit sondern nur eine...

Kein Kostverächter 02. Nov 2015

Bei der Aida-Mission könnte man ja auch vermuten, dass es sich um einen Ernstfall handeln...

Trollversteher 31. Okt 2015

Eine Sprengkraft die ausreicht, um von einem Asteroiden aus porösem Gestein und von einem...


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