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Mehr Wissen über Asteroiden soll der Vorbereitung künftiger Missionen dienen: Die Nasa erwägt ja eine bemannte Mission zu einem Asteroiden, als Vorbereitung eines Fluges zum Mars. Hier soll Aida wichtige Daten liefern. Für die interessieren sich auch Unternehmen wie Planetary Resources und Deep Space Industries, die Rohstoffe auf Asteroiden schürfen wollen.

  • Übersicht über die Mission. (Bild: Esa-ScienceOffice.org)
  • Die europäische Sonde Aim über dem Didymoon. Sie setzt Cubesats aus... (Bild: Esa-ScienceOffice.org)
  • .. und schickt einen Lander auf den Asteroiden. (Bild: Esa-ScienceOffice.org)
  • Aim sollen den Asteroiden erforschen. (Bild: Esa-ScienceOffice.org)
  • Der US-Impaktor Dart soll Didymoon leicht aus der Bahn bringen. (Bild: Esa-ScienceOffice.org)
  • Aim überträgt Daten per Laser zur Erde. (Bild: Esa-ScienceOffice.org)
Aim sollen den Asteroiden erforschen. (Bild: Esa-ScienceOffice.org)
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Aida wird zudem die erste Mission zu einem Doppelasteroiden, über die wir noch recht wenig wissen. Die Wahl hatte aber auch einen praktischen Nutzen: Es sei anschließend möglich, von der Erde aus mit einem Teleskop zu beobachten, wie sich die Bahn und die Umlaufperiode des Mondes ändern, erzählt Ulamec. Einen Einzelasteroiden müsste ein Raumschiff über einen langen Zeitraum begleiten, um Effekte des Impakts festzustellen - ein solches Konzept hat die Esa vor einigen Jahren unter der Bezeichnung Don Quijote erwogen.

Hollywood sprengt Himmelskörper

Oberste Priorität hat jedoch die Asteroidenablenkung - und das nicht nach Hollywood-Manier: In Filmen wie Meteor aus dem Jahr 1979 oder Armageddon - Das jüngste Gericht aus dem Jahr 1998 werden die Himmelskörper mit einer Atombombe gesprengt. Wissenschaftler winken dabei ab: Es besteht die Gefahr, dass der Asteroid auseinanderbricht, und dann rast nicht mehr ein Himmelskörper, sondern gleich mehrere auf die Erde zu.

Die Wissenschaft bevorzugt deshalb das weniger martialische Konzept der Ablenkung. Neben dem Impakt gibt es dazu auch noch andere Möglichkeiten: Eine besteht darin, eine schwere Raumsonde neben einem Asteroiden herfliegen zu lassen und ihn durch eine gravitative Wechselwirkung zu beeinflussen. Eine andere ist, den Asteroiden anzumalen. Dadurch verändert sich seine Wärmeabstrahlung, was wiederum einen Impuls erzeugt. Über einen längeren Zeitraum hätten auch diese beiden Methoden einen Effekt. Das seien allerdings "exotische Konzepte", sagt Ulamec. Im Vergleich dazu sei der kinetische Impaktor leichter umzusetzen.

Diese Oper muss gesungen werden

Der Aufwand für eine Mission wie Aida sei durchaus gerechtfertigt, sagt Ulamec: Objekte wie dieses mit einem Durchmesser von etwa 100 Metern treffen aber etwa alle 100 Jahre die Erde. Vor gut 100 Jahren schlug ein Meteorit in Tunguska in den Weiten Sibiriens ein. Würde ein solches Objekt aber über bewohntem Gebiet oder im Meer einschlagen, wäre der Schaden immens. Zum Vergleich: Der Meteorit, der Anfang 2013 nahe der russischen Stadt Tscheljabinsk niederging, war weniger als 20 Meter groß. Bei seiner Explosion wurden etwa 7.000 Gebäude beschädigt und rund 1.500 Menschen verletzt.

Zwei Einschränkungen macht Ulamec aber doch: Der Asteroid muss früh genug entdeckt werden, um ihn ablenken zu können - eine Zeitspanne von wenigen Wochen, von der Hollywood-Filme gern um der Dramaturgie willen ausgehen, reicht nicht aus. Deshalb gibt es Initiativen wie die 2013 von der Nasa organisierte Asteroid Grand Challenge, um gefährliche Objekte in Erdnähe aufzuspüren. Deren Bahnen sollen vorausberechnet werden.

Ein Riesenasteroid lässt sich nicht schubsen

Die zweite Ausnahme ist ein Riesenasteroid mit mehreren Kilometern Durchmesser, wie jener, der vor etwa 65 Millionen Jahren mutmaßlich die Dinosaurier ausgerottet hat. Ein solcher Himmelskörper lässt sich nicht mit einem Impaktor ablenken. Dazu ist die Masse der Asteroiden zu groß und damit der Effekt zu gering. Allerdings sind solche Ereignisse auch sehr selten.

In diesen beiden Fällen könnten Atomwaffen eingesetzt werden. Allerdings nicht zum Sprengen, sondern ebenfalls zum Ablenken: Die Bomben würden Teile der Oberfläche abdampfen und so ebenfalls einen Rückstoßeffekt erzielen, der den Asteroiden von seinem Kollisionskurs abbringt. Allerdings sei die Physik dahinter komplizierter, sagt Ulamec. Testen lässt sich das auch nicht so einfach, weil der Einsatz von Atombomben den internationalen Verträgen zur friedlichen Nutzung des Weltraums widerspricht.

Das sei dann die "Last-Minute-Variante". Werde ein Asteroid früh genug entdeckt, gebe es "eine reelle Chance, so ein Unglück zu vermeiden", resümiert Ulamec.

 Ein kleiner Schubs für einen Asteroiden...
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brutos 26. Nov 2015

Wenn die Gefahr erkannt wird ist es wohl zu spät für Planung, Bau und Realisierung...

honk 02. Nov 2015

Das steht doch schon im Artikel, das 3 Wochen viel zu kurz sind. Um solchen Bedrohungen...

Zeitvertreib 02. Nov 2015

Ein Asteroid hat wie alles andere auch keine absolute Geschwindigkeit sondern nur eine...

Kein Kostverächter 02. Nov 2015

Bei der Aida-Mission könnte man ja auch vermuten, dass es sich um einen Ernstfall handeln...

Trollversteher 31. Okt 2015

Eine Sprengkraft die ausreicht, um von einem Asteroiden aus porösem Gestein und von einem...


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