Ein kleiner Schubs für einen Asteroiden...

Der Impuls, so das Kalkül der Forscher, verändert die Geschwindigkeit des kleineren Asteroiden leicht - und damit dessen Bahn. Die Idee dahinter ist: Wird ein Asteroid entdeckt, dessen Bahn die Erdbahn kreuzt, könnte er mit einem Impaktor angestoßen werden und seine Bahn mit der Zeit so verändern, dass er an uns vorbeifliegt. Die Ablenkung muss ja nur etwa einen Erdradius betragen.

Dass das Konzept grundsätzlich funktioniert, hält Ulamec für ausgemacht. Schwierig seien die Details, etwa den Asteroiden zu treffen, auch wenn er für die Raumsonde in einem Phasenwinkel wie die Mondsichel erscheine. Dafür wiederum müsse sichergestellt sein, dass die Steuerung im letzten Moment richtig funktioniere. Schließlich soll die Sonde genau den Punkt treffen, an dem der Dart die größte Wirkung erzielt.

Aim beobachtet den Aufprall

All das soll mit der Aida-Mission getestet werden. Wenn Dart auf den kleinen Didymoon trifft, wird die europäische Sonde Asteroid Impact Monitor (Aim) diesen Aufprall aus geringer Distanz beobachten. Der Fokus wird dabei auf der Untersuchung des Kraters sowie der Staubentwicklung liegen. Letztere soll ein besseres Verständnis des Effekts bringen, den das ausgeschleuderte Material bewirkt.

Aim bildet dabei die Vorhut: Die Sonde wird mit verschiedenen Instrumenten ausgestattet, darunter Kameras, Radar und Laser, um Didymoon aus einer Entfernung von etwa 100 Kilometern zu untersuchen und zu vermessen, um den richtigen Zielpunkt zu bestimmen.

Um den Asteroiden besser zu erforschen, wird Aim zudem ein Landefahrzeug auf Didymoon absetzen. Der soll hochaufgelöste Aufnahmen von dessen Oberfläche machen sowie mit Radar Daten sammeln, um die Dichte zu berechnen - das ist wichtig für Ablenkung.

Weitere Daten werden kleine Satelliten sammeln, die Aim aussetzt. Die Sonde wird nämlich Slots für sechs Cubesats haben - wobei noch nicht klar ist, in welcher Konfiguration diese mitfliegen, also als sechs einzelne Würfel, als drei Doppelwürfel oder als zwei Cubesats-3. Sie sollen Daten sammeln. Es soll aber auch getestet werden, wie gut sich die Minisatelliten für den interplanetaren Einsatz eignen.

Aim überträgt Daten per Laser

Schließlich will Esa bei Aim erstmals Laserkommunikation über große Strecken ausprobieren. Datenübertragung per Laser wird derzeit bei Erdsatelliten eingeführt. Diese Technik ermöglicht höhere Datenraten als eine Datenübertragung per Funk über X- oder Ka-Band.

Oberstes Ziel ist jedoch, Asteroiden besser kennenzulernen und zu schubsen - was beides zusammenhängt.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed
 Aida: Esa und Nasa proben die Rettung der Welt... mit einem großen Nutzen für die Menschheit 
  1.  
  2. 1
  3. 2
  4. 3
  5.  


Fotobar 25. Nov 2021

Klasse. Jetzt lassen wir uns noch aus dem All mit Schmiutz beliefern, mit dem wir unsere...

Fotobar 24. Nov 2021

Das ist leider dein scheiß Ernst, oder? :D

brutos 26. Nov 2015

Wenn die Gefahr erkannt wird ist es wohl zu spät für Planung, Bau und Realisierung...

honk 02. Nov 2015

Das steht doch schon im Artikel, das 3 Wochen viel zu kurz sind. Um solchen Bedrohungen...



Aktuell auf der Startseite von Golem.de
Whistleblower
Ehemaliger US-Konteradmiral äußert sich zu Außerirdischen

Wieder hat sich in den USA ein ehemals hochrangiger Militär und Beamter über Kontakte mit Aliens geäußert.

Whistleblower: Ehemaliger US-Konteradmiral äußert sich zu Außerirdischen
Artikel
  1. Schadstoffnorm 7: Neue Grenzwerte für Abrieb gelten auch für E-Autos
    Schadstoffnorm 7
    Neue Grenzwerte für Abrieb gelten auch für E-Autos

    Die neue Euronorm 7 legt nicht nur Grenzwerte für Bremsen- und Reifenabrieb fest, sondern auch Mindestanforderungen für Akkus.

  2. Ramjet: General Electric testet Hyperschalltriebwerk
    Ramjet
    General Electric testet Hyperschalltriebwerk

    Das Triebwerk soll Flüge mit Mach 5 ermöglichen.

  3. Elektroautos: Mercedes und Stellantis übernehmen komplette Umweltprämie
    Elektroautos
    Mercedes und Stellantis übernehmen komplette Umweltprämie

    Nach dem abrupten Aus der staatlichen Förderung springen erste Hersteller von Elektroautos ein.

Du willst dich mit Golem.de beruflich verändern oder weiterbilden?
Zum Stellenmarkt
Zur Akademie
Zum Coaching
  • Schnäppchen, Rabatte und Top-Angebote
    Die besten Deals des Tages
    • Daily Deals • Last-Minute-Angebote bei Amazon • Avatar & The Crew Motorfest bis -50% • Xbox Series X 399€ • Cherry MX Board 3.0 S 49,95€ • Crucial MX500 2 TB 110,90€ • AVM FRITZ!Box 7590 AX + FRITZ!DECT 500 219€ [Werbung]
    •  /