AI-First-Unternehmen: Höhere Kosten und längere Ausfallzeiten durch KI-Integration
Die Weiterentwicklung der Sicherheitsarchitektur kann in vielen Unternehmen nicht mit dem Tempo der KI-Integration Schritt halten. Zu diesem Schluss kommt der vierte des jährlich erscheinenden Global Security Research Reports von Fastly(öffnet im neuen Fenster) , für den weltweit 2.000 IT-Entscheider mit Einfluss auf die Cybersicherheit in ihren Unternehmen befragt wurden. Aus dem deutschsprachigen Raum (DACH) nahmen 200 IT-Entscheider an der Befragung teil.
Dabei zeigt sich, dass AI-First-Unternehmen, die KI von Beginn an in ihre zentralen Prozesse und Angebote integriert haben, längere Zeit benötigen, um sich von einem Sicherheitsvorfall zu erholen, als Unternehmen ohne AI-First-Ansatz. Während Letztere Sicherheitsvorfälle im Durchschnitt bereits nach 115 Tagen aufgearbeitet hatten, gaben AI-First-Unternehmen im deutschsprachigen Raum an, acht Monate dafür gebraucht zu haben.
Der längere Zeitraum für die Aufarbeitung spiegelt sich auch in erhöhten finanziellen Auswirkungen wider, die laut Fastly sowohl auf längere Wiederherstellungszeiten als auch auf eine höhere Anzahl KI-spezifischer Kompromittierungen zurückzuführen sind. Ungefähr die Hälfte der befragten AI-First-Unternehmen gab an, dass KI bei ihrem jüngsten Zwischenfall direkt ausgenutzt wurde.
KI-native Systeme erweitern Angriffsfläche
Laut Fastly verdeutlichen die Ergebnisse, wie KI-native Systeme die potenziellen Angriffsflächen erweitern und dezentrale Datenflüsse sowie agentische Workflows die Absicherung erschweren. Marshall Erwin, CISO bei Fastly, sagt dazu: "Für AI-First-Unternehmen besteht die Priorität nicht darin, Innovation zu bremsen, sondern Sicherheit im gleichen Tempo zu modernisieren." Dazu gehöre die Absicherung von KI- und Inferenz-Infrastrukturen sowie das Überwachen und Begrenzen unerwünschter KI-Crawler-Aktivitäten (g+) , führt er aus.
"Wir erleben einen grundlegenden Wandel dessen, wofür Unternehmen heute Verantwortung tragen müssen" , führt Erwin weiter aus. "Die Herausforderung beschränkt sich nicht mehr auf böswillige Akteure oder einzelne Sicherheitsvorfälle. Es geht vielmehr darum, eine Infrastruktur zu managen, die schnell und häufig unsichtbar wächst."
Allein durch KI-Scraping seien die Infrastrukturkosten für Unternehmen im Durchschnitt um 372.000 Euro gestiegen, heißt es weiter. Hinzu kämen Kosten, die durch operative Störungen und Beeinträchtigungen für Onlinebesucher, zum Beispiel durch langsame Ladezeiten und fehlerhafte Funktionen, entstünden.
Zu den wichtigsten Investitionsfeldern, die in der Befragung angegeben wurden, zählen daher Sicherheitslösungen, die sich auf agentische Transparenz, API-Sicherheit und Firewalls für Webanwendungen beziehen. Mehr als die Hälfte der Befragten sieht zudem einen gestiegenen Bedarf an KI-Sicherheitsexpertise, um ihre Systeme wirksam zu schützen, und ein erhöhtes Risiko durch DDoS-Angriffe auf KI-Agenten.
- Anzeige Hier geht es zu Künstliche Intelligenz: Wissensverarbeitung bei Amazon Wenn Sie auf diesen Link klicken und darüber einkaufen, erhält Golem eine kleine Provision. Dies ändert nichts am Preis der Artikel.



