AI Day: Teslas Autopilot soll besser werden und auch Roboter steuern

Mit großem Aufwand versucht Tesla den Autopiloten praxistauglicher zu machen, baut Supercomputer und hat noch eine kleine Überraschung.

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Der Autopilot sagt mit Kamerabildern den Straßenverlauf voraus.
Der Autopilot sagt mit Kamerabildern den Straßenverlauf voraus. (Bild: Tesla/Screenshot: Golem.de)

Bei Teslas AI Day präsentierten Ingenieure die neuen Entwicklungen zur Verbesserung der Autopilotfunktion der Tesla-Fahrzeuge. Die gezeigten Verbesserungen geben dabei auch einen Einblick in die Probleme der bisherigen Software. Am Ende der Präsentation hatte Elon Musk, fast schon in Tradition von Steve Jobs, noch eine kleine Überraschung vorzustellen.

Inhalt:
  1. AI Day: Teslas Autopilot soll besser werden und auch Roboter steuern
  2. Tesla baut einen Supercomputer und einen Roboter

Wie schon länger angekündigt, wird der neue Autopilot Videodaten mehrerer Kameras gleichzeitig im Zeitverlauf auswerten können. Das Ziel ist dabei, Objekte nicht mehr nur auf einzelnen Bildern einzelner Kameras zu erkennen, sondern ihnen auch physikalische Eigenschaften wie ihren Standort und ihre Geschwindigkeit zuordnen zu können. Die künstliche Intelligenz im Hintergrund soll dadurch eine komplette physische Welt modellieren können, in der Objekte dauerhaften Bestand haben, statt nur von Moment zu Moment auf einem Kamerabild erfasst zu werden (oder auch nicht).

Zumindest in der Demonstration konnte der neue Autopilot seine Umgebung wesentlich besser rekonstruieren, mit einem gut erkennbaren Straßenverlauf statt nur einzelner, nicht immer zuverlässig erfasster Fahrbahnmarkierungen. Das soll sowohl einer besseren Vorverarbeitung der Bilder als auch den neuen Algorithmen zur Erfassung von Objekten und Oberflächenmerkmalen geschuldet sein.

Sicher, aber nicht übervorsichtig durch neuronales Netz

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Ein digitales neuronales Netz, das im Hintergrund einen Teil der Datenauswertung betreibt, generiert aus der erfassten Umgebung eine Reihe von Vorhersagen. Das gilt für den weiteren Verlauf von Straßen, der noch nicht einsehbar ist, aber auch für das Verhalten von Fahrzeugen und Fußgängern auf der Grundlage ihrer bisherigen Bewegungen.

Das soll ein großer Schritt im Vergleich zur alten Software sein, die beispielsweise nicht in der Lage war, Objekte wie Autos oder Passanten weiter verfolgen zu können, wenn sie kurzzeitig von einem anderen Fahrzeug verdeckt werden.

Insane Mode - Die Tesla-Story: Wie Elon Musk die Automobilbranche auf den Kopf gestellt hat und stellen wird

Um zu entscheiden, wie das Auto weiterfahren soll, wird eine ähnliche Methode wie die von Alpha Go genutzt. Dabei werden für einen Zeitrahmen von einigen Sekunden Tausende Szenarien zufällig erstellt und dann ausgewertet, wie sich erfasste Objekte verhalten werden und wie das Fahrzeug selbst fahren sollte, um das Ziel zu erreichen und gleichzeitig Sicherheit und Komfort der Passagiere zu garantieren. Die gleiche Simulation wird umgekehrt auch für andere Autos vorgenommen, um deren Verhalten vorhersehen zu können.

Das Resultat ist zumindest in den demonstrierten Szenarien ein Auto, das im Verkehr alle relevanten Fahrzeuge und Objekte erfasst und dadurch sicher fährt, ohne übervorsichtig zu agieren. Allerdings wurde auch klargestellt, dass die Software noch keineswegs perfekt ist.

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Tesla baut einen Supercomputer und einen Roboter 
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MrTridac 23. Aug 2021 / Themenstart

Ich fasse es nicht: [...] im Zeitverlauf auswerten können. Jetzt? JETZT?? Jetzt kommen...

xSureface 23. Aug 2021 / Themenstart

Industrieroboter sind beschränkt tauglich und müssen millimetergenau geteacht werden...

Sensei 23. Aug 2021 / Themenstart

Der Roboter stand nie im Fokus von Tesla. Das ist nur ein Side-Project. Eine nette...

Cavaron 22. Aug 2021 / Themenstart

Und... ähm... der... ähm... Cybertruck? :D

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