AI Computing: Cryptominer in der Midlife-Crisis
Die für den Betrieb von Mining-Hardware benötigten Riser-Cards, Mining-Rigs, Mainboards mit besonders vielen PCIe-Slots(öffnet im neuen Fenster) und auch die benötigten Netzteile und Kühlungen für ganze Lagerhallen wurden mit der Umstellung von Ethereum zu Proof of Stake teilweise über Nacht wertlos. Die Hersteller und Betreiber des Equipments haben aber einem Bericht von Bloomberg zufolge schon Ideen für die Zukunft(öffnet im neuen Fenster) .
Weniger als zwei Jahre nach dem Ende des Mining-Booms ist AI-Computing das neue Hype-Thema. Und erneut sind leistungsfähige Grafikkarten prinzipiell dafür geeignet. Zwar können besonders große und komplexe Modelle nur auf professionellen GPUs mit teilweise über 80 GByte Grafikspeicher ausgeführt werden, es gibt aber genug Einsatzfelder , in denen bereits 16 bis 48 GByte-GPUs ausreichen.
Solche Grafikkarten kommen normalerweise im PCIe-Formfaktor daher und halten sich somit an die PCI-SIG-Spezifikationen über Abmessungen und den PCIe-x16-Anschluss sowie die Stromversorgung. Genau auf den massenhaften Betrieb solcher Karten haben sich Mining-Firmen spezialisiert. Das heißt aber nicht, dass die alten GPUs jetzt einfach weitergenutzt werden können.
Gaming-GPUs sind kaum geeignet
Die meisten Grafikkarten werden oder wurden bereits auf dem Gebrauchtmarkt an Spieler verkauft, was den GPU-Herstellern in der letzten Zeit den Verkauf der teuren neuen Grafikkarten erschwerte. Sowohl für das Training als auch für das Inferencing von KI-Modellen braucht es GPUs mit sehr viel Grafikspeicher.
In den Anforderungen an Stromversorgung und Kühlung unterscheiden diese sich aber nicht von den bisher eingesetzten Gamingkarten. Das aufgebaute Fachwissen über den massenhaften Betrieb von Grafikkarten außerhalb professioneller Rechenzentren könnte daher tatsächlich noch einmal zum Einsatz kommen. Damit könnten ehemalige Mining-Anbieter günstigere KI-Rechencluster anbieten, als es die Betreiber von Rechenzentren derzeit tun.
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