Agones: Google will Game-Server in der Cloud orchestrieren

Geht es nach Google, sind Berichte über überlastete Server beim Start eines neuen Multiplayer-Onlinespiels bald Geschichte. Denn für das Skalieren dieser Server startet das Unternehmen nun ohne große Ankündigung das Angebot seiner Cloud Game Server in einer Alpha-Phase(öffnet im neuen Fenster) , wie das Blog Digital Trends entdeckte(öffnet im neuen Fenster) . Damit soll die Administration der Server vereinfacht werden.
Grundlage des neuen Angebots ist das Open-Source-Projekt Agones, das auf der Container-Orchestrierung Kubernetes basiert und in Zusammenarbeit mit Spieleentwickler Ubisoft entstand. Das Wort Agon stammt wie auch Kubernetes aus dem Griechischen und bezeichnet Wettkämpfe.
Auf der Webseite des Dienstes heißt es: "Google Cloud Game Servers ermöglicht eine mühelose Verwaltung der Gameserver-Infrastruktur, damit Sie sich darauf konzentrieren können, großartige Spiele schneller zu erstellen, ohne die Komplexität zu erhöhen oder die Leistung zu beeinträchtigen."
In der Ankündigung von Agones(öffnet im neuen Fenster) im vergangenen Jahr schrieb Google außerdem, dass dedizierte Spieleserver zwar Zustände verarbeiteten und damit "stateful" seien. Anders als vergleichbare Anwendungen wie Datenbanken sei die Lebenszeit der Spieleserver dennoch sehr kurz. Das wiederum erinnert an die Beschreibung von Containern, so dass die Verwendung dieser Technik auch für Spieleserver logisch erscheint. Letztlich sind Container auch auf das schnelle Skalieren ausgelegt, was die Cloud Game Server auch liefern sollen. Weitere Details zu Agones(öffnet im neuen Fenster) liefert die Dokumentation des Projekts.
Nicht verwechselt werden sollten die Cloud Game Server mit Spielestreamingangeboten wie Googles eigenem Stadia oder dem Project Xcloud von Microsoft. Mit Gamelift(öffnet im neuen Fenster) bietet Cloud-Konkurrent Amazon aber bereits einen Dienst zum Hosten der eigenen Spieleserver in der Cloud an.



