Agesa 1003abba: Microcode-Update taktet Ryzen 3000 um 50 MHz höher
Wer bisher beobachtet hat, dass sein Ryzen 3000 nicht die von AMD genannte Boost-Frequenz wie 4,5 GHz bei einem Ryzen 7 3800X erreicht, für den gibt es bald Abhilfe: Wie AMD per Blogeintrag(öffnet im neuen Fenster) mitteilt und in einem zweiten Post(öffnet im neuen Fenster) noch detaillierter ausführt, sollen die CPUs dank neuen Microcodes zwischen 25 MHz und 50 MHz höher takten als zuvor – je nach System, versteht sich.
AMD spricht allgemein nur von einem behobenen Fehler im BIOS, welcher einen reduzierten Boost zur Folge hatte. Inoffizielle Informationen legen nahe, dass der Hersteller die SMU (System Management Unit) in den Prozessoren mit der Agesa 1003abba überarbeitet. Die Agesa (AMD Generic Encapsulated Software Architecture) enthält den notwendigen Microcode für die jeweiligen Chips und ist die Basis für jedes Hauptplatinen-UEFI.
Die Agesa 1003abba liegt Mainboard-Partnern bereits vor, finale BIOS-Versionen erwartet AMD in den nächsten Wochen. Ein uns zur Verfügung gestelltes Vorab-UEFI für das ROG Crosshair VIII Hero Wifi (X570) von Asus zeigt tatsächlich einen höheren Takt: Unser Ryzen 7 3800X boostet im Singlethread-Test des Cinebench R15 auf bis zu 4,516 GHz statt auf bis zu 4,466 GHz. An der Performance ändert dieses minimale Plus nichts – wir landen immer bei 209 Punkten oder bei 210 Punkten, weil der Boost aufgrund des Windows-Schedulers nicht zwingend auf dem Core anliegt, welcher tatsächlich rechnet. AMD betont, der gestiegene Boost habe keinen Einfluss auf die Haltbarkeit der CPUs.
Eine weitere Änderung der Agesa 1003abba betrifft das Leerlaufverhalten der Ryzen 3000: Mit dem Chipsatztreiber v1.07.29 von Ende Juli 2019 hatte AMD dieses überarbeitet (siehe PDF(öffnet im neuen Fenster)), so dass die Chips bei sehr leichter Hintergrundlast nicht mehr hochtakten – denn das kostet unnötig Energie. Die neue SMU-Version filtert nun laut AMD noch besser im Hintergrund laufende Anwendungen wie Spiele-Launcher (Epic, Origin, Steam, Uplay etc), Monitoring- und Peripherie-Software aus. Ohne dieses Rauschen sinken der mittlere Takt und ergo auch die Spannung, was die Prozessoren sparsamer macht.
| Kerne | Takt | L3$ | Speicher | cTDP | Launch-Preis | |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Ryzen 9 3950X | 16 + SMT | 3,5 GHz bis 4,7 GHz | 64 MByte | DDR4-3200 | 105W (65W) | 750 USD (820 Euro) |
| Ryzen 9 3900XT | 12 + SMT | 3,8 GHz bis 4,7 GHz | 64 MByte | DDR4-3200 | 105W (65W) | 500 USD (530 Euro) |
| Ryzen 9 3900X | 12 + SMT | 3,8 GHz bis 4,6 GHz | 64 MByte | DDR4-3200 | 105W (65W) | 500 USD (530 Euro) |
| Ryzen 9 3900 | 12 + SMT | 3,1 GHz bis 4,3 GHz | 32 MByte | DDR4-3200 | 65W (45W) | OEM |
| Ryzen 7 3800XT | 8 + SMT | 3,9 GHz bis 4,7 GHz | 32 MByte | DDR4-3200 | 105W (65W) | 400 USD (420 Euro) |
| Ryzen 7 3800X | 8 + SMT | 3,9 GHz bis 4,5 GHz | 32 MByte | DDR4-3200 | 105W (65W) | 400 USD (430 Euro) |
| Ryzen 7 3700X | 8 + SMT | 3,6 GHz bis 4,4 GHz | 32 MByte | DDR4-3200 | 65W (45W) | 330 USD (350 Euro) |
| Ryzen 5 3600XT | 6 + SMT | 3,8 GHz bis 4,5 GHz | 32 MByte | DDR4-3200 | 95W (65W) | 250 USD (260 Euro) |
| Ryzen 5 3600X | 6 + SMT | 3,8 GHz bis 4,4 GHz | 32 MByte | DDR4-3200 | 95W (65W) | 250 USD (265 Euro) |
| Ryzen 5 3600 | 6 + SMT | 3,6 GHz bis 4,2 GHz | 32 MByte | DDR4-3200 | 65W (45W) | 200 USD (210 Euro) |
| Ryzen 5 3500X | 6 | 3,6 GHz bis 4,1 GHz | 16 MByte | DDR4-3200 | 65W (45W) | OEM |
| Ryzen 3 3300X | 4 + SMT | 3,8 GHz bis 4,3 GHz | 16 MByte | DDR4-3200 | 65W (45W) | 120 USD (130 Euro) |
| Ryzen 3 3100 | 4 + SMT | 3,6 GHz bis 3,9 GHz | 16 MByte | DDR4-3200 | 65W (45W) | 100 USD (110 Euro) |

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