Agesa 1003abb: Viele ältere Platinen erhalten aktuelles UEFI für Ryzen 3000

Seit AMD vor anderthalb Wochen die Agesa 1003abb an seine Mainboard-Partner geschickt hat, haben diese neue Firmware-Versionen damit entwickelt und veröffentlicht: Agesa steht für AMD Generic Encapsulated Software Architecture, diese enthält den notwendigen Microcode für die jeweiligen Prozessoren und ist die Basis für jedes Hauptplatinen-UEFI.
Die Agesa 1003abb lässt den Zufallszahlengenerator der Ryzen 3000 alias Matisse (Test) wieder korrekt arbeiten und bringt funktionierendes PCIe Gen4 zurück, zudem startet Destinity 2 nun wie gedacht. Bei der Agesa 1003aba wurde aufgrund eines Fehlers nur PCIe-Gen2-Geschwindigkeit freigeschaltet. Obacht: Wer einen Ryzen 3000 auf einem älteren Board nutzt, kann mit der Agesa 1003abb kein PCIe Gen4 mehr nutzen, da AMD dies untersagt hat.
Alle großen Hersteller – Asrock, Asus, Biostar, Gigabyte und MSI – haben Updates für ihre Platinen veröffentlicht: Egal ob mit B350-, mit B450-, mit X370- oder mit X470-Chip, in den meisten Fällen steht mittlerweile ein UEFI basierend auf Agesa 1003abb bereit. Wir haben das BIOS v5204 auf einem Prime B350 Plus von Asus mit einem Ryzen 7 3700X ausprobiert und können bestätigen, dass der RDRAND-Befehl für den Zufallszahlengenerator sauber funktioniert.

Wer ein Asrock-Board nutzt, findet auf der UEFI-Übersichtsseite(öffnet im neuen Fenster) schnell die eigene Platine. Bei Asus(öffnet im neuen Fenster) , Biostar(öffnet im neuen Fenster) , Gigabyte(öffnet im neuen Fenster) und MSI(öffnet im neuen Fenster) müssen die Bretter einzeln ausgewählt werden. Ebenfalls wichtig ist ein aktueller Chipsatztreiber, die v1.07.29.0115(öffnet im neuen Fenster) optimiert unter anderem das Leerlaufverhalten der Ryzen 3000 für eine bessere Leistung.
Nachtrag vom 12. August 2019, 11:36 Uhr
Tatsächlich hat nur Asrock bisher die Agesa 1003abb für seine Boards umgesetzt. Die anderen Hersteller nutzen nur die Agesa 1003ab, dieser fehlt aber der Fix für RDRAND-Bug.



