Agenturbericht: Globalfoundries soll IBMs Chipsparte übernehmen

IBM wird Globalfoundries laut einem Bericht der Agentur Bloomberg rund 1,5 Milliarden US-Dollar zahlen, damit dieser sich der verlustbringenden Chipsparte annimmt. Für Montag hat IBM die Bekanntgabe wichtiger Neuigkeiten geplant.

Artikel veröffentlicht am , Thorsten Schröder
IBM-Chefin Virginia Rometty
IBM-Chefin Virginia Rometty (Bild: Reuters / Albert Ges)

IBM gibt laut einem Medienbericht seine verlustbringende Chipsparte ab - allerdings soll das den Technologiekonzern viel Geld kosten. IBM habe sich mit dem von einem arabischen Staatsfonds kontrollierten Chiphersteller Globalfoundries auf eine Übernahme geeinigt, berichtete der Finanzdienst Bloomberg am Sonntagabend unter Berufung auf eingeweihte Kreise. IBM zahle bei dem Geschäft unter dem Strich 1,3 Milliarden US-Dollar - umgerechnet etwa eine Milliarde Euro - drauf.

Ein Unternehmenssprecher war zunächst nicht für eine Stellungnahme zu erreichen. IBM hatte angekündigt, am Montag vor US-Börsenstart eine "große Geschäftsankündigung" zu machen. Parallel dazu werde auch die Quartalsbilanz vorgezogen veröffentlicht.

IBM versucht schon seit Monaten, die Chipsparte zu veräußern. Der Chiphersteller Globalfoundries, der einem staatlichen Investmentfonds Abu Dhabis gehört, galt schon länger als aussichtsreicher Kandidat. Der chinesische Computerkonzern Lenovo hatte im Januar 2014 die Übernahme der x86-Serversparte von IBM für rund 2,3 Milliarden US-Dollar angekündigt.

Langfristiges Bekenntnis zu Hardwareplattformen

Einer Mitteilung vom Juli zufolge will der Konzern in den kommenden fünf Jahren drei Milliarden US-Dollar für die Chipentwicklung in den Bereichen Cloud Computing und Big Data ausgeben. Das erste Forschungsprogramm behandelt Strukturbreiten und heißt "7 Nanometer und danach". Das zweite beschäftigt sich mit Chips, die nicht aus Silizium sind, um die physikalischen Begrenzungen dieses Materials zu überwinden.

"Wir wollen nicht, dass es irgendwo Unklarheiten gibt", sagte Steven Mills, Senior Vice President von IBMs Software- und Systemgeschäft, dem Wall Street Journal damals. "Wir müssen unser langfristiges Bekenntnis zu unseren Hardwareplattformen stärken."

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